Kochen mit dem Dutch Oven

Das Kochen mit dem Dutch Oven birgt einen Hauch von Abenteuer in sich. Es findet im Freien und auf dem offenen Feuer statt und lässt sich durch Ausprobieren sowie gemachten Erfahrungen stets verbessern. Mit dem Kochgerät lassen sich gesunde und schmackhafte Speisen unterschiedlicher Art zubereiten. Dazu gehören Fleisch, Fisch, Gemüse, Suppen, Soßen und sogar Backwaren. Hier erfahren Sie, was ein Dutch Oven ist, wie Sie ihn verwenden und pflegen.

Der Dutch Oven ist ein ganz besonderer Topf

Die Bezeichnung „Dutch Oven“ heißt zu deutsch „Holländischer Ofen“. Die Herkunft ist heute nicht mehr genau nachvollziehbar, doch der Name weist auf das Land Holland hin.

Bei dem Oven handelt es sich um einen schweren Gartopf aus Gusseisen, mit dem die Speisen auf offenem Feuer und unter freiem Himmel zubereitet werden. Für die Befeuerung hat sich die ausschließliche Verwendung von Holzkohlebriketts bewährt. Das Heizmaterial sorgt für eine ausdauernde Brennleistung und gleichmäßige Gluthitze. Allerdings ist dabei wichtig, dass die glühenden Kohlen auf dem Deckel sowie unter den Topf richtig verteilt werden. Auf diese Weise findet eine gleichmäßige Entwicklung von Ober- sowie Unterhitze im Oven statt, und eine gleichmäßiger Garprozess ist gewährleistet.

Verschiedene Sorten von Dutch Oven stehen zur Auswahl

Ein brauchbarer und stabil gearbeiteter Dutch Oven besteht aus einem rundherum einheitlich starken und rostfreien Gusseisen. Die Form ist harmonisch rund. Am Boden befinden sich mindestens drei fest installierte Standbeine und an den Seiten zwei handliche Henkel. Der Deckel sitzt perfekt auf dem Topf, ohne zu wackeln und ohne eine Lücke zu lassen. Dadurch bleiben die Hitze und der Dampf beim Kochen im Oven und bei den Speisen. Außerdem lässt er sich mit einem Henkel leicht drehen sowie ab- und aufsetzen. Der obere Rand des Topfes ist etwas erhöht und garantiert auf diese Weise die sichere Platzierung der heißen Briketts.

Der Handel bietet eine brauchbare Auswahl von Geräten an. Diese unterscheiden sich hauptsächlich in der Größe voneinander. Der Durchmesser eines Topfes wird in dem Maß Zoll angegeben, wobei 1 Zoll 2,54 Zentimeter misst. Es gibt Töpfe mit 10 Zoll, 14 Zoll und 16 Zoll. Entscheiden Sie sich beispielsweise für einen Dutch Oven mit 10 Zoll, möchten Sie Speisen mit einem Gesamtvolumen von 3 Litern zubereiten. Diese Menge reicht in der Regel für zwei bis drei Personen aus. Entscheiden Sie sich stattdessen für das nächstgrößere Exemplar mit 12 Zoll Durchmesser, planen Sie ein Volumen von 6 Litern und eine Verköstigung für 4 Personen ein.

Zum Topf dazu ist nützliches Zubehör erhältlich. Die Anschaffung ist ratsam, da es das Kochen deutlich erleichtert, den Topf schont und der Sicherheit dient:

– Eine Zange zum Setzen und Bewegen der glühenden Briketts.

– Eine hitzebeständige Unterlage zum Abstellen des heißen Topfes neben dem brennenden Feuer.

– Ein Holzlöffel zum Umrühren der Speisen, ohne dabei die Schutzschicht im Innenbereich des Topfes zu beschädigen.

– Je nach schwere des Deckels, kann ein Deckelheber beim sicheren Bewegen des heißen Deckels helfen.

– Grillhandschuhe für den Schutz der Hände.

Den Oven aktivieren

Bevor Sie mit dem Dutch Oven das erste Mal kochen, benötigt er eine sorgfältige Reinigung und muss eingebrannt werden. Mit der Reinigung entfernen Sie noch alle etwaigen Schadstoffe und Schmutz, welche durch die Herstellung noch vorhanden sein können. Das Einbrennen dient dem vollständigen Versiegeln des porösen Gusseisens und bildet eine wichtige Antihaftschicht. Außerdem macht es den Topf noch stabiler und haltbarer und stellt sicher, dass die zubereiteten Speisen gesund bleiben und aromatisch werden.

Den Oven reinigen

1. Verwenden Sie zum Reinigen warmes Wasser OHNE Geschirrspülmittel. Geschirrspülmittel dringt in die Poren ein und zerstört die Schutzschicht des Dutch Oven.

2. Wischen Sie den Topf außen und innen am besten mit einem Schwamm oder einer Bürste ab.

Anschließend spülen Sie den Topf mit klarem Wasser gründlich ab.

3. Lassen Sie den Topf vollständig trocknen.

Den Oven einbrennen

Brennen Sie den Topf entweder auf dem offenen Feuer, auf einem Grill mit einer Abdeckung oder im Backofen ein. Die geeignete Temperatur beträgt ungefähr 200° Celsius. Achten Sie darauf, dass dabei eine starke Rauch- und Geruchsbildung entsteht und sorgen Sie für den ungehinderten Abzug.

1. Reiben Sie den Topf und den Deckel überall mit Sonnenblumenöl ein.

2. Legen Sie ihn mit der Öffnung nach unten auf den Grill, auf das Feuer oder in den vorgeheizten Backofen.

3. Legen Sie den Deckel auf die Füße des Topfes oder daneben.

4. Lassen Sie den Topf ungefähr einer Stunde in der Hitze einbrennen.

Die gelungene Prozedur erkennen Sie daran, dass überall auf dem Gusseisen von Dutch Oven eine gleichmäßige schwarze Patina erkennbar ist. Diese bildet den Schutz des Materials und verhindert das Eindringen von Nässe sowie die Entstehung von schädlichem Rost. Außerdem können die Speisen nicht so leicht anbrennen und sich ihr eigentliches Aroma entwickeln.

Falls die Patina nicht überall gleichmäßig entstanden ist, sollten Sie das Einbrennen sofort wiederholen.

Den Dutch Oven verwenden

Wichtigste Voraussetzung für die gelungene Zubereitung der Speisen jeder Art ist ausreichend Hitze. Das beste Heizmaterial für den Dutch Oven sind Holzkohlenbriketts. Diese entwickeln eine sehr starke Hitze und geben diese gleichmäßig an den Topf sowie an die Speisen ab. Zudem brennen die Briketts ausdauernd und die die notwendige Materialmenge lässt sich einfach abmessen.

Welche Temperatur im Kochgerät entstehen soll, richtet sich nach seiner Größe, der verwendete Menge der Briketts den verwendeten Speisen. Letztendlich unterliegt die Handhabung des Gerätes dem eigenen Ermessen und erschließt sich durch das Ausprobieren und durch die gesammelte Erfahrung. Möchten Sie dennoch eine erste Orientierungshilfe, sollten Sie wissen: Die Größe vom Dutch Oven x 2 genommen ergibt die Anzahl der Briketts. Folglich verwenden Sie bei einem Topf- Durchmesser von 10 Zoll genau 20 Briketts. Die zu erwartende Temperatur beträgt 170 bis 180° Celsius. Bei der Befeuerung legen Sie die Briketts je nach Speise entweder unter den Topf oder direkt auf den Deckel oder an beide Stellen gleichzeitig. Die Briketts auf dem Deckel sorgen für die Oberhitze, die beispielsweise bei einem Braten nicht notwendig ist.

Bei der Regelung der Temperatur kommt dem Deckel eine wichtige Aufgabe zu. Möchten Sie die Hitze im Dutch Oven senken, öffnen Sie einfach den Deckel und lassen heißen Dampf ab. Je mehr Dampf dabei entweicht, desto mehr Hitze ist im Gerät enthalten. Möchten Sie die Hitze im Topf drosseln, senken Sie außerdem die Menge der Befeuerung. Stellen Sie fest, dass die Speisen nicht überall gleichmäßig garen, entstehen im Topf Bereiche mit mehr oder weniger Hitze. In diesem Fall müssen Sie die Briketts gleichmäßiger verteilen. Außerdem kann der Deckel nach jeweils 15 Minuten Garzeit um 90 Grad gedreht werden. Möchten Sie am Ende der Kochzeit die Speise noch etwas braten, können Sie dafür die Unterseite des heißen Deckels wie eine Pfanne benutzen.

Übrigens: Achten Sie stets darauf, dass der Dutch Oven nicht zu lange leer auf der Hitze steht und füllen Sie keine zu kalten Speisen oder Flüssigkeiten in den heißen Topf ein. Ansonsten kann er seine gleichmäßige Form und seine Standfestigkeit verlieren oder der Deckel passt nicht mehr richtig.

Die Pflege des Topfes nach der Benutzung

Leeren Sie den Dutch Oven aus und reinigen Sie ihn mit heißem Wasser und einem Schwamm. Verwenden Sie kein Geschirrspülmittel und kratzen Sie nicht auf dem Material! Sind hartnäckige Essensrückstände vorhanden, entfernen Sie diese mit einem Holz- Spatel oder Holzlöffel. Lassen Sie den Topf nicht längere Zeit im Wasser stehen und trocknen Sie ihn nach dem Reinigen ab, um Rost zu verhindern. Zur Sicherheit gegen Feuchtigkeit legen Sie eine Lage Küchenkrepp in den Topf.

Bewahren Sie den Dutch Oven an einem trockenen Ort mit guter Luftzirkulation auf. Haben Sie den Eindruck, dass er unangenehm riecht, führen Sie das Einbrennen erneut durch.

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Rosen schneiden – jetzt ist die beste Zeit

Als Königin der Blumen ist die Rose eine gefeierte Schönheit im Gartenparadies. Und wie es sich für echte Majestäten gehört, sind Rosengewächse anspruchsvoll.

Darum ist ein rechtzeitiger und fachmännisch durchgeführter Rosenschnitt unerlässlich. Mit dem Frühling kommt die beste Zeit zum Rosenschneiden. Lesen Sie hier, was es beim Rückschnitt zu beachten gibt, damit Rosen in voller Blütenpracht erstrahlen.

Rosenschnitt: Warum ist das Frühjahr der optimale Zeitpunkt?

Der betörende Duft der Rosen berührt die Sinne, ihre prächtigen Farben erfreuen das Herz – vorausgesetzt, die edlen Gewächse erhalten eine gute Pflege. Die meisten Rosensorten präsentieren sich ab Juni von ihrer schönsten Seite und blühen bis zum Spätsommer. Ende März sollten Blumenfreunde ihre Rosen schneiden. Das Frühjahr ist für einen Rückschnitt die beste Zeit, weil keine langanhaltenden Frostperioden mehr zu erwarten sind und die Rosengewächse noch nicht im vollen Austrieb stehen.

 

Das Trimmen von Rosen im Herbst ist dagegen nicht empfehlenswert. Werden die Pflanzen beim Schneiden verletzt, schließen sich Schnittflächen oft nicht. Die Gewächse sind anfälliger für Frost, der die Rosentriebe schädigen kann. Um Wind- und Schneebruch zu vermeiden, sollten lediglich überlange und vergreiste Triebe abgeschnitten werden.

Woran können sich Rosenbesitzer beim Frühjahrsschnitt orientieren?

Der Schnittzeitpunkt richtet sich vorwiegend danach, ob die Rosentriebe diesjährig im Laufe des Frühlings wachsen oder ob die Rose mehrjährig blüht. Lebenswichtig ist der Frühjahrsschnitt für Beetrosen und Edelrosen, da diese Rosensorten ausschließlich am diesjährigen Holz blühen. Wann genau im Frühling Rosenbesitzer zur Gartenschere greifen, ist zudem von den regionalen Witterungsbedingungen abhängig. Es ist sinnvoll, das Rosenschneiden nicht an einem bestimmten Datum durchzuführen, sondern sich nach der Entwicklung der übrigen Vegetation zu richten. Eine Faustregel besagt: Wenn die leuchtend gelben Knospen der Forsythien aufbrechen, ist die ideale Zeit für einen Rosenrückschnitt. Die meisten der beliebten Ziersträucher erblühen im März.

Rosen richtig schneiden – so  funktioniert’s

Vor dem eigentlichen Rosenrückschnitt müssen kranke, abgestorbene, erfrorene und nach innen wachsende Rosentriebe entfernt werden. Grundsätzlich werden Rosentriebe auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Der Schnitt erfolgt auf nach außen zeigende kräftige Augen und wird etwa 0,5 cm oberhalb des Auges angesetzt. Um die Schnittfläche so gering wie möglich zu halten, ist das Ansetzen der Rosenschere in schräger Schnittführung angeraten – so, dass Regentropfen ungehindert abfließen können. Dadurch lässt sich verhindern, dass Nässe in die Schnittwunde eindringt, die das Faulen begünstigt. Bis zum Austrieb neuer Rosenblüten aus den Augen dauert es, je nach Witterungsverhältnissen, circa vier bis sechs Wochen.

Generell gilt: Je stärker Rosen zurückgeschnitten werden, desto kräftiger wird der Neuaustrieb. Mit einem Rosenschnitt lässt sich außerdem die Blütenbildung fördern. Die stärkste Blütenbildung, abhängig vor der Rosenklasse, findet an Trieben von ein- und zweijährigem Holz statt. Es ist deshalb empfehlenswert, die Rose so zu schneiden, dass sie viele starke Seitentriebe der zweiten und dritten Ordnung bildet. Wer die Wachstums- und Schnittregeln beachtet, kann seine Rosengewächse so „erziehen“, dass sie die angestrebte Wuchsform erreichen. Kräftig wachsende Rosenarten sollten nicht so stark zurückgeschnitten werden. Bei einem leichten Rosenrückschnitt, bei dem sechs bis acht Augen übrig bleiben, bildet die Pflanze zwar mehr, aber auch schwächere und kürzere Neutriebe aus, wächst allerdings auch buschiger. Schwach wachsende Rosensorten vertragen einen stärkeren Rückschnitt. Verbleiben nach dem Rosenschneiden drei bis vier Augen am Rosenhaupttrieb, bringt das Gewächs weniger, dafür aber stärkere und längere Neutriebe hervor.

Das passende Equipment zum Rosenschneiden

Damit die Rosentriebe glatt abgeschnitten werden können, ist die Verwendung einer scharfen Rosenschere ein Muss. Wer mit einer stumpfen oder eingerosteten Gartenschere arbeitet, riskiert Quetschungen am Gehölz und andere Schäden. Rosenscheren müssen regelmäßig gereinigt werden, um zu verhindern, dass sich Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Sternrußtau ausbreiten. Hochwertige Rosenscheren verfügen über saubere Schnittflächen und scharfe Klingen. Im Fachhandel finden Rosenbesitzer vorwiegend zwei Scherenarten:

– Amboss-Schere

Vorteil: Besonders geeignet für ältere und härtere Hölzer.

Nachteil: Da die zweite Klinge eine gerade Schnittfläche aufweist, besteht die Gefahr, empfindliche Triebe zu quetschen.

– Bypass-Schere

Vorteil: Dieser Scherentyp mit zwei scharfen Klingen ist ideal zum Schneiden von weichen und jüngeren Hölzern.

Nachteil: Zum Abtrennen von Trieben an festerem Holz ist ein größerer Kraftaufwand nötig.

Schon ein winziger Stich durch eine Rosendorne kann eine Infektion auslösen. Zum Schutz vor Verletzungen eignen sich durchstoßfeste Gartenhandschuhe. Spezielle Rosenhandschuhe mit langer Wildledermanschette schützen auch Arme und Ellenbogen optimal. Wer Rosen schneiden will, sollte sich für Gartenhandschuhe mit flexiblen Texturen entscheiden, da sie die Haut geschmeidig halten und das Greifen von Gartenutensilien erleichtern. Ideal sind Rosenhandschuhe mit ergonomischer Passform, mit denen sich feinmotorische Arbeiten wie das Rosenschneiden mühelos erledigen lassen.

Rosenrückschnitt und Dünung an Rosengewächse anpassen

Die Intensität des Rosenrückschnitts sollte sich auch nach der Vitalität einzelner Rosen richten und wie sie sich im vorangegangenen Jahr präsentiert haben. Hat das Rosengewächs nur wenige dünne und schwache Triebe ausgebildet, ist ein kräftiger Rückschnitt zu empfehlen. Der Austrieb gelingt umso leichter, je weniger „altes Holz“ die bereits geschwächte Rose versorgen muss. Entwickeln sich Rosen nur unzureichend, ist das ein Hinweis auf Nährstoffmangel oder Wurzelprobleme. Dann braucht die Pflanze etwas mehr Mineralstoffdünger oder organischen Rosendünger.

Grundsätzlich wirkt organischer Dünger nachhaltiger, während Mineralstoffdünger zwar für ein schnelleres Wachstum sorgt, die Gewächse allerdings auch anfälliger für Rosenkrankheiten macht. Zudem kann mineralhaltiger Dünger Neupflanzungen schaden. Darum sollte dieses Düngemittel besser bei älteren Rosengewächsen verwendet werden. Um eine Überdüngung zu verhindern, müssen die Dosierangaben der Hersteller genau befolgt werden. Ist das Rosenwachstum dagegen zu üppig, empfiehlt sich ein leichter Rückschnitt, damit nicht zu viele Triebe aus den Knospen treiben. Rosenbesitzer sollten die Düngemenge in dem Jahr um circa ein Drittel verringern, um ein sortentypisches Wachstum zu fördern.

Weniger Blühpausen durch speziellen Rosenschnitt

Um Blühpausen in den Sommer- und Herbstmonaten zu überbrücken, empfehlen einige Rosenexperten den Rückschnitt etwa drei Wochen vor der ersten Blumenblüte. Dazu schneidet man bei jedem vierten Knospen tragenden Trieb die Rosenknospe und etwa drei Rosenblätter tief zurück. Auf diese Weise beginnen die Rosentriebe wieder zu wachsen, noch während das Rosengewächs zum ersten Mal erblüht, und bildet schon wenige Wochen nach dem ersten Blütenflor erneut Blüten aus, etwa gegen Ende Juni.

Werden stattdessen nur die verblühten Rosen ausgeschnitten, treiben alle Blüten und Rosenknospen auf einmal aus, weshalb sich die Blühpausen  auf mindestens sechs Wochen verlängern, denn diese Zeit brauchen die Triebe zum Knospen und Wachsen.

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Die Grillsaison startet – Vorbereitung auf Gartenparty und gemütliche Familienabende

Grünt und blüht es im Lande, herrscht wieder reges Treiben in den Gärten. Pünktlich zum Start der Freiluftsaison frönen die Deutschen ihrem liebsten Hobby – dem Grillen.

 

Sommerliche Temperaturen, der Duft von Gegrilltem, das Knistern des Feuers: So stellen sich Grillfans einen gelungenen Sommerabend vor. Wer sich rechtzeitig auf die Grillsaison einstellt, kann die ersten milden Frühlingsabende zu einem perfekten Outdoor-Erlebnis machen. Tipps zur Vorbereitung auf Gartenparty und gemütliche Feierabende.

Frühlingsfrische Dekoideen für die Gartenparty

Der Frühling steht für kräftige Farben, die winterliches Grau vertreiben. Eine Gartenparty ist der perfekte Anlass, um mit frühlingsfrischen Dekoideen ein farbenfrohes Ambiente zu schaffen. Zur Gestaltung ist jedoch keine teure Partydekoration nötig, denn schon mit kleinem Budget lässt sich Schönes inszenieren. Saisonale Blumen wie Narzissen, Klatschmohn und Pfingstrosen, hübsch arrangiert in bunten Vasen, und Ziergras in Flaschen mit Bastbändern schaffen eine sommerlich leichte Atmosphäre auf dem Gartentisch. Auch Schwimmkerzen, bunte Dipschalen und Party-Servietten in Regenbogenfarben sind besondere Hingucker beim heimischen Outdoor-Event. Weitere Accessoires zum Feiern im Garten:

– Kerzen in Form von Weinflaschen

– Leuchtende LED-Eiswürfel

– Deko-Tischfeuer

– Schnapsgläschen aus Eis

– Schwimmende Mini-Glückslaternen

Partytipps für spontane Grillfeste

Nicht immer muss eine Grillfeier von langer Hand geplant werden, denn gerade spontanes Grillen bereitet Kurzentschlossenen einen Heidenspaß – vorausgesetzt, der Gastgeber hat die passenden Grillzutaten parat, um der Partygesellschaft schmackhafte Leckereien zu servieren. Sättigungsbeilagen und Vorspeisen sollten fertig zubereitet sein, Dips und Soßen im Kühlschrank stehen. Natürlich muss auch der Grill richtig angeheizt werden. Welche Temperatur eingestellt werden muss, richtet sich nach Grillmethode und Grillmodell. Bis Grillkohle heiß ist, kann es schon mal eine Stunde dauern. Die Heizstäbe von Elektrogrills erhitzen sich dagegen in zehn bis fünfzehn Minuten.

Auch die passenden Getränke gehören zum Grillfest. An heißen Tagen sollten ausreichend Mineralwasser und Fruchtsaft zur Verfügung stehen. Eine erfrischende Sommerbowle verleiht jedem Grillevent das gewisse Extra, Orangenlimonade schmeckt Kindern besonders gut. Auch an kühlem Bier darf es natürlich nicht mangeln. Ein Vorrat an Weißwein und Rotwein erfreut Liebhaber edler Tropfen. Steht das Grillfest unter einem bestimmten Motto, müssen neben Partydeko und Grillgut auch die Getränke passen. Zu einer Bayern-Party ist Weißbier eine ausgezeichnete Wahl, bunte Cocktails runden 70er-Jahre Mottopartys perfekt ab.

Sonnensegel oder Sonnenschirme sollten genügend Schutz vor UV-Strahlung bieten, nach Sonnenuntergang an kühleren Tagen sorgen Terrassenstrahler am Grillplatz für angenehme Wärme. Damit alle Partygäste komfortabel sitzen, müssen Gartenstühle und Gartenbänke in tadellosem Zustand sein. Besonders im Trend liegen partytaugliche Sitzgelegenheiten wie Outdoor-Bodenkissen, Sitzwürfel oder Lounge-Hocker. Segeltuch-Strandstühle verbreiten maritimes Flair, außergewöhnliche Sitzplätze lassen sich prima aus Paletten herstellen, die mit wettertauglichen Matratzenkissen belegt werden.

Stimmungsvolle Atmosphäre mit schönen Gartenleuchten 

Gartenleuchten verschönern jeden Freiluftplatz und versprühen am Abend eine stimmungsvolle Atmosphäre – ob Gartenfackeln oder LED-Lichter. Außenleuchten sollen ein angenehmes Licht spenden und eindrucksvolle Akzente setzen. Für ausreichend Helligkeit beim Zusammensein mit Familie und Freunden sorgen mehrere Stand- und Tischleuchten, die als Lichtinseln fungieren. Auch Gartenfackeln, Öllampen, Laternen, Lampions und Windlichter erhellen den Gartensitzplatz und schaffen ein gemütliches Ambiente.

Bäume, Pflanzen und Gräser werden zu wahren Kunstwerken, wenn sie zielgerichtet mit Spots angeleuchtet werden. Zu diesem Zweck eignen sich spezielle Gartenstrahler. Solar- oder LED-betriebene Lichterketten und Lampions bezaubern nicht nur mit schönen Lichterspielen, sondern schonen  auch die Umwelt. Und für visuelle Erlebnisse der besonderen Art sorgen bunte oder warmweiße LED-Pflastersteine mit Leuchtdioden.

Welche Grillgerichte punkten bei Gartenpartys?

Begehrte Tage für Grillpartys sind laue Sommerwochenenden und Feiertage. Wer eine Gartenparty für Freunde und Familie schmeißen will, macht mit einem Grillfest nichts verkehrt. Der eine reagiert allergisch auf Milch, der nächste leidet unter Laktoseintoleranz. Da ist Grillen als kulinarisches Gemeinschaftsevent bestens geeignet. Grillexperten erklären, welche Grillgerichte besonders punkten. Bei Grillfans erfreuen sich vor allem BBQ-Buffets großer Beliebtheit. Für die Barbecue-Methode empfehlen Grillmeister, mit einem offenen und einem geschlossenen Grill zu arbeiten – gleich ob Holzkohlegrill oder Gasgrill.

Wichtig ist, dass der Grill mit einem Deckel ausgestattet ist und eine niedrige Grilltemperatur gewählt wird. Als Grillgut eignen sich größere Bratenstücke, beispielsweise Schweinehals, die für drei bis vier Stunden auf den Rost kommen und nach dem Garen portioniert werden. Ein zwei Kilogramm schweres Roastbeef braucht nur ca. 90 Minuten Garzeit. Dann ist der Rostbraten medium und reicht für rund 20 Portionen. Wer vermeiden will, dass die Grillgäste hungrig werden, wenn das Barbecue-Fleisch zur Neige geht, kann auf einem offenen zweiten Grill schnell Nackensteaks oder Würstchen zubereiten. Als Beilagen eignen sich Grillgemüse wie Paprika, Frühlingszwiebeln oder gefüllte Tomaten, Salate wie Schichtsalat oder Karottensalat und Grillbrot wie Pita-Brot, Ciabatta oder Brot-Chips

Familiengrillen: Sicheres Grillequipment für Kinder

Nichts geht über ein frisches Feierabendbier und leckere Grillspezialitäten im lauschigen Gartenparadies. Beim Familiengrillen sollte das Grillequipment optimale Sicherheit bieten, damit auch Kids unbeschwerten Grillspaß erleben.

– Der Grill muss absolut stand- und kippsicher sein und das Gestell auf unebenem Terrain entsprechend eingestellt werden.

– Feuerschale oder Feuerkorb dürfen im Falle des Kippens keine glühend heißen Kohlen verlieren.

– Abstandhalter verhindern Verbrennungen durch Kontakt mit der Grillschale.

– Kindergrillschürzen aus schwer entflammbaren Materialien statt herkömmlicher Kinderkleidung nutzen, da Kleidungsstücke oft synthetische Fasern enthalten, die sich entzünden und mit der Haut verkleben können.

– Kindgerechte Grillhandschuhe schützen Hände und Finger vor Verbrennungen

– Extra lange Streichhölzer, Grillfeuerzeuge mit Kindersicherung und Teleskopspieße bieten zusätzliche Sicherheit.

Empfehlenswert sind außerdem Startbriketts oder Startpads, die leicht entzündbar sind, aber keine Gefahr darstellen. Auch spezielle Feuerstellen mit Außenring gewährleisten die Kindersicherheit beim Familiengrillen. Die Außenringe eignen sich zum Auflegen von Grillspießen und halten kleine Grillfans auf Abstand.

Grillseminare – die besten Tricks rund ums Grillvergnügen

Wann ist das Steak perfekt? Was lässt sich vegetarisch grillen? Wie wird die Bratwurst knusprig braun? Diese Fragen gehören nach einem Grillseminar der Vergangenheit an. Grillkurse eignen sich perfekt zur Vorbereitung auf eine Grillparty oder für ein gemütliches Feierabend-Event im Garten.  Je nach Veranstalter dauern Grillseminare etwa drei bis fünf Stunden und finden in fröhlicher Runde mit Gleichgesinnten statt. Neben einem theoretischen und praktischen Teil gibt es jede Menge Ratschläge vom Grillmeister, die Teilnehmer gleich live am Grill ausprobieren können. Zwar avanciert nicht jeder innerhalb weniger Stunden zum Grillstar, doch in den Grillkursen wird das Wichtigste für einen professionellen Umgang mit Holzkohle- und Gasgrill vermittelt, um Partygäste mit köstlichen Grillmenüs zu überraschen.

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