Spargel (Asparagus)

Der Spargel

Spargel gehört zu der Familie der Lilienähnlichen Gewächsen. Er bildet aber in dieser Klasse eine eigene Ordnung.  Er ist eine mehrjährige Staude, wobei nur der Wurzelstock unter der Erdoberfläche überwintert.

Die Gattung des Spargels umfasst ungefähr 300 Arten. Auf den verschiedenen Kontinenten gibt es unterschiedliche  Spargelsorten. Davon sind 15 Arten in Europa zu Hause.Der Ursprung des Spargels liegt in an der Südspitze Afrikas. Selbst in der Antike bei den Ägyptern, Römern und Griechen war der Spagel als Gemüse sehr gefragt. Er wurde dort auch als Heilpflanze verwendet.

Pflanzzeit

Die Pflanzen werden im März eingesetzt. Doch es ist wichtig, dass das Beet im Herbst  dementsprechend vorbereitet wird. Es sollte 2 Spaten tief umgegraben werden. Im Frühjahr wird dann der Graben angelegt. Der sollte mindesterns 40 cm Zentimeter tief  und 50 cm breit sein. Die Erde sollte gut mit Kompost und Steinmehl vermischt werden. Das ist gut für das Gedeihen der Spargelpflanzen. Danach legt man in einem Abstand von 40 -50 cm kleinere Hügel an. Darauf werden die Spargelpflanzen gesetzt. Die Wurzeln bedeckt man dann mit Erde, die Erde sollte leicht angehäufelt werden. Den Graben füllt man nicht mit Erde auf. Nachdem der Spargel gesetzt wurde, muss gut gegossen werden.

Standort

Damit der Spargel gut gedeiht, sollte der Boden sandig bis sandig-lehmig sein. Weiterhin sollte der Platz windgeschützt und voll sonnig sein.

Pflege

Das Beet sollte im ersten Sommer offen gehalten werden. Wichtig ist, dass Unkraut entfernt wird und die Pflanzen genügend feucht gehalten werden. Dann schneidet man im Herbst das Spargelgrün ab. Man entfernt dann im Frühjahr des nächsten Jahres die abgewelkten Stängel. Eine Portion Kompost sollte dann gegeben werden. Dann verteilt man nach und nach den Aushub auf dem Spargelbeet. Das Spargelgrün wird im Spätherbst wieder abgeschnitten.

Der Frühling des dritten Jahres bringt die ersten Sprossen hervor.  Jetzt muss das Spargelbeet ungefähr 30 bis 40 cm hoch mit Erde angehäufelt werden und die Oberfläche wird glatt geklopft. Das ditte Jahr bringt auch die erste Spargelernte.

Ernte

Der Anfang der Spargelernte hängt zum  Großem und Ganzem von der Witterung ab und zwar von der Temperatur des Bodens.

Im   Allgemeinem fängt die Spargelernte im April an und endet so um den 24. Juni. Der angebaute Grünspargel kann etwas eher geerntet werden. Er lässt sich auch leichter ernten, da er ebenerdig wächst. Die Stangen werden bei einer Länge von 20 cm mit einem scharfen Messer dicht unter der Bodenoberfläche abgeschnitten.  Ist das Wetter sehr warm, sollte der Grünspargel täglich geerntet werden.

Den weißen Spargel erntet man zweimal am Tag und zwar frühmorgens und nachmittags. Für die Ernte bzw Stechen des Spargels benötigt man das richtige Werkzeug. Ein Spargelmesser zum Ernten und eine Spargelkelle zum Glattstreichen des Bodens.

Geerntet wird, wenn die Auswürfe im Spargelbeet kleine Risse aufweisen. Da der Spargel unter der Erde sitzt, wird er vorsichtig frei gelegt und dann gestochen. Die entstandenen Löcher müssen wieder mit Erde aufgefüllt und mit der Spargelkelle glatt gestrichen werden. Es muss darauf geachtet werden, dass der Spargel beim Ernten nicht zu dicht am Wurzelstock gestochen wird, weil er dann bitter schmeckt.

Krankheiten des Spargels

Wichtig ist zu wissen, dass es beim Wiederanbau des Spargels Probleme geben kann. Es sollte unbedingt beachtet werden, dass bei der Standortwahl nicht Spargel direkt nach Spargel gepflanzt werden sollte. Ein Fruchtwechsel ist unbedingt erforderlich. Der neu angepflanzte Spargel würde verminderte Erträge einbringen. Es kann sein, dass auf wiederbebaute Flächen die Wurzeln des Spagels stark von Schimmel befallen werden. Die Seitenwurzeln können faulig sein.

Verwendung des Spargels

Der Spargel ist nicht nur ein kulinarischer Genuss. Er besitzt auch eine gewisse Heilwirkung. Seine Inhaltssoffe wie Kalium, Vitamin A und in kleineren Mengen Natrium, Calcium, Mgnesium, Eisen, Phosphor und auch B-Vitamine haben eine positive Wirkung auf den Körper. Weiterhin enthält er Proteine, wenig Fett und Kohlehydrate.

Spargel wirkt harntreibend, entwässernd und regt die Nierentätigkeit an. Durch die vermehrte Harnausscheidung werden vermehrt Gift- und Schlackenstoffe aus geschieden. Die Funktion von Leber, Nieren und Lunge wird indirekt vom Spargel unterstützt. Er ist sehr kalorienarm und eignet sich demzufolge  gut für eine Diät.

Allerdings wer zu Nierensteinen und erhöhten Harnsäurewerten neigt, sollte den Arzt befragen, ob der Genuß von Spargel angebracht ist

Zucchini(Cucurbita pepo)

Die Zucchini

Die Zucchini gehört zu der Familie der Kürbisgewächse. Sie ist eine einjährige krautige Pflanze und wächst kriechend bis etwa 1-1,5 Meter. An der Pflanze sitzen männlich und weibliche Blüten.

Die Früchte sind Gurkenförmig und in der Farbe von gelblich meliert bis dunkelgrün.

Von der Herkunft kann man sagen, dass Kürbissorten in Mexiko schon seit etwa 7.000 v. Chr. angebaut werden. Der Kürbis kam nach der Entdeckung Amerikas nach Europa. So ist die Zucchini eine Art des Kürbis und die Heimat ist Nordamerika.

Besonders in den Mittelmeerländern, vor allem in  Italien, wird die Zucchini sehr viel als Gemüse verwendet.

Standort

Der Boden sollte locker und Humusreich sein. Eine Zugabe von Kompost ist empfehlenswert.

Da diese Pflanzen Wärme mögen, ist ein sonniger Platz im Garten angebracht.

Die Zucchini benötigt viel Platz, was bei der Standortwahl berücksichtigt werden muss. Die Blätter werden sehr groß.

Die Pflanzen sollten in einem Abstand von mindestens 80 cm gepflanzt werden.

Aussaat

Die Pflanzen können Mitte April auf der Fensterbank vorgezogen werden. Hierzu legt man je 3 Samen in 10 cm große Töpfe mit Anzuchterde. Nach 7-14 Tagen kappt man die schwächsten Pflanzen. Die kräftigsten Pflanzen werden an einen hellen Platz weiter gezogen.

Wichtig ist, dass die Anzucht nicht vor April erfolgen sollte. Die Pflanzen werden sonst zu früh groß. Ausgepflanzt ins Freie werden sie nach den Eisheiligen, Mitte Mai. Es kann aber auch Mitte Mai eine direkte Saat ins Freiland erfolgen.

Es reichen 2-3 Pflanzen für einen 4-Personen-Haushalt.

Pflege

Es ist darauf zu achten, dass die Pflanzen regelmäßig gegossen und auch mit Kompost versorgt werden. Für ein gutes Gedeihen ist eine Nährstoff- und Humusreiche Erde wichtig. Zeigen sich die ersten Fruchtansätze, dann regelmäßig gießen.

Wird eine Mulchschicht aus Stroh um die Pflanzen gelegt, dann bleibt der Boden gleichmäßig feucht. Außerdem wird auch die Zucchinifrucht durch die Mulchschicht vor zu viel Feuchtigkeit geschützt. Das Resultat ist, dass die Früchte nicht faulen.

Ernte

Ernten sollte man Sorten, die lange und schmale Früchte haben, wenn diese ca. 15 cm groß sind. Größer sollten die Früchte nicht sein, da diese dann an Geschmack verlieren. Werden die Zucchini zu groß, werden sie holzig.

Die ersten Zucchini können nach 6-8 Wochen gepflückt werden.

Es sollte regelmäßig geerntet werden. Erntet man die Früchte zu spät bzw. wenn sie zu groß werden, wird die Ertragskraft der Pflanze beeinträchtigt. Durch eine regelmäßige Ernte bilden sich immer wieder neue Blüten, die sich dann schnell zu Früchten ausbilden.

Schädlinge

Sind die jungen Zucchinipflanzen im Freien, sollte morgens und abends die Pflanze auf Schneckenbefall kontrolliert werden. Sind die Pflanzen größer, sind die Blüten und Früchte gefährdet.

Tomaten (Lycopersico esculentum)

Tomaten

Ursprünglich kommen die Tomaten aus Südamerika und zwar aus den Anden.

Die erste Tomate wurde 1498 von Columbus nach Europa gebracht.

Im 16. Jahrhundert kultivierten die Italiener die Tomatenpflanzen. Von dort kamen die Tomaten immer weiter in Richtung Nordeuropa. In Deutschland wurde dann 1890 mit dem erwerbsmäßigen Anbau von Tomaten begonnen.

Heute kann man sagen, dass die Tomate im Verzehr von Gemüse an erster Stelle liegt. Die meisten Tomaten werden nach Deutschland importiert.

Aussaat

Das Vorziehen der Pflanzen sollte in der zweiten Märzhälfte in Töpfen bei Zimmertemperatur erfolgen. In den ersten zwei Wochen sind noch genügend Nährstoffe im Substrat enthalten. Danach sollte man die Sämlinge leicht düngen. Dazu eignet sich ein stark verdünnter Flüssigdünger auf Melasse-oder Tresterbasis.

Benutzt man ungebeiztes Saatgut, dann sollte der Samen vor der Aussaat  vorbehandelt werden. Dazu nimmt man einen Kaltwasserauszug von Knoblauch.

Der Auszug wird wie folgt hergestellt:

100 g klein geschnittener Knoblauch auf 1 Liter Wasser. Dabei ist zu beachten, dass der Knoblauch im Wasser nicht länger als 1 Stunde ziehen soll.

Der Samen wird dann in ein Gazesäckchen gegeben und dann 15 Minuten in diesen Aufguss gehangen. Danach den Samen auf Zeitungspapier trocknen lassen, aber direkte Sonneneinwirkung vermeiden.

Am nächsten Tag sollte der Samen dann ausgesät werden.

Mit der Behandlung von diesem Auszug verbessert sich die Keimfähigkeit und es wird Pilzkrankheiten (z.B. Krautfäule) vorgebeugt.

Erscheinen die ersten richtigen Blätter (nicht die Keimblätter) werden die Pflänzchen mit einem Abstand von 3-5 cm pikiert.

Die pikierten Jungpflanzen sollten rechtzeitig abgehärtet werden, im Frühbeet oder unter Folienschutz . Ins Gewächshaus können sie ab April gesetzt werden-

Tomatenpflänzchen müssen kräftig und gedrungen wachsen.

Das Auspflanzen ins Freiland sollte erst ab der 2. Maiwoche erfolgen, da Tomaten keinen Frost vertragen.

Standort

Tomaten  benötigen einen nährstoffreichen Humusboden und viel Feuchtigkeit. So sollte man im Herbst in den Boden Mist oder Frischkompost einarbeiten. Sehr gut ist auch, wenn der Boden durch Gründüngung vorbereitet wird.

Gesund bleiben Tomaten,  wenn der Boden mit ihren eigenen Abfällen gedüngt wird. Allerdings ist dabei die Voraussetzung, dass die alten Pflanzen und Blättern gesund waren. Kranke Pflanzen gehören natürlich in den Hausmüll. An den Abfällen haften meistens noch Pilzsporen, die dann zu einer erneuten Erkrankung der Pflanzen fürhren können.

Brennnesselblätter sind auch für Tomaten gut, da sie den Boden vor dem Austrocknen bewahren.

Tomaten benötigen den wärmsten Standort im Garten.  Der beste Platz wäre vor Südwänden, wo die Sonnenwärme zurückgestrahlt wird. Tomaten benötigen viel Sonne und Schutz vor Regen.

Die Pflanzen sollten tief und möglichst schräg gesetzt werden. So können sich vom Stängel aus noch neue Wurzeln entwickeln. Falls die Keimblätter noch vorhanden sind, sollten diese entfernt werden. Die Tomatenpflanze wird dann bis 5 cm unter die ersten echten Blätter eingepflanzt. Sollte der untere Teil zu lang sein, dann kann man ihn zur Seite biegen und seitlich einpflanzen. An diesen langen unterirdischen Stängel bilden sich Wurzeln und die Pflanze wächst kräftig.

Sind die Pflanzen sehr lang, dann kann man alle Blätter bis auf das obere Blattpaar entfernen und setzt sie bis 10 cm unter diesem Blattpaar ein.

Gepflanzt wird mit einem Pflanzenabstand von 50-60 cm.

Pflege

Fast alle Sorten benötigen einen Rankstab. Der Mitteltrieb der Pflanze wird an diesen Stab aufgeleitet.

Wichtig ist auch, dass die Pflanzen regelmäßig ausgegeizt wird. Das sollte mindestens einmal die Woche erfolgen. Durch das Entfernen der Seitentriebe in den Blattachseln wird die Blütenbildung und auch der Fruchtansatz verbessert.

Tomaten müssen reglmäßig gegossen werden. An heißen Sommertagen ist ein Gießen jeden Tag erforderlich. Wird unregelmäßig gegossen, dann platzen die Früchte leicht auf.

Man sollte großflächig gießen, damit auch die flachen Wurzeln Nährstoffe aufnehmen können.  Morgens ist die günstigste Zeit zum Gießen, da die Pflanzen dann gut abtrocknen können, falls einmal Wasser auf die Blätter gekommen ist.

Wichtig für den Ertrag und Aroma ist eine regelmäßige Düngung, einmal die Woche.

Sehr gut sind kalireiche Beinwellblätter und die klein geschnittenen Geiztriebe als Bodendecker rund um die Pflanze. Werden Tomaten regelmäßig mit Beinwelljauche gedüngt, gedeihen sie prächtig.

Alle Blätter in Bodenhöhe sollten bis zu einer Höhe von 30 cm entfernt werden. Haben sich vier bis fünf Rispen mit Blüten gebildet, sollte der Haupttrieb der Pflanze ausgekniffen werden. Es reifen meistens in unseren Sommern nicht mehr Früchte nach. Die Pflanze kann somit ihre Kraft auf die bestehenden Fruchtstände konzentrieren. Das gilt aber nicht für Buschtomaten oder Wildtomatensorten.

Sollten die Pflanzen nicht im Freien stehen, müssen sie ab und zu leicht gerüttelt werden, da Tomaten Selbstbestäuber sind.

Erntezeit

Mitte Juli bis Mitte Oktober

Krankheiten

Früchte können platzen, wenn sie nicht regelmäßig gegossen werden.

Krautfäule ist eine große Gefahr für die Tomatenernte. Um dies vorzubeugen, ist das Spritzen mit einem Schachtelhalmabsud empfehlenswert. Auch die Beigabe von Schachtelhalmjauche zum Gießwasser ist angebracht.

Der Knoblauchabsud wird hergestellt aus einer Handvoll Knoblauchzehen und das mit einem 1 Liter kochendem Wasser aufgießen. Das ganze 1 Stunde stehen lassen und dann abseihen. Die schon befallenen Blätter sofort entfernen und entsorgen, aber nicht auf den Kompost.