Nun stehen die Tage der Fuchsie vor der Tür!

Fuchsien sind heute in zehntausenden Zuchtformen bekannt. Eine Pracht und ein Farbenspiel, das aus dem fernen Mittelamerika auf unsere Balkone und in unsere Gärten gelangt ist:

Denn „ich gehöre zu den Nachtkerzengewächsen. Um 1830 kam ich aus Mittelamerika nach Europa und wurde zu einer beliebten Balkon- und Gartenpflanze“, schrieb einst August Güse in „100 bunte Blumengrüße“, einem Klassiker der Gartenliteratur, in dem die Strauß- und Zimmerpflanzen in Ich-Form mit dem Leser reden.

Fuchsienzauber in der Wilhelma:

Mitreden wenn es um Fuchsien und andere Pflanzen geht, können natürlich auch die Gärtner des zoologisch-botanischen Gartens „Wilhelma“ in Stuttgart. Denn mit rund 7.000 Pflanzenarten und –sorten hat die Anlage eine stattliche Sammlung botanischer Kostbarkeiten und kann damit auch Klein- und Balkongärtnern eine Menge Inspiration bieten.

So tragen auch die Fuchsien in der Wilhelma alljährlich ihre Blütenpracht und ein wahres Farbenmeer zur Schau. Normalerweise tauchen dabei bereits ab Mai abertausende Blüten ihr Gewächshaus in ein Meer aus Rosa, Rot, Weiß und Lila, erklären die Gärtner. Ein Blütenreigen, der in diesem Jahr mit ungefähr sechs Wochen Verspätung „explodiert“ ist.

Denn Sanierungsarbeiten am historischen Glashaus haben die auch von den Besuchern ungeduldig erwartete Fuchsienblüte zum Schluss dann doch ein wenig verzögert. Dafür bedanken sich die Pflanzen nun freilich auf ihre ureigene Art und Weise und entschädigen Gärtner und Gäste mit einem umso üppigeren Wuchs.

Sowie mit ganz unterschiedlichen Blüten. Denn „viele schöne Sorten haben die Gärtner von mir gezüchtet, es lässt sich ein herrliches Gartenbeet zaubern“, diktierte die Pflanze höchst selbst Gartenbuch-Autor August Güse in die Feder, und auch die Deutsche Fuchsiengesellschaft bestätigt: „Der Zauber der Fuchsien nimmt uns wieder gefangen. Die Saison ist mit Gartenmärkten, Ausstellungen und Treffen eröffnet.“

Auch in den Gärten beginnt die Saison!

Tatsächlich nehmen die Fuchsien längst einen festen Platz im Wilhelma-Veranstaltungskalender ein und bilden, nach den Kamelien und Azaleen, die dritte Blumenschau des Jahres.

Gezielt gesammelt werden die Pflanzen hier bereits seit über 30 Jahren. Daher können heute über 200 verschiedene Arten und Sorten gezeigt und von den Besuchern bestaunt werden: „Alle unterscheiden sich in Farbe, Blüten- und Wuchsform“, erklären die Gärtner.

Tatsächlich werden wir auch in der Gärtnerei oder beim Baumarkt rasch feststellen, dass es Fuchsien in allen möglichen Variationen und vom Hochstamm bis zum Strauch gibt.

Insofern dürfte für jeden Balkon und jeden Garten, angefangen bei der Ampelpflanze bis hin zum Solitärgewächs, bestimmt eine passende Fuchsie dabei sein: „Ihre Vielfalt verdanken die Fuchsien einer über 200 Jahre andauernden Züchtertradition“, wissen die Wilhelma-Gärtner. Die zeigen neben den Zucht- auch Wildformen oder auf dem Boden kriechende Arten. Ein „Reichtum“, der unter anderem aus der Tatsache resultiert, dass sich Fuchsien leicht untereinander kreuzen lassen.

Auf den Standort kommt es an:

Deren Platz soll hell sein, „aber die stechende Mittagssonne liebe ich nicht“, mahnen die „100 bunten Blumengrüße“, und auch die Fachzeitschrift „Mein schöner Garten“ rät auf ihrem Online-Portal zu einem Platz mit milder Vormittags- oder Nachmittagssonne.

Zumindest würden Fuchsien bei extremen Temperaturen ihre Blätter als eine Art Verdunstungsschutz herabbaumeln lassen … Sicherlich allesamt Hinweise darauf, dass reine Südseiten weniger für einen Besatz mit Fuchsien in Betracht kommen.

Auch beim Gießen wird man(n), bzw. Hausfrau, mit einem Mittelmaß bestimmt nicht verkehrt liegen. Zwar erweisen sich Fuchsien als durchaus „durstig“, mögen aber keine stauende Nässe.

Natürlich sollten – wie bei allen Balkonpflanzen -, verblühte und welkende Blüten entfernt werden, da ansonsten von dem Gewächs sämtliche Energie in die Ausbildung von Samen (statt eines weiteren Blütenaustriebs) „investiert“ wird.

Leider erweisen sich Fuchsien auch als recht anfällig für Blattläuse und andere Schädlinge. Dennoch sollten deren herrlichen Blüten auf keinem Balkon und in keinem Garten fehlen.

Derzeit verzaubern die Wilhelma-Gärtner die Besucher mit dem Blütenreigen der Fuchsien!

Fotos: Wilhelma

Pflanzenschutz im Garten

Schutz – ein Wort voller guter Bedeutungen wie Hilfe, Beistand, Entlastung – ist vielfach in Verruf geraten, wenn es sich auf Pflanzen bezieht. Seitdem die Umweltverschmutzung mehr beachtet wird, bedeutet Pflanzenschutz häufig Gift, Rückstand, „stummer Frühling“.

Das muss aber nicht sein. Richtig ausgeübter Schutz vor Schädigern kommt mit minimalen Spuren kurzfristig wirkender Giftstoffe aus, die nach den vorgeschriebenen Wartezeiten keinerlei unbedenkliche Rückstände hinterlassen. Dann werden auch keine Vögel getötet und schon gar nicht Menschen gesundheitlich gefährdet.

Allerdings setzen recht verstandene vorbeugende Maßnahmen mehr voraus als richtige Konzentration der Mittel und sachgemäße Anwendung Dazu gehört im Hausgarten die Gesunderhaltung der Pflanzen durch Kulturmaßnahmen, damit Obst und Gemüse schon vom Anbau und der Ernährung her gegen gewisse Schädlinge und Krankheiten gefeit sind.

Solch vorbeugender Pflanzenschutz lässt es nur ausnahmsweise zu einem Massenbefall kommen, gegen den man etwas tun muss.

Fraß- Schäden und Krankheiten

Die meisten hochgezüchteten Kulturpflanzen sind zahlreichen Schädigern ausgesetzt, unter denen Blattläuse und Würmer im Obst und Gemüse unverdienten Ruhm gewonnen haben. Aber der Kleingärtner, dem es nicht auf höchsten Flächenertrag ankommt, wird nicht die letzte Blattlaus oder Raupe kämpfen, sondern den Befall in tragbaren Grenzen halten.

Im Übrigen machen tierische Schädlinge nur wenige Prozent des Schadenbildes aus. Während Bakterien und Viren, vor allem in mikroskopischen Grö8enordnungen, keine Fraßschäden sondern „Krankheiten“ verursachen. Leider gibt es aber gegen diese Parasiten nur wenig, teilweise gar keine Mittel.

Die pflanzlichen Krankheitserreger — also Schmarotzer aus der eigenen  Sippe – reichen ebenfalls von einzelligen Ausbeutern fremden Gewebes bis zu deutlich sichtbaren Pilz- und Schimmelrasen.  Ja, bis zu den Pilzen im Rasen (Hexenringe) und an lebendem wie totem Holz. Algen und Moose gehören ebenso dazu wie alle Unkräuter. Pflanzenschutz im Garten weiterlesen

Pflanzen für Balkon und Terrasse

Jetzt sinken langsam die Temperaturen und die Nächte werden kälter. So muss man sich langsam von den Blumen auf dem Balkon und Terrasse verabschieden.

Doch nicht alle Blumen müssen vernichtet werden, denn viele Blumen blühen nächstes Jahr wieder.

Chrysanthemen (Chrysanthemum)

Wenn Chrysanthemen im Herbst gekauft wurden, holt man diese ins Haus, wenn die Blüten nach dem ersten Frost unansehnlich geworden sind.

Man schneidet die Pflanzen dann auf ca. 10 cm zurück und stellt sie im Flur oder im Keller auf. Die Überwinterungstemperatur sollte so 10° C betragen. Ein mäßiges Gießen der Pflanzen ist angebracht. So werden diese bei guter Pflege nächstes Jahr wieder blühen.

Geranien (Pelargonium)

Auch Geranien blühen bei guter Pflege viele Jahre. Man schneidet die Triebe stark zurück. Die Pflanze nimmt man aus dem Topf und entfernt die alte Erde. Dann werden die Pflanzen zu dritt oder zu viert in einen entsprechend großen Topf gesetzt. Die Wurzeln werden mit Sand oder Erde bedeckt. Diese werden hell gestellt bei einer Temperatur von 5-10° C.

Fuchsien (Fuchsia)

Auch Fuchsien sind dankbare Balkon- oder Terrassenpflanzen. Diese sollten hell und kühl, aber frostfrei, überwintern. So erhält man mit den Jahren eine sehr schöne Pflanze.

Allerdings sollten dünne und geknickte Triebe raus geschnitten werden. Die anderen kürzt man auf ein Drittel. Fuchsien dürfen in der Überwinterung nur selten gegossen werden, aber sie dürfen auch nicht austrocknen.

Ende Februar können die Pflanzen etwas wärmer, bei 18-20°C, gestellt werden.

Hortensien (Hydrangea)

Diese Pflanze kann sehr gut im Kübel überwintern. Doch dürfen sie nicht einfrieren und auch nicht austrocknen.

Bevor der Frost einsetzt, sollte man die Hortensien an eine geschützte Ecke am Haus stellen und mit Sackleinen oder Ähnlichem eingepacken.