Rosen schneiden – jetzt ist die beste Zeit

Als Königin der Blumen ist die Rose eine gefeierte Schönheit im Gartenparadies. Und wie es sich für echte Majestäten gehört, sind Rosengewächse anspruchsvoll.

Darum ist ein rechtzeitiger und fachmännisch durchgeführter Rosenschnitt unerlässlich. Mit dem Frühling kommt die beste Zeit zum Rosenschneiden. Lesen Sie hier, was es beim Rückschnitt zu beachten gibt, damit Rosen in voller Blütenpracht erstrahlen.

Rosenschnitt: Warum ist das Frühjahr der optimale Zeitpunkt?

Der betörende Duft der Rosen berührt die Sinne, ihre prächtigen Farben erfreuen das Herz – vorausgesetzt, die edlen Gewächse erhalten eine gute Pflege. Die meisten Rosensorten präsentieren sich ab Juni von ihrer schönsten Seite und blühen bis zum Spätsommer. Ende März sollten Blumenfreunde ihre Rosen schneiden. Das Frühjahr ist für einen Rückschnitt die beste Zeit, weil keine langanhaltenden Frostperioden mehr zu erwarten sind und die Rosengewächse noch nicht im vollen Austrieb stehen.

 

Das Trimmen von Rosen im Herbst ist dagegen nicht empfehlenswert. Werden die Pflanzen beim Schneiden verletzt, schließen sich Schnittflächen oft nicht. Die Gewächse sind anfälliger für Frost, der die Rosentriebe schädigen kann. Um Wind- und Schneebruch zu vermeiden, sollten lediglich überlange und vergreiste Triebe abgeschnitten werden.

Woran können sich Rosenbesitzer beim Frühjahrsschnitt orientieren?

Der Schnittzeitpunkt richtet sich vorwiegend danach, ob die Rosentriebe diesjährig im Laufe des Frühlings wachsen oder ob die Rose mehrjährig blüht. Lebenswichtig ist der Frühjahrsschnitt für Beetrosen und Edelrosen, da diese Rosensorten ausschließlich am diesjährigen Holz blühen. Wann genau im Frühling Rosenbesitzer zur Gartenschere greifen, ist zudem von den regionalen Witterungsbedingungen abhängig. Es ist sinnvoll, das Rosenschneiden nicht an einem bestimmten Datum durchzuführen, sondern sich nach der Entwicklung der übrigen Vegetation zu richten. Eine Faustregel besagt: Wenn die leuchtend gelben Knospen der Forsythien aufbrechen, ist die ideale Zeit für einen Rosenrückschnitt. Die meisten der beliebten Ziersträucher erblühen im März.

Rosen richtig schneiden – so  funktioniert’s

Vor dem eigentlichen Rosenrückschnitt müssen kranke, abgestorbene, erfrorene und nach innen wachsende Rosentriebe entfernt werden. Grundsätzlich werden Rosentriebe auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Der Schnitt erfolgt auf nach außen zeigende kräftige Augen und wird etwa 0,5 cm oberhalb des Auges angesetzt. Um die Schnittfläche so gering wie möglich zu halten, ist das Ansetzen der Rosenschere in schräger Schnittführung angeraten – so, dass Regentropfen ungehindert abfließen können. Dadurch lässt sich verhindern, dass Nässe in die Schnittwunde eindringt, die das Faulen begünstigt. Bis zum Austrieb neuer Rosenblüten aus den Augen dauert es, je nach Witterungsverhältnissen, circa vier bis sechs Wochen.

Generell gilt: Je stärker Rosen zurückgeschnitten werden, desto kräftiger wird der Neuaustrieb. Mit einem Rosenschnitt lässt sich außerdem die Blütenbildung fördern. Die stärkste Blütenbildung, abhängig vor der Rosenklasse, findet an Trieben von ein- und zweijährigem Holz statt. Es ist deshalb empfehlenswert, die Rose so zu schneiden, dass sie viele starke Seitentriebe der zweiten und dritten Ordnung bildet. Wer die Wachstums- und Schnittregeln beachtet, kann seine Rosengewächse so „erziehen“, dass sie die angestrebte Wuchsform erreichen. Kräftig wachsende Rosenarten sollten nicht so stark zurückgeschnitten werden. Bei einem leichten Rosenrückschnitt, bei dem sechs bis acht Augen übrig bleiben, bildet die Pflanze zwar mehr, aber auch schwächere und kürzere Neutriebe aus, wächst allerdings auch buschiger. Schwach wachsende Rosensorten vertragen einen stärkeren Rückschnitt. Verbleiben nach dem Rosenschneiden drei bis vier Augen am Rosenhaupttrieb, bringt das Gewächs weniger, dafür aber stärkere und längere Neutriebe hervor.

Das passende Equipment zum Rosenschneiden

Damit die Rosentriebe glatt abgeschnitten werden können, ist die Verwendung einer scharfen Rosenschere ein Muss. Wer mit einer stumpfen oder eingerosteten Gartenschere arbeitet, riskiert Quetschungen am Gehölz und andere Schäden. Rosenscheren müssen regelmäßig gereinigt werden, um zu verhindern, dass sich Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Sternrußtau ausbreiten. Hochwertige Rosenscheren verfügen über saubere Schnittflächen und scharfe Klingen. Im Fachhandel finden Rosenbesitzer vorwiegend zwei Scherenarten:

– Amboss-Schere

Vorteil: Besonders geeignet für ältere und härtere Hölzer.

Nachteil: Da die zweite Klinge eine gerade Schnittfläche aufweist, besteht die Gefahr, empfindliche Triebe zu quetschen.

– Bypass-Schere

Vorteil: Dieser Scherentyp mit zwei scharfen Klingen ist ideal zum Schneiden von weichen und jüngeren Hölzern.

Nachteil: Zum Abtrennen von Trieben an festerem Holz ist ein größerer Kraftaufwand nötig.

Schon ein winziger Stich durch eine Rosendorne kann eine Infektion auslösen. Zum Schutz vor Verletzungen eignen sich durchstoßfeste Gartenhandschuhe. Spezielle Rosenhandschuhe mit langer Wildledermanschette schützen auch Arme und Ellenbogen optimal. Wer Rosen schneiden will, sollte sich für Gartenhandschuhe mit flexiblen Texturen entscheiden, da sie die Haut geschmeidig halten und das Greifen von Gartenutensilien erleichtern. Ideal sind Rosenhandschuhe mit ergonomischer Passform, mit denen sich feinmotorische Arbeiten wie das Rosenschneiden mühelos erledigen lassen.

Rosenrückschnitt und Dünung an Rosengewächse anpassen

Die Intensität des Rosenrückschnitts sollte sich auch nach der Vitalität einzelner Rosen richten und wie sie sich im vorangegangenen Jahr präsentiert haben. Hat das Rosengewächs nur wenige dünne und schwache Triebe ausgebildet, ist ein kräftiger Rückschnitt zu empfehlen. Der Austrieb gelingt umso leichter, je weniger „altes Holz“ die bereits geschwächte Rose versorgen muss. Entwickeln sich Rosen nur unzureichend, ist das ein Hinweis auf Nährstoffmangel oder Wurzelprobleme. Dann braucht die Pflanze etwas mehr Mineralstoffdünger oder organischen Rosendünger.

Grundsätzlich wirkt organischer Dünger nachhaltiger, während Mineralstoffdünger zwar für ein schnelleres Wachstum sorgt, die Gewächse allerdings auch anfälliger für Rosenkrankheiten macht. Zudem kann mineralhaltiger Dünger Neupflanzungen schaden. Darum sollte dieses Düngemittel besser bei älteren Rosengewächsen verwendet werden. Um eine Überdüngung zu verhindern, müssen die Dosierangaben der Hersteller genau befolgt werden. Ist das Rosenwachstum dagegen zu üppig, empfiehlt sich ein leichter Rückschnitt, damit nicht zu viele Triebe aus den Knospen treiben. Rosenbesitzer sollten die Düngemenge in dem Jahr um circa ein Drittel verringern, um ein sortentypisches Wachstum zu fördern.

Weniger Blühpausen durch speziellen Rosenschnitt

Um Blühpausen in den Sommer- und Herbstmonaten zu überbrücken, empfehlen einige Rosenexperten den Rückschnitt etwa drei Wochen vor der ersten Blumenblüte. Dazu schneidet man bei jedem vierten Knospen tragenden Trieb die Rosenknospe und etwa drei Rosenblätter tief zurück. Auf diese Weise beginnen die Rosentriebe wieder zu wachsen, noch während das Rosengewächs zum ersten Mal erblüht, und bildet schon wenige Wochen nach dem ersten Blütenflor erneut Blüten aus, etwa gegen Ende Juni.

Werden stattdessen nur die verblühten Rosen ausgeschnitten, treiben alle Blüten und Rosenknospen auf einmal aus, weshalb sich die Blühpausen  auf mindestens sechs Wochen verlängern, denn diese Zeit brauchen die Triebe zum Knospen und Wachsen.

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Die Grillsaison startet – Vorbereitung auf Gartenparty und gemütliche Familienabende

Grünt und blüht es im Lande, herrscht wieder reges Treiben in den Gärten. Pünktlich zum Start der Freiluftsaison frönen die Deutschen ihrem liebsten Hobby – dem Grillen.

 

Sommerliche Temperaturen, der Duft von Gegrilltem, das Knistern des Feuers: So stellen sich Grillfans einen gelungenen Sommerabend vor. Wer sich rechtzeitig auf die Grillsaison einstellt, kann die ersten milden Frühlingsabende zu einem perfekten Outdoor-Erlebnis machen. Tipps zur Vorbereitung auf Gartenparty und gemütliche Feierabende.

Frühlingsfrische Dekoideen für die Gartenparty

Der Frühling steht für kräftige Farben, die winterliches Grau vertreiben. Eine Gartenparty ist der perfekte Anlass, um mit frühlingsfrischen Dekoideen ein farbenfrohes Ambiente zu schaffen. Zur Gestaltung ist jedoch keine teure Partydekoration nötig, denn schon mit kleinem Budget lässt sich Schönes inszenieren. Saisonale Blumen wie Narzissen, Klatschmohn und Pfingstrosen, hübsch arrangiert in bunten Vasen, und Ziergras in Flaschen mit Bastbändern schaffen eine sommerlich leichte Atmosphäre auf dem Gartentisch. Auch Schwimmkerzen, bunte Dipschalen und Party-Servietten in Regenbogenfarben sind besondere Hingucker beim heimischen Outdoor-Event. Weitere Accessoires zum Feiern im Garten:

– Kerzen in Form von Weinflaschen

– Leuchtende LED-Eiswürfel

– Deko-Tischfeuer

– Schnapsgläschen aus Eis

– Schwimmende Mini-Glückslaternen

Partytipps für spontane Grillfeste

Nicht immer muss eine Grillfeier von langer Hand geplant werden, denn gerade spontanes Grillen bereitet Kurzentschlossenen einen Heidenspaß – vorausgesetzt, der Gastgeber hat die passenden Grillzutaten parat, um der Partygesellschaft schmackhafte Leckereien zu servieren. Sättigungsbeilagen und Vorspeisen sollten fertig zubereitet sein, Dips und Soßen im Kühlschrank stehen. Natürlich muss auch der Grill richtig angeheizt werden. Welche Temperatur eingestellt werden muss, richtet sich nach Grillmethode und Grillmodell. Bis Grillkohle heiß ist, kann es schon mal eine Stunde dauern. Die Heizstäbe von Elektrogrills erhitzen sich dagegen in zehn bis fünfzehn Minuten.

Auch die passenden Getränke gehören zum Grillfest. An heißen Tagen sollten ausreichend Mineralwasser und Fruchtsaft zur Verfügung stehen. Eine erfrischende Sommerbowle verleiht jedem Grillevent das gewisse Extra, Orangenlimonade schmeckt Kindern besonders gut. Auch an kühlem Bier darf es natürlich nicht mangeln. Ein Vorrat an Weißwein und Rotwein erfreut Liebhaber edler Tropfen. Steht das Grillfest unter einem bestimmten Motto, müssen neben Partydeko und Grillgut auch die Getränke passen. Zu einer Bayern-Party ist Weißbier eine ausgezeichnete Wahl, bunte Cocktails runden 70er-Jahre Mottopartys perfekt ab.

Sonnensegel oder Sonnenschirme sollten genügend Schutz vor UV-Strahlung bieten, nach Sonnenuntergang an kühleren Tagen sorgen Terrassenstrahler am Grillplatz für angenehme Wärme. Damit alle Partygäste komfortabel sitzen, müssen Gartenstühle und Gartenbänke in tadellosem Zustand sein. Besonders im Trend liegen partytaugliche Sitzgelegenheiten wie Outdoor-Bodenkissen, Sitzwürfel oder Lounge-Hocker. Segeltuch-Strandstühle verbreiten maritimes Flair, außergewöhnliche Sitzplätze lassen sich prima aus Paletten herstellen, die mit wettertauglichen Matratzenkissen belegt werden.

Stimmungsvolle Atmosphäre mit schönen Gartenleuchten 

Gartenleuchten verschönern jeden Freiluftplatz und versprühen am Abend eine stimmungsvolle Atmosphäre – ob Gartenfackeln oder LED-Lichter. Außenleuchten sollen ein angenehmes Licht spenden und eindrucksvolle Akzente setzen. Für ausreichend Helligkeit beim Zusammensein mit Familie und Freunden sorgen mehrere Stand- und Tischleuchten, die als Lichtinseln fungieren. Auch Gartenfackeln, Öllampen, Laternen, Lampions und Windlichter erhellen den Gartensitzplatz und schaffen ein gemütliches Ambiente.

Bäume, Pflanzen und Gräser werden zu wahren Kunstwerken, wenn sie zielgerichtet mit Spots angeleuchtet werden. Zu diesem Zweck eignen sich spezielle Gartenstrahler. Solar- oder LED-betriebene Lichterketten und Lampions bezaubern nicht nur mit schönen Lichterspielen, sondern schonen  auch die Umwelt. Und für visuelle Erlebnisse der besonderen Art sorgen bunte oder warmweiße LED-Pflastersteine mit Leuchtdioden.

Welche Grillgerichte punkten bei Gartenpartys?

Begehrte Tage für Grillpartys sind laue Sommerwochenenden und Feiertage. Wer eine Gartenparty für Freunde und Familie schmeißen will, macht mit einem Grillfest nichts verkehrt. Der eine reagiert allergisch auf Milch, der nächste leidet unter Laktoseintoleranz. Da ist Grillen als kulinarisches Gemeinschaftsevent bestens geeignet. Grillexperten erklären, welche Grillgerichte besonders punkten. Bei Grillfans erfreuen sich vor allem BBQ-Buffets großer Beliebtheit. Für die Barbecue-Methode empfehlen Grillmeister, mit einem offenen und einem geschlossenen Grill zu arbeiten – gleich ob Holzkohlegrill oder Gasgrill.

Wichtig ist, dass der Grill mit einem Deckel ausgestattet ist und eine niedrige Grilltemperatur gewählt wird. Als Grillgut eignen sich größere Bratenstücke, beispielsweise Schweinehals, die für drei bis vier Stunden auf den Rost kommen und nach dem Garen portioniert werden. Ein zwei Kilogramm schweres Roastbeef braucht nur ca. 90 Minuten Garzeit. Dann ist der Rostbraten medium und reicht für rund 20 Portionen. Wer vermeiden will, dass die Grillgäste hungrig werden, wenn das Barbecue-Fleisch zur Neige geht, kann auf einem offenen zweiten Grill schnell Nackensteaks oder Würstchen zubereiten. Als Beilagen eignen sich Grillgemüse wie Paprika, Frühlingszwiebeln oder gefüllte Tomaten, Salate wie Schichtsalat oder Karottensalat und Grillbrot wie Pita-Brot, Ciabatta oder Brot-Chips

Familiengrillen: Sicheres Grillequipment für Kinder

Nichts geht über ein frisches Feierabendbier und leckere Grillspezialitäten im lauschigen Gartenparadies. Beim Familiengrillen sollte das Grillequipment optimale Sicherheit bieten, damit auch Kids unbeschwerten Grillspaß erleben.

– Der Grill muss absolut stand- und kippsicher sein und das Gestell auf unebenem Terrain entsprechend eingestellt werden.

– Feuerschale oder Feuerkorb dürfen im Falle des Kippens keine glühend heißen Kohlen verlieren.

– Abstandhalter verhindern Verbrennungen durch Kontakt mit der Grillschale.

– Kindergrillschürzen aus schwer entflammbaren Materialien statt herkömmlicher Kinderkleidung nutzen, da Kleidungsstücke oft synthetische Fasern enthalten, die sich entzünden und mit der Haut verkleben können.

– Kindgerechte Grillhandschuhe schützen Hände und Finger vor Verbrennungen

– Extra lange Streichhölzer, Grillfeuerzeuge mit Kindersicherung und Teleskopspieße bieten zusätzliche Sicherheit.

Empfehlenswert sind außerdem Startbriketts oder Startpads, die leicht entzündbar sind, aber keine Gefahr darstellen. Auch spezielle Feuerstellen mit Außenring gewährleisten die Kindersicherheit beim Familiengrillen. Die Außenringe eignen sich zum Auflegen von Grillspießen und halten kleine Grillfans auf Abstand.

Grillseminare – die besten Tricks rund ums Grillvergnügen

Wann ist das Steak perfekt? Was lässt sich vegetarisch grillen? Wie wird die Bratwurst knusprig braun? Diese Fragen gehören nach einem Grillseminar der Vergangenheit an. Grillkurse eignen sich perfekt zur Vorbereitung auf eine Grillparty oder für ein gemütliches Feierabend-Event im Garten.  Je nach Veranstalter dauern Grillseminare etwa drei bis fünf Stunden und finden in fröhlicher Runde mit Gleichgesinnten statt. Neben einem theoretischen und praktischen Teil gibt es jede Menge Ratschläge vom Grillmeister, die Teilnehmer gleich live am Grill ausprobieren können. Zwar avanciert nicht jeder innerhalb weniger Stunden zum Grillstar, doch in den Grillkursen wird das Wichtigste für einen professionellen Umgang mit Holzkohle- und Gasgrill vermittelt, um Partygäste mit köstlichen Grillmenüs zu überraschen.

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Einen Obst- und Gemüsegarten anlegen – so gelingt´s

Ein eigener Obst- und Gemüsegarten bereichert nicht nur den Speiseplan ungemein, sondern bietet auch Balsam für Körper und Seele.

Schließlich ist für den Hobbygärtner nichts entspannender, als die Arbeit auf der eigenen Grünfläche. Wer selbst einen eigenen Obst- und Gemüsegarten anlegen möchte, muss nur einige Tipps beachten. Dann kann er sich sogar ganzjährig ohne großen Aufwand selbst mit gesunden Feldfrüchten versorgen.

Wie viel Platz ist notwendig?

Grundsätzlich ist die Größe des Obst- und Gemüsegartens von der Größe der Gartenfläche abhängig. Nicht vergessen sollten die künftigen Hobbygärtner nämlich, dass sie im Garten wohl auch weitere Bereiche benötigen, etwa eine Spielfläche für die Kinder.

Sollte die eigene Grünfläche dennoch zu klein sein, bieten sich einige Alternativen an. So kann etwa ein Gewächshaus als kleiner Garten im Garten angelegt werden. In vielen Kommunen lassen sich überdies auch Grünflächen für Hobbygärtner anmieten. In beiden Fällen gelten allerdings dieselben Grundregeln wie für den Obst- und Gemüsegarten vor dem eigenen Haus.

Gut geplant ist halb gewonnen

Zunächst sollten die künftigen Gärtner ihren Obst- und Gemüsegarten gründlich planen, um sich später die Arbeit zu erleichtern. So sollten etwa die Bereiche für Obst und Gemüse getrennt werden.

Der Grund: Viele Obstsorten wachsen auf Bäumen und Sträuchern. Weil sie höher wachsen als die meisten Gemüsesorten, nehmen sie diesen das Licht weg und sorgen später für eine schlechtere Gemüseernte. Weil sie außerdem tiefere Wurzeln bilden, können sich Obstgewächse anders als bodennahes Gemüse auch mit Nährstoffen aus tieferen Bodenschichten versorgen.

Deshalb sollten Hobbygärtner die sonnenreichsten und nährstoffreichsten Stellen des Gartens für Gemüse reservieren, während Obst auch an nachteiligeren Stellen noch hervorragend gedeihen kann.

Neben der grundsätzlichen Entscheidung, wo Obst und Gemüse im Garten angebaut werden soll, ist für Hobbygärtner zudem eine Detailplanung notwendig. So müssen sie einen ausreichenden Abstand zwischen Bäumen und Sträuchern einplanen, damit diese sich ungehemmt entfalten können und eine reiche Ernte bescheren. Und auch die Beete für die Gemüsepflanzen sollten vorab geplant werden.

Zwischen den Beeten muss beispielsweise ausreichend Platz für Wege eingeplant werden, damit der Hobbygärtner jederzeit Zugang zu den Pflanzen hat, um diese zu pflegen und später abzuernten. Um den Zugang zu gewährleisten, sollten die Beete nicht zu groß dimensioniert sein. Für die Anlage des Obst- und Gemüsegartens empfiehlt es sich deshalb, in jedem Fall vorab ein Plan anzufertigen.

Es muss sich allerdings um keinen professionellen und maßstabsgetreuen Plan handeln. Eine Skizze, aus welcher die Größenverhältnisse ersichtlich werden, reicht für den Hobbygärtner vollkommen aus.

Wo ist eine besondere Pflege nötig?

Obstpflanzen können Hobbygärtner meist einfach ins Erdreich setzen. Gegebenenfalls können sie ein paar Handvoll Humus in das Pflanzloch geben, um das Anwachsen zu erleichtern.

In den Gemüsebeeten hingegen empfiehlt es sich unbedingt, nährstoffreichen Humus unter das Erdreich zu mischen, um das Anwachsen der Pflanzen zu erleichtern und die Ernte zu steigern.

Der Obst- und Gemüsegarten im Jahresablauf

Um aus dem eigenen Obst- und Gemüsegarten eine möglichst reiche Ernte einzufahren, ist jedoch nicht nur die Aufteilung, sondern auch die Pflanzzeit wichtig. Denn die empfindlichen Pflanzen reagieren unterschiedlich auf die witterungsmäßigen Einflüsse der einzelnen Jahreszeiten. So sieht der Obst- und Gemüsegarten im optimalen Jahreslauf aus:

Der Obst- und Gemüsegarten im Frühling

Robuste und widerstandsfähige Gemüsesorten können bereits zu Beginn des Jahres angebaut werden. Dazu gehören neben Karotten, Zwiebeln, Radieschen und Spinat auch Bohnen. Als ideale Anbauzeit für Brombeersträucher gilt der März, während Himbeeren besser einen Monat später angepflanzt werden. Rotkohl, Rote Beete Rosenkohl und Kartoffeln sollten hingegen zwischen April und Juni gesetzt werden, um eine optimale Ernte einzufahren.
Hobbygärtner, die auch Rhabarber anpflanzen können nach der Ernte nutzen. Denn Rhabarber wird üblicherweise im Oktober angepflanzt, gedeiht über den Winter und sollte abgeerntet werden, wenn die Rharbarberstangen eine glatte Oberfläche besitzen.

Tipp: Rhabarber kann immer erst im zweiten Jahr geerntet werden. Bei der Ernte sollten die Rhabarberstangen grundsätzlich nicht abgeschnitten, sondern leicht herausgedreht werden. Dadurch können die Pflanzen erneut wachsen. Abgeerntet werden kann der Rhabarber übrigens nur bis Ende Juni, weil dann der Gehalt von Oxidalsäure ansteigt, die in hohen Mengen giftig für den Menschen ist.

Das wird im Sommer angebaut

Gärtner, die auch Feldsalat im eigenen Garten ziehen wollen, sollten für die Aussaat den Zeitraum zwischen Juli und August wählen. Etwa einen Monat vorher kann bereits Endiviensalat ausgesät werden. Auch Heidelbeersträucher gedeihen am besten, wenn sie zwischen August und November angepflanzt werden. Die Ernte der Pflanzen ist in heißen Monaten hingegen schon im Juli möglich.

Während des Hochsommers benötigen die Pflanzen außerdem eine besondere Pflege. Beispielsweise müssen Unkräuter regelmäßig entfernt werden. Dies lässt sich am einfachsten mit dem regelmäßigen Gießen am Morgen und Abend kombinieren.

Welche Pflanzen vertragen sich?

Weil sich nicht alle Pflanzen miteinander vertragen, hängt der Ertrag außerdem von der Kombination der Feldfrüchte ab. Radieschen oder Salat etwa können mit Karotten bestens kombiniert werden, während sich Zwiebeln optimal mit Kartoffeln, Paprika, mit Gurken und Tomaten vertragen. Hingegen sind Erbsen, Fenchel, Kartoffeln oder Rote Beete in Kombination mit Tomaten tabu. Wer sich unsicher ist, welche Pflanzen gut miteinander harmonisieren, kann sich in der Regel Tipps beim örtlichen Gartenbauverein holen.

Das muss im Herbst gemacht werden

Bevor der Obst- und Gemüsegarten schließlich winterfest gemacht wird, können zwischen September und November noch Brombeer-, Sanddorn-, Johannisbeer- und Preiselbeersträucher gepflanzt werden. Der Herbst ist außerdem die beste Anpflanzzeit für diverse Obstbäume wie Kirschen oder Birnen. Die genaue Anpflanzzeit spielt bei Obstbäumen allerdings eine geringere Rolle, weil der Ernteertrag erst nach einigen Jahren seine volle Blüte entfaltet.

Sobald die Pflanzen abgeerntet sind, sollte der Obst- und Gemüsegarten außerdem kompostiert werden. Dafür bietet sich ein eigener Komposthaufen an, in dem organische Abfälle, die während des Jahres anfallen, kompostiert werden. Diese werden während des Lagerns von Würmern und verschiedenen anderen Bodentieren zersetzt, wobei sogenannter Wurmhumus als natürlicher Dünger entsteht. Der Komposthaufen sollte im Idealfall einen direkten Kontakt mit dem Erdreich haben, damit Würmer und andere Tiere auch hinein gelangen können.

Der letzte Schritt vor dem Winter besteht für Hobbygärtner darin, die Bäume und Sträucher winterfest zu machen. Dafür werden abgestorbene Äste und schadhafte Stellen entfernt. Zusätzlich können Obstbäume mit Leimringen gegen Frost und Blattläuse geschützt werden. Laubhaufen und zurückgeschnitten Äste werden am besten auf einem Haufen im Garten gesammelt.

Darin können sich Eichhörnchen, Igel und andere Tiere ein Winterquartier machen, sodass nach wenigen Jahren im eigenen Obst- und Gemüsegarten ein kleines Ökosystem entstanden ist.