Das Rosen-ABC – alles zum Thema Rosen

Rosen zählen mit zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen – schon im Babylonien der Antike wuchsen Rosen, in den hängenden Gärten der Semiramis, einem der Sieben Weltwunder der Antike.

Und die erste weiße Rose soll bei der Geburt der griechischen Göttin Aphrodite, der Schaumgeborenen, entstanden sein, als ein wenig von dem Schaum auch auf die Erde fiel. Unzählige Mythen und Märchen ranken sich um diese wunderschöne Blume, wie beispielsweise die Dornenhecke im Märchen „Dornröschen“ von den Gebrüdern Grimm. Doch auch heute noch haben Rosen eine besondere Bedeutung.

Rosen – was man mit Rosen durch die Blumen sagen kann

Rosen werden gerne verschenkt, am beliebtesten ist dabei die rote Rose, die schon seit jeher das Symbol der Liebe und Dankbarkeit verkörpert. Aber mit Rosen lässt sich noch viel mehr ausdrücken, denn je nach Farbe ändert sich die Bedeutung doch sehr. Eine rote Rose symbolisiert Liebe, Romantik und auch Schönheit, Perfektion.

Mit einem Strauß roter Rosen kann man einem besonderen Menschen seine Gefühle zeigen. Als Symbol starker, anhaltender Liebe steht die rote Rose darüber hinaus auch für Leidenschaft. Selbst die Dornen haben in diesem Zusammenhang eine Bedeutung. Sie besagen: Ein gemeinsamer Lebensweg ist nicht immer einfach, dennoch führt der Weg entlang dem dornigen Stiel bis hoch zur Blüte, die so das gemeinsame Glück symbolisiert, das über allem steht.

Auch andere Farben haben ihre besondere Bedeutung. Weiße Rosen stehen für einen Neuanfang, denn Weiß ist die Farbe der Unschuld, der Demut, der Bescheidenheit. Bei Hochzeiten werden daher sehr gerne weiße Rosen verwendet. Weiße Rosen stehen zudem für Respekt.

Gelb ist die Farbe der Sonne, voller Wärme und Glück. Gelbe Rosen sind ein Symbol für Freundschaft, sie machen gute Laune und verbreiten Optimismus. Rosa wiederum ist die Farbe der Weiblichkeit, Eleganz, Raffinesse. Rosa Rosen sind ein klarer Ausdruck der Bewunderung für eine Frau. Sie stehen für Dankbarkeit und Glück, entsprechen der roten Rose in abgeschwächter Form.

Orange Rosen hingegen stehen für Energie, Lebensfreude, Glück, Hoffnung und die Begeisterung für einen Menschen.

Rosen in der Vase – Tipps für längere Freude

Wer einen Strauß wunderschöner Rosen geschenkt bekommt, möchte natürlich, dass diese besonders lange halten. Daher ist es wichtig, die Rosen nach dem Transport mit einem sehr scharfen Messer schräg anzuschneiden.

Auch dann, wenn die Rose bereits eine Schnittstelle hat. Sie wird dadurch nicht nur der Größe der Vase angepasst, sondern es werden vor allem bereits vorhandene Mikroorganismen entfernt. Frische Schnittstellen nehmen überdies das Wasser viel besser auf.

Am wohlsten fühlen sich Rosen in einer Vase mit glatten Wänden, die auch auf der Innenseite ganz glatt sind, wie Glas- oder Porzellanvasen. So wird Bakterienbildung gehemmt. Die Öffnung der Vase sollte den Blumen ausreichend Platz lassen. Stehen sie zu dicht, lassen sie sich nicht so schön arrangieren und fangen eher an zu faulen.

Tipp: Die im Wasser stehenden Blätter unbedingt entfernen. Am besten zimmerwarmes Wasser verwenden, das täglich gewechselt wird. Dabei immer auch die Vase reinigen und die Stängel neu anschneiden. Versprühtes Wasser rund um den Rosenstrauß erhöht die Luftfeuchtigkeit, was der Rose ebenfalls gut tut. Frische Rosen halten so behandelt bis zu 14 Tage in einer Vase.

Rosen im Garten – Pflegetipps

Wer einen Garten sein eigen nennt, hat vielleicht auch die eine oder andere Rose im Garten stehen. Dabei fängt das Gedeihen der Rosen schon mit der Standortwahl an. Am falschen Platz kann es sehr leicht zu Pilzkrankheiten kommen und die Schönheit der Rose ist rasch dahin. Rosen brauchen Luft und Licht, sie lieben die Sonne und benötigen zudem den Wind, der dafür sorgt, dass Morgentau und Regentropfen schnell trocknen. So wird Pilzbefall vermieden.

Der Boden ist bestenfalls humusreich und lehmhaltig, Sandanteile sollten ebenfalls enthalten sein.

Doch auch das richtige Gießen der Rosen ist sehr wichtig. Meistens wird der Wasserbedarf total überschätzt, ein- bis zweimaliges Gießen in der Woche ist auch bei großer Trockenheit ausreichend. Da feuchte Rosenblätter anfälliger für Krankheiten sind, die Rose immer von unten gießen. Mit speziellem Rosendünger, der bis maximal Ende Juli oder Anfang August verwendet werden sollte, werden die Pflanzen mit allem versorgt, was sie für gesundes Wachstum brauchen.

Rosen wollen regelmäßig geschnitten werden. Im Frühjahr werden dabei alle Teile zurückgeschnitten, die geschädigt sind, und zwar bis ins gesunde Holz – auch die verbleibenden Triebe werden bei den meisten Rosensorten gekürzt. Der Sommerschnitt erfolgt dann im Juni oder Juli nach der ersten Blüte. Dabei werden nun alle verblühten Teile entfernt.

Eine gut gepflegte und regelmäßig zurückgeschnittene Rose ist weniger anfällig für Krankheiten, und eine weniger dichte Rose trocknet nach einem Regenguss viel schneller wieder ab.

Rosenschutz im Winter

Im Winter benötigen Rosen einen besonderen Schutz, da sie frostempfindlich sind. Eine bestimmte Methode, das sogenannte Anhäufeln, hat sich dabei besonders bewährt. Um Rosen frostsicher zu machen, wird lockere Erde um den Strauch herum in Form eines Haufens von 15 bis 20 Zentimeter Höhe gegeben. So werden die unteren Knospen vor Frost geschützt. Rosenstämmchen oder Kletterrosen wiederum werden am besten komplett eingepackt – dafür eignen sich Jute, Frostschutzvlies oder Sackleinen.

Und so lassen sich Rosen vermehren

Rosen zu vermehren ist an sich gar nicht so schwer. Eine einfache Methode, die auch Laien ganz leicht umsetzen können, ist die Stecklingsvermehrung. Diese Methode ist besonders für Strauch-, Bodendecker- und Kletterrosen anwendbar. Im August ist der beste Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung. Einjährige, verholzte Triebe eignen sich besonders.

Von einem solchen Trieb wird einfach ein Beistift langer Steckling abgeschnitten. Die Spitze des Triebes und eventuell auch die Blüte werden abgetrennt, und zwar ein paar Millimeter über einem gut gewachsenen Blatt. Unten wird der Steckling einige Millimeter unter einer Knospe oder einem Blatt gekürzt. Nun werden die Stecklinge an einem schattigen Platz im Garten eingepflanzt – am besten in lockere, humusreiche Erde.

Eine kleine Handschaufel ist dabei sehr hilfreich. Die Schnittstelle sollte in Bewurzelungspulver getaucht werden, so wachsen die neuen Wurzeln schneller und kräftiger. Die Stecklinge werden bis unterhalb des Blattansatzes einfach in die Erde gesteckt. Mit kleinen Etiketten versehen können die Rosen später besser unterschieden werden. Jetzt nur noch kräftig angießen, mit einem Folientunnel abdecken und gleichmäßig feucht halten.

Im nächsten Frühjahr treiben die Stecklinge dann normalerweise. Damit sich die neuen Pflanzen schön verzweigen, sollten die neuen Triebe mehrmals entspitzt werden.

Bis zum Herbst sind die neuen Pflanzen dann so weit, dass sie an ihren Platz im Garten verpflanzt werden können.

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Der Garten im Frühjahr – Tipps zum Start in die Saison

Immer öfter sind die Winter in deutschen Gefilden besonders mild. Sonnenschein und Temperaturen um die zehn Grad locken Gartenfans an die frische Luft.

Schon im Januar lässt sich das Gartenparadies zum Leben erwecken. Neben der Gartenplanung für das Frühjahr und der Wartung aller Gartengeräte stehen die Pflege von Gewächsen, die Vorbereitung von Beeten und das Pflanzen von Winterblühern auf dem Programm. Auch zu Jahresbeginn gibt es für Gartenliebhaber immer etwas zu tun. Der Garten im Januar – Tipps zum Start in die Saison.

Pflanzzeit für Weihnachtsbaum und Winterjasmin

Häufig ist der Boden bereits im Januar frostfrei. Der ideale Zeitpunkt, um Weihnachtsbäume in Töpfen in den Garten zu verfrachten. Ein Weihnachtsbaum mit Wurzelballen sollte jedoch vor dem Auspflanzen ein paar Tage in die Garage gestellt werden, damit der Temperaturschock dem Tannenbaum nicht schadet. In vielen deutschen Regionen können Weihnachtsbäume schon Anfang Januar in den Garten umziehen. Auch Winterblüher lassen sich bei offenen, lockeren Böden setzen. Besonders schön ist der Winterjasmin, der üppig blüht, wenn der Frost ausbleibt. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fallen die Blüten zwar ab, doch zarte Knospen sprießen schnell nach.

Vorbereitung der Beete und Pflege von Gehölzen

An Tagen ohne Frost kann der Gartenfreund mit der Vorbereitung der Beete beginnen. Beete freuen sich im Winter über eine Portion Kompost, Rosen fühlen sich wohl, wenn sie am Fuß mit einer dünnen Schicht abgelagertem Mist bedeckt werden. Auch Immergrüne brauchen im Januar Pflege, vor allem bei starker Sonneneinstrahlung. Mit Zeitungspapier oder Abdeckhauben lassen sich die Kronen optimal schützen. Ist der Boden gefroren, benötigen besonders die Gehölze an der Südseite Schatten, sonst beginnen die Blätter zu tauen. Da die Wurzeln jedoch bei Frost keine Flüssigkeit aus dem Boden ziehen können, muss bei Schattenmangel zusätzlich gegossen werden. Bei Obstbäumen wird im Januar Kalk an die Baumstämme gestreut, um die Gehölze vor schwankenden Temperaturen und Verletzungen der Rinde zu schützen.

Schnee und Laub entfernen

Falls Schnee liegt, sollten Koniferen und Hecken von der weißen Pracht befreit werden, sonst können Äste und Zweige Schaden nehmen. Thujen reagieren auf Schneelasten besonders empfindlich und klaffen auseinander. Hilfreich sind Bastmatten, die um die Pflanzen gewickelt und an Pfählen befestigt werden. Schneit es nicht, ist es Zeit, das letzte Laub vom Rasen zu entfernen, denn feuchte Laubansammlungen können schimmeln und den darunterliegenden Rasen schädigen. Faulendes Laub und Lichtmangel erhöhen die Gefahr, dass sich auf dem Rasen Schneepilz bildet. Im Januar kann der Gartenliebhaber wenig gegen den Pilzbefall tun, denn der Boden muss erst über längere Zeit frostfrei sein. Im Frühjahr ist die richtige Zeit, um neuen Rasen zu säen. Auch Streusalz fügt Hecken, Sträuchern und Beeten Schaden zu, wenn das Salz über das Grundstück in den Boden gelangt und in die Wurzeln eindringt. Sobald der Boden komplett aufgetaut ist, sollten Gartenfreunde Gehölze und Beetpflanzen reichlich gießen, weil das Wasser für das Ausschwemmen der Salze sorgt.

Kontrolle der Gartengeräte

Der Januar ist der optimale Monat, um die Gartengeräte einer genauen Kontrolle zu unterziehen. Arbeitet die elektrische Heckenschere einwandfrei? Ist die Gartenschere noch scharf genug? Hat der Spaten noch genügend Stabilität? Sind alle Geräte in Schuss, kann die Vermehrung von blühenden Sträuchern wie Holunder, Forsythien oder Zierjohannisbeeren beginnen.

Vermehrung von Blütensträuchern

Das Vermehren gelingt mit verholzten Stecklingen. Es sollten nur starke, mindestens ein Jahr alte Triebe aus der Strauchmitte geschnitten werden. Mit einer Gartenschere können die Steckhölzer in schmale Triebstücke unterteilt werden. Jeweils am oberen und unteren Ende der Stecklinge sollte sich eine Knospe befinden. Die Stecklinge gedeihen am besten in humusreichem Boden und an einem geschützten Platz mit viel Schatten. Im Frühjahr beginnen die Knospen zu treiben. Es wachsen neue Blütensträucher, die im nächsten Frühling oder Herbst an einer geeigneten Stelle eingepflanzt werden können.

Rückschnitt von Sträuchern

Wer einen Haselnussstrauch im Garten hat, sollte ihm auch im Januar ein wenig Pflege angedeihen lassen. Diese Strauchsorte verträgt auch im Winter einen Rückschnitt. Wichtig ist, dass der Haselnussstrauch nicht zu viele Haupttriebe hat. Etwas sechs bis acht Triebe sind ideal. Ältere Zweige und windschiefe Bodentriebe sollten möglichst vor der Blütezeit im Februar entfernt werden. Der Januar ist also der perfekte Zeitpunkt. Haselnusssträucher blühen erst, wenn sehr viel Licht vorhanden ist. Gartenfreunde sollten deshalb darauf achten, dass die Haselzweige nicht zu dicht wachsen. Die Hallersche Riesennuss oder die Lambertsnuss sind beliebte Sorten. Auch Sträucher wie Mahonie und Winterschneeball stehen bei Gartenliebhabern hoch im Kurs

Gitter und Bögen für Kletterpflanzen erneuern

Im Winter wachsen und blühen Kletterpflanzen nicht, deshalb eignet sich der Januar besonders gut, um Gitter und Bögen auf Beschädigungen zu überprüfen, bei Bedarf zu ersetzen oder in der bevorzugten Farbe zu streichen. Die Triebe von Kletterpflanzen können in den Wintermonaten zurückgeschnitten werden. Etwa fünf kräftige Pflanzentriebe sollten bestehen bleiben. Die Kletterpflanzentriebe lassen sich leicht lösen. Jetzt können Rosenbögen oder Efeu-Gitter leicht ausgetauscht oder wieder instand gesetzt werden. Im Abschluss an die Ausbesserungsarbeiten ziehen Gartenfreunde die Haupttriebe wieder vorsichtig durch die Gitteröffnungen oder winden sie um die Bögen.

Alpenveilchen vor eisiger Kälte schützen

Ist der Winter mild, blühen Frühlings-Alpenveilchen etwa Ende Janura in ihrer ganzen Pracht. Treiben die Knospen der Alpenveilchen aus, vertragen sie keine kalten Temperaturen, die im Bereich von minus zehn Grad liegen. Besonders gefährdet sind die zarten Primelgewächse, wenn kein Schnee fällt und eine isolierende Schutzschicht bildet. Ist eine Kälteperiode im Anmarsch, müssen Alpenveilchen vor eisigen Temperaturen geschützt werden. Bewährt haben sich Vlies-Schutzhüllen mit Kunststoffoberflächen, die das beliebte Gewächs vor Nässe, Wind und Kälte schützen.

Saatgut für den Frühling auswählen

Echte Gartenfans lieben den Januar und stöbern in den neusten Gartenkatalogen. Am knisternden Kaminfeuer kann in aller Ruhe das neue Saatgut für den Frühling ausgewählt werden. Wer noch Saat aus dem Vorjahr besitzt, kann sie im Frühjahr noch aussäen. Besonders keimfähig sind hochwertige Qualitätssaaten, die bei trockener Lagerung sehr lange haltbar sind. Gemüsesaatgut wie Kohlrabi oder Kopfsalat kann Ende Februar im Kleingewächshaus ausgesät werden. Wollen Gartenfreunde Jungpflanzen heranziehen, muss die Aussaat von Kopfsalat etwa Mitte Januar erfolgen, Rettich kann Ende Januar im Kleingewächshaus gezogen werden. Die Temperaturen im Gewächshaus sollten bei circa 20 Grad liegen. Beheizbare Vermehrungsbeete für Gewächshäuser eignen sich besonders gut zur Aussaat.

Blumenzwiebeln – Tipps für eine reichhaltige Pracht

Schöne Blumen im Garten, das wünschen sich alle Hobbygärtner. Gerade Blumenzwiebeln versprechen dabei einen großen Erfolg bei relativ geringem Arbeitseinsatz.

Allerdings – ganz ohne das richtige Know-how geht es auch bei den Blumenzwiebeln nicht. Hier ein paar Tipps, wie eine wahre Blütenfülle erreicht werden kann.

Mit Blumenzwiebeln Blütenpracht das ganze Jahr

Blumenzwiebeln gibt es in vielfältiger Auswahl. Kleine Blüten, große Blüten, ganz bunte Blüten, die Klassiker, wie Tulpen oder Narzissen, oder die Exoten wie die Kaphyazinthe oder Sterngladiole. Vor allem aber gibt es die Blütenpracht vom Frühjahr bis zum Winter, angefangen bei den Schneeglöckchen, die ihre kleinen weißen Blüten schon vor Frühlingsbeginn hochrecken, bis hin zu Amaryllis und Christrose, die im Winter erblühen. Hier entscheidet wirklich nur der persönliche Geschmack.

Die Auswahl von Standort und Erde

Zwiebelpflanzen bevorzugen einen durchlässigen Boden – auch dann, wenn sie in Schalen oder Töpfen gesetzt wurden. Die meisten Blumenzwiebeln wünschen dabei einen sonnigen Standort. Ist der Gartenboden etwas schwerer, kann sie mit Feinsplit oder Sand aufgelockert werden. Auch Kies oder Feinsand sind dafür geeignet. Durch die Beimischung von Sand oder kleinen Steinchen wird die Erde durchlässiger, die bei Blumenzwiebeln unbeliebte Staunässe wird dadurch vermieden.

Blumenzwiebeln und der richtige Zeitpunkt zum Setzen

Gartenfachleute weisen stets darauf hin, dass Blumenzwiebeln von September bis zum ersten Frost gesteckt werden können. Wer aber zu lange wartet, riskiert, dass die Blumenzwiebeln nahezu unbewurzelt überwintern und dann wesentlich frostempfindlicher sind. Später als Mitte Oktober sollten die Zwiebeln daher also nicht in die Erde gebracht werden, wenn im Frühjahr eine wirklich tolle Blumenpracht erscheinen soll.

Zwiebelblumen, die später im Jahr blühen, haben in der Regel etwas andere Steckzeitpunkte. Herbstblumen sollten beispielsweise im August bis spätestens Anfang September gesteckt werden.

Wie die Zwiebeln richtig gesteckt werden

Wer schon beim Kauf der Zwiebeln auf eine gute Qualität der Produkte achtet, hat später doppelt Freude. Schöne große Blumenzwiebeln ergeben letztendlich auch schöne große Blüten. Um eine zeitlich ausgedehnte Blütenpracht im Garten zu haben, empfiehlt es sich, auf die jeweiligen Blühzeitpunkte zu achten und Zwiebeln mit unterschiedlicher Blütezeit zu mischen.

Bei den Blumenzwiebeln ist es sehr wichtig, sie in der richtigen Pflanztiefe zu stecken. Als Faustregel gilt: Die Pflanztiefe sollte etwa doppelt so groß sein, wie die Blumenzwiebel dick ist. So hat die Pflanze genügend Zeit, um im geschützten Boden schon kräftig zu wachsen. Wer ein besonders natürliches Blütenbeet möchte, der sollte die Pflanzen nicht zu gleichmäßig im Boden verteilen, denn dadurch entsteht der Eindruck von Zufälligkeit. Da Blumenzwiebeln ein gefundenes Fressen für Wühlmäuse sind, empfiehlt sich zudem, beim Einpflanzen beispielsweise engmaschigen Draht zu verwenden. Im Handel gibt es allerdings auch vorgefertigte Körbe, die dann einfach in den Boden gestellt und mit den Blumenzwiebeln gefüllt werden.

Was wird entfernt nach der Blüte?

Damit Blumenzwiebeln immer wieder Freude bereiten, und zwar immer wieder in großer Pracht, sollten auch nach der Blüte ein paar Dinge beachtet werden. Es sieht vielleicht nicht mehr so schön aus, aber auf jeden Fall bringt es viel Kraft in die Blumenzwiebel zurück, wenn die Blätter nicht gleich nach der Blüte entfernt werden. So kann die Blumenzwiebel Kraft für das nächste Jahr und die nächste Blüte sammeln. Zur Unterstützung sollte in dieser Zeit, solange die Blätter noch grün sind, auch unterstützend gedüngt werden. Hierfür ist Kompost sehr gut geeignet. Die Blätter werden am besten erst dann entfernt, wenn sie wirklich schon welk sind und sich ganz leicht von der Pflanze entfernen lassen.

Genauso bleiben auch die Blütenstängel bestenfalls stehen, bis sie verwelken. Was unbedingt jedoch direkt nach der Blüte entfernt werden sollte, sind die Blüten selbst zusammen mit den Fruchtansätzen. Denn wenn die Früchte heranreifen, kosten sie die Pflanze sehr viel Kraft und die Blütenpracht fürs nächste Jahr ist dahin. Blumenzwiebeln brauchen diese Fruchtstände nicht, um sich zu vermehren. Gut genährte Pflanzen bilden sogenannte Tochterzwiebeln, die bei entsprechender Größe ebenfalls anfangen zu blühen.

Blütenpracht auch für Fensterbank und Balkon oder Terrasse

Doch, was ist, wenn man keinen eigenen Garten hat? Muss dann auf die schönen Frühjahrsblüher verzichtet werden? Nein – Blumenzwiebeln sind auch hervorragend für die Aufzucht in Topf oder Schale geeignet. So sorgen die Frühblüher auch auf dem Balkon schon für Frühlingsgefühle.

Doch auch in diesem Fall gibt es ein bisschen was zu beachten, um die Blütenpracht auf dem Balkon zu erhöhen. Beispielsweise können für eine besonders üppige Blühpracht Tulpenzwiebeln und Narzissenzwiebeln übereinander gepflanzt werden. Wenn es dann zu sprießen und blühen anfängt, entsteht ein herrlich bunter Blütenteppich. Beim Stecken in Töpfen kann also ruhig ein sehr geringer Abstand gewählt werden. Trotzdem sollte so viel Abstand bleiben, dass die Blumenzwiebeln sich nicht berühren.

Die Blumenzwiebeln müssen nach dem Abblühen jedoch keinesfalls entsorgt werden. Nach der ersten Blüte können sie einfach den Garten verpflanzt werden, denn auf Dauer wird es doch etwas eng in einer Pflanzschale oder einem Blumentopf. Ist kein eigener Garten vorhanden, so können die Zwiebeln verschenkt werden.

Blumenzwiebeln im Winter

Ganz besonders empfindliche Sorten sollten nicht im kalten Boden bei Frostgefahr überwintern. Ausgegraben und an einem frostfreien Ort in einer Holzkiste trocken gelagert, können die Blumenzwiebeln sicher den Winter überstehen. Aber auch die etwas robusteren Sorten brauchen ein bisschen Unterstützung im Winter, damit der Frost ihnen nichts anhaben kann. Dazu kann die Erde beispielsweise mit Mulch oder ähnlichem Material abgedeckt werden.

Blütenpracht auch für die Vase

Insbesondere Tulpen und Narzissen sind im Frühjahr natürlich ein gern gesehenes Give-away, bringen sie doch Farbe und den Frühling ins Haus, helfen, den Winterblues zu vertreiben. Wer wirklich lange Freude an seinen Blumen in der Vase haben möchte, achtet aber darauf, was in der Nachbarschaft steht. Eine Obstschale beispielsweise kann die Tulpen ganz schnell welken lassen, da Obst immer das Reifegas Ethylen ausströmt. Auch Wärmequellen, wie ein Kamin oder ein Ofen, sind schlecht für die Blütenpracht.

Damit die Tulpen das Wasser aus der Vase wirklich gut aufnehmen können, dürfen sie nicht mit der Schere geschnitten werden. Die Stiele werden bestenfalls mit einem scharfen Messer gekürzt, sodass die empfindlichen Leitungsbahnen in den Stielen nicht verletzt werden. Tulpen wachsen übrigens in der Vase weiter, kurios aber wahr. Damit sie nicht zu schnell in die Höhe schießen, hilft ein kleiner Trick. Das Blumenwasser sollte nicht gewechselt, sondern nur aufgefüllt werden.

Auf diese Weise bleibt der Nährstoffgehalt im Wasser fast konstant, die Tulpen bleiben länger frisch und streben nicht nach oben. Und jetzt noch ein kleiner Tipp zum Abschluss: Da die Tulpenstiele trotz aller Tricks zumindest ein klein wenig weiterwachsen, besteht sehr leicht die Gefahr, dass sie abknicken und die Tulpenköpfe dann schlaff herunterhängen. Dies kann mithilfe von Spaghetti vermieden werden. Dazu wird eine rohe Spaghettinudel von oben durch die Blüte geschoben bis in den Stiel hinein. Sehr vorsichtig, damit nichts verletzt wird.