Gartentrends – der Pavillon feiert sein Comeback

Der Gartenpavillon ist so alt wie die Gartenhistorie und war einst abgeschiedene Lustlaube für ein Stelldichein oder beschauliches Teehäuschen für eine Plauderstunde.

Schon zu Zeiten der Antike zierten prachtvolle Pavillons die Schlossgärten. Später dienten die halboffenen Gartenhäuschen nicht nur der Geselligkeit, sondern fungierten auch als Unterbringungsmöglichkeit für Gartengeräte oder als Überwinterungsplatz für Gewächse.

Der schattige Gartenpavillon als Zentrum des Geschehens verschwand dann für knapp 100 Jahre aus den Privatgärten und galt als altmodisch. Doch jetzt feiert der Pavillon ein fulminantes Comeback. Das Design hat sich zwar gewandelt, doch das Erscheinungsbild, oft mit dem typischen Pyramidendach, ist unverändert geblieben. Gartenpavillons liegen wieder voll im Trend, schaffen eine romantisch-verträumte Atmosphäre und lassen sich vielfältig einsetzen.

Was macht den Pavillon zum Trendsetter im Gartenparadies?

Ob als Feierort, Entspannungsoase, Blickschutz oder Spielmöglichkeit für Kids – der Gartenpavillon ist ein echtes Multitalent und steht als prachtvolles Highlight in zahlreichen privaten Gärten. Der neu erwachte Trend passt in die heutige hektische Zeit, kann doch jeder Gartenbesitzer sein ganz persönliches Schlaraffenland inszenieren und sich aus dem stressigen Alltag ausklinken.

Ganz davon abgesehen, ist so ein freistehendes Bauwerk je nach Größe, Ausführung und Design eine optimale Wertanlage. Die Pavillon-Styles für jeden Geschmack und Einsatzzweck reichen von funktional über futuristisch bis verspielt, von runden bis zu achteckigen Formen, von Textil bis Metall.

Wer mit Familie und Freunden zünftig feiern will, ist mit einem geräumigen Party-Pavillon bestens beraten. Romantische Konstruktionen aus Holz oder Schmiedeeisen sind das Richtige für gemütliche Kuschelstunden. Frei stehende Pavillons bieten im Gegensatz zu festinstallierten Modellen flexible Aufbaumöglichkeiten.

Gartenpavillon an einem Landhaus

Der Textilpavillon: Mobilität für kleines Geld

Der Textil-Pavillon ist der beliebteste seiner Art, denn er bietet höchste Mobilität für kleines Geld. Ein Pavillon aus Stoff ist schnell einsatzbereit und dient häufig als patenter Unterschlupf für Partygäste. Ein günstiger Gartenpavillon ist bereits für 30 bis 40 Euro zu haben.

Die flexiblen Gartenzelte lassen sich bei Bedarf in kurzer Zeit aufbauen, anders positionieren und nach der Nutzung platzsparend im Keller oder auf dem Dachboden verstauen. Stoffpavillons sind mit klassischem Pyramidendach, Flachdach oder eleganter Turmspitze erhältlich, mit integrierten Seitenteilen oder als offene Variante.

Allerdings gehören Pavillons aus Textil nicht unbedingt zu den standfesten Kollegen, denn wenn ein kräftiger Wind durch die Laube pfeift, gerät das Partyzelt schnell ins Wanken. Es ist daher empfehlenswert, Modelle mit fest verankerter Dachhaube, robustem Metallgestell und stabilen Standfüßen zu wählen.

Der geschlossene Holzpavillon: Gemütlichkeit pur und idealer Wetterschutz

Viele Gartenbesitzer wollen auch in der kalten Jahreszeit ihre Gartenoase genießen. Doch im Herbst und Winter ist es in einem zugigen Stoffpavillon oder Metallpavillon etwas frisch. Wer keine Zitterpartien erleben will, entscheidet sich für einen geschlossenen Holzpavillon.

Diese Pavillon-Version verfügt über starke Holzwände, Echtglastüren- und fenster, passende Fußböden sowie stabile Dachflächen oder Dachschindeln. Ein geschlossener Gartenpavillon aus Holz bietet Gemütlichkeit pur und schützt perfekt vor Regengüssen und stürmischen Windböen. Rustikale Gartenlauben aus nachwachsenden Hölzern sind zudem umweltfreundlich, da sie weder bei der Produktion noch bei der späteren Entsorgung schädlich für die Umwelt sind.

Darüber hinaus ist der Werkstoff Holz ein ausgezeichneter Wärmespeicher und schafft ein angenehmes Raumklima. Geschlossene Holzpavillons in der Luxusausführung sind mit moderner Heizung und stilvollen Leuchtelementen ausgestattet. Gartenpavillons aus Holz gibt es mit Rundprofil sowie in Sechseck- oder Achteck-Form ab circa 1.500 bis 2.000 Euro. Eine geräumige Partyhütte oder ein Grillhaus mit 15 bis 20 m² schlägt mit rund 6.000 Euro und mehr zu Buche.

Der Metallpavillon: Garten-Highlight für die Dauernutzung

Ein Metallpavillon ist der ideale Kompromiss zwischen Holzlaube und textilem Gartenpavillon. Echte Garten-Highlights, die sich auch bestens für die Dauernutzung eignen. Metall Gartenpavillons schützen jeden Gast zuverlässig vor Nässe, Staub und Sonneneinstrahlung.

Im Fachhandel erhältliche Pavillon-Sets haben ein ordentliches Gewicht, bedingt durch die robusten Standbeine. Die Standfüße dienen als stabile Eckteile und haben oft eine Breite von bis zu 50 cm. Metallpavillons gibt es mit verträumten Ornamenten und anderen aufwändig designten Verzierungen. Da hochwertige Pavillons überaus standfest sind, lassen sie sich besonders gut mit schwereren Dekoelementen verschönern.

Um beste Standfestigkeit zu garantieren, sollte ein Metallpavillon auf ebener Fläche stehen, damit die Heringe tief im Erdreich verankert werden können. Ein Gartenpavillon aus Metall ohne Seitenwende ist schon für rund 50 Euro zu haben, Modelle mit einer Firsthöhe von drei Metern, wasserabweisendem Dach und Seitenwänden kosten circa 150 bis 230 Euro.

Der Rosenpavillon – Blickfang für alle Rosenfreunde

Eine spezielle Pavillon-Art ist der Rosenpavillon. Rosenfreunde sind begeistert von diesem Blickfang im Rosengarten. Schmiedeeiserne Rosenpavillons gibt es in einer Vielzahl an Ausführungen. Feuerverzinkte Materialien und eine exzellente Verarbeitung gewährleisten eine lange Lebensdauer.

Der Durchmesser dieser Gartenpavillons beträgt in der Regel rund zwei Meter, der Korpus ist meistens sechseckig, das offene Dach dagegen rund oder mit einer Spitze versehen. Auch diese Art Pavillon fällt durch dekorative Schnörkel oder Ornamente auf. Viele Rosenpavillons werden in dezenten Farben wie Schwarz, Weiß oder Anthrazit angeboten. Gerade, wenn die Rosen erblühen, kommen die edlen Duftspender in einem Rosenpavillon wunderbar zur Geltung. In Baumärkten und Gartenfachbetrieben finden Rosenliebhaber die filigranen Pavillons ab circa 500 Euro. Für andere Gewächse oder als elegantes Gartenhighlight sind Rankpavillons aus Edelstahl oder Eisen die optimale Wahl.

Der Faltpavillon – praktischer Helfer auf Messen und Festivals

Häufig bestehen Faltpavillons aus Aluminiumgestängen, die mit robustem Kunststoff oder strapazierfähigem Textil überzogen sind. Pavillonzelte sind praktische Helfer auf Messen, Festivals, Flohmärkten oder Sommerfesten.

Ein Faltpavillon lässt sich in wenigen Minuten aufbauen und hat fast immer eine quadratische Form. Diese Modelle dienen vorwiegend dem kurzfristigen Einsatz an verschiedenen Orten, damit Besucher ein Dach über dem Kopf haben. Meistens lassen sich die Seitenwände nach Bedarf öffnen oder schließen. Die mobilen Gartenzelte sollten jedoch eine kräftige Bespannung mit stabilen Nähten aufweisen, ebenso wichtig ist die solide Verarbeitung der Scharniere.

Bei minderer Qualität reicht ein ordentliches Gewitter und der Faltpavillon verwandelt sich in ein Segel, das in Sekunden in sich zusammenfällt. Ideal sind hochwertige Faltpavillons mit waschbaren Bezügen und korrosionsbeständigen Gerüststangen.

Pavillons bieten Schutz vor Witterungseinflüssen und eine abgeschirmte, charmante Atmosphäre. Ein Gartenpavillon ist ein Refugium zum Feiern mit den Lieben, ein Rückzugsort nach einem stressigen Arbeitstag oder ein schöner Schattenspender mit dem gewissen Etwas.

Ob zierlicher Rosenpavillon oder rustikaler Holzpavillon – das Gartenpavillon Comeback ist auf ganzer Linie gelungen.

Aufbau eines Gartenpavillons

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Designergärten – grüne Oasen abseits des Mainstreams

Ein Garten, der die Persönlichkeit widerspiegelt, ist der Wunsch eines jeden Gartenbesitzers. Designergärten mit individuellem Charakter laden zum Schnuppern, Entspannen und Wohlfühlen ein. Ob minimalistisch, asiatisch oder mediterran – die perfekte Komposition aus Farben, Formen und Düften machen aus jedem Garten eine grüne Oase abseits des Mainstreams.

Mediterraner Gartenstil mit toskanischem Flair

Ein mediterraner Garten bringt toskanisches Flair nach Hause und gehört zu den Favoriten unter den Designergärten. Natursteinplatten in Erdtönen harmonieren perfekt mit Zitronenbäumchen und Lavendel. An das warme Licht des Südens erinnern elegante Loom-Gartenmöbel, die sich in Kombination mit farbenfrohen Stoffen in Sonnengelb, Türkis oder Orange wirkungsvoll in Szene setzen lassen. Als Bepflanzung eignen sich Duftgehölze wie Flieder, Jasmin und marokkanische Minze oder Stauden für vollsonnige Standorte wie Thymian, Mohn und Oregano. Frostharte Smaragd-Thujen unterstreichen mit ihrem säulenartigen Wuchs den mediterranen Gartenstil. An frostfreien Tagen können bei Gartenarbeiten im Januar übrigens schon neue Gehölze gepflanzt werden. Auch ein naturnah gestalteter Schwimmteich, eingefasst mit weißem Marmorkies und Bruchsteinen aus Granit oder Stelen aus Naturstein, bringt Gartenbesitzer dem Traum nach südlicher Sonne ein Stück näher.

Japangarten – Natürlichkeit, Harmonie und Ruhe

Ein asiatisch inszenierter Designergarten zeichnet sich durch Natürlichkeit, Harmonie und Ruhe aus. Die unbeschwerte Leichtigkeit eines Japangartens inspiriert und wirkt gleichzeitig beruhigend. Zen-Gärten beeindrucken mit Minimalismus und Geradlinigkeit. Sträucher, Gräser und Farne, die sich um immergrüne Pflanzen gruppieren, dominieren in japanischen Gärten. Weiße und rote Blumen passen optimal zum asiatischen Gartenstil. Auch schlichte Steine wie Kies oder Findlinge bringen das Zen-Garten-Ambiente optimal zur Geltung.

Wasser ist eines der wichtigsten Gestaltungselemente und verkörpert die Lebenskraft der Meere. Ein Wasserfall symbolisiert in asiatischen Kulturen die Erleuchtung, spiegelnde Wasserflächen gelten als Sinnbilder für die untrennbare Verbindung des Himmels mit der Erde. Brücken in einem Japangarten sollen die Reise des Menschen in die spirituellen Welten darstellen. Im Feng-Shui kann das Böse nur gerade verlaufende Linien überwinden, jedoch keine Ecken. Deshalb sind Brücken in typisch japanischen Gärten oft im 90-Grad-Winkeln designt. Bogenbrücken dienen indes als Einladung für gute Geistwesen. Elemente der japanischen Gartenkunst:

  • – grüne Inseln und Hügel
  • – Moos, Büsche, Bäume wie Kirsche und Ahorn
  • – Flusssteine, Sand, Bambuspflanzen
  • – Pfade mit Steinstufen
  • – Teehäuser, Laternen aus Stein oder Holz

Kunstvoller Wellnessgarten – Urlaub für Körper und Seele

Urlaub für Körper und Seele im individuell gestalteten Naherholungsparadies wünschen sich viele Garteneigentümer. Wellness ist auch im eigenen Zuhause ein großer Trend. Kunstvolle Wellnessgärten mit Wasserspielen, Massagepfaden, Kräuterpflanzen und Außensauna schaffen eine Oase der Erholung. Ein Designergarten für erholsame Wellnesserlebnisse lässt sich oft schon mit kleineren Veränderungen in bestehenden Gärten realisieren.

Ständiges Rasenmähen und lästiges Unkrauthacken schmälern den Genuss allerdings. Dagegen ist ein pflegeleichter Steingarten eine optimale Lösung. Pflanzen, die einen regelmäßigen Schnitt erfordern, lassen sich durch leicht zu pflegende Büsche wie Rosmarin oder Lavendel ersetzen. Diese Sträucher sind außerdem optische Highlights und betören mit ihrem berauschenden Duft. In einem Wellnessgarten ist ein privater Rückzugsraum besonders wichtig. Ein hölzerner Sichtschutz mit Kletterpflanzen oder eine Natursteinmauer schaffen ein ruhiges Gartenzimmer. Wasser ist ebenfalls ein bereicherndes Wellnesselement. Ein plätschernder Wasserlauf oder ein Gartenspringbrunnen kreieren eine harmonische Atmosphäre.

Ein Saunahaus mit Regendusche und gemütliche Lounge-Möbel mit Auflagen in dezenten Farbnuancen runden das Wellnessambiente im Garten ab. Auch ein Sprudelbad im Whirlpool sorgt für erholsame Momente. Heute bieten Hersteller überaus kompakte Ausführungen an Schwimmbecken oder Whirlpools an, die sich auch auf kleinen Gartenflächen platzieren lassen. Ein Fußmassagepfad aus Steinen, Holz und Sand bringt noch mehr Wellness-Feeling in den Garten. Als ideale Ergänzung fungiert eine Kneippanlage mit Wasserbecken.

Formengarten mit Kugeln, Gehölzen und Skulpturen

Gärten der Formen stehen derzeit bei Gartenbesitzern hoch im Kurs. Kugeln, Gehölze und Skulpturen verleihen einer einfachen Rasenfläche einen ganz besonderen Charme. Dachförmige Bäume, edle Formgehölze und niedrige Einfassungen für Beete prägen einen exklusiven Gartenstil. Exakt in Form geschnittene Gehölze, die gezielt im Hausgarten positioniert werden, wirken allein durch ihre strukturelle Optik. Blumenbeete in klarer Formensprache, schmal getrimmte Hecken und üppige Buchsbaumkugeln sind klassische Elemente für einen Designergarten der Formen.

Belaubte Pflanzen, die ganzjährig wachsen, behalten auch im Winter ihr formschönes Design und können schon bei Gartenarbeiten im Januar im gewünschten Stil beschnitten werden. Unbelaubte Pflanzen präsentieren eindrucksvoll den Jahreszeitenwechsel. Wer Laubengänge schätzt, ist mit Rotbuche, Feldahorn oder Kornelkirsche gut beraten. Platanen und Winterlinden eignen sich bestens als Schattenspender mit dachartiger Form. Auch Gartendekoration wie Brunnen, Balustraden und Buddhas aus Beton oder Stein passen ausgezeichnet in einen Garten der Formen.

Gartenskulpturen setzen im grünen Wohnzimmer nicht nur Akzente, sondern betonen Sichtachsen und verleihen dem Gartenparadies Tiefe. Besonders gefragt sind plasmagetrennte Gartenskulpturen, die im Scherenschnitt-Style konzipiert sind. Diese Skulpturen wirken aufgrund der Durchbrüche besonders schön im Spiel aus natürlichem Licht und Schatten. Einen unverwechselbaren Reiz erhalten die Skulpturen, wenn sie mit stimmungsvoller Beleuchtung in der Dämmerung angestrahlt werden. Auch Laser-Skulpturen und Edelrostfiguren verschönern den Formengarten. Viele Designer fertigen individuelle Gartenskulpturen nach Kundenskizzen an.

Der Bauerngarten – rustikal und ein wenig wild

In früheren Zeiten nutzten Bauern ihren Garten ausschließlich als Anbaufläche. Heute ist der Bauerngarten eine beliebte Stilrichtung, die zu Landhaus oder Stadthaus passt. Diese Gartenform vereint den Obst- und Gemüsegarten mit dem Ziergarten. Bei der Gestaltung eines Bauerngartens kommt es nicht auf akkurat getrimmte Grünflächen und Hecken an, vielmehr steht das Rustikale und ein wenig Wilde im Fokus. Oft bildet ein Brunnen das Zentrum, um den sich Kräuter- und Gemüsebeete ziehen.

Obstbäume stehen in der Gartenmitte oder am äußeren Rand. Die Wege bestehen aus Kies, Holz oder Steinplatten. Auch halbrunde in einem Muster verlegte Pflastersteine unterstreichen den Charakter des traditionellen Bauerngartens. Wildwuchs zwischen den Platten ist gerne gesehen, denn hervorsprießende Gewächse verleihen der rustikalen Gartenatmosphäre den letzten Schliff. Tipps zur Gestaltung von Bauerngärten:

  • – Verwendung natürlicher Materialien wie Holz, Naturstein oder Eisen
  • – Niedrige Hecken als Abgrenzung für einzelne Gartenareale
  • – Mulch, um den Boden feucht zu halten
  • – Holzspaliere mit Efeu oder wildem Wein als Terrassen-Sichtschutz
  • – keine oder möglichst wenige Zäune

Ob Bauerngarten, Japangarten oder mediterraner Garten – für Designergärten gibt es eine bunte Vielfalt an kreativen Ideen. Wem es an Inspiration für die Gartengestaltung mangelt, kann sich vom Gartenprofi beraten lassen.

Ausgerüstet mit Tipps und einem Bauplan kann jeder seinen Garten in Eigenregie neu anlegen oder umgestalten.

Der Garten im Winter – Farbakzente gegen tristes und farbloses Einerlei

In den Wintermonaten kehrt im Garten Ruhe ein. Gartenbesitzer können sich nun entspannt zurücklegen, denn die Arbeit ist für dieses Jahr getan.

Das heruntergefallene Laub ist entfernt, der Rasen hat seinen letzten Dünger erhalten, die Beete sind geharkt.

Doch so richtig zufriedenstellend ist er nicht, der Blick in den Garten. Fast überall ist es ein tristes und farbloses Einerlei. Keine Blüten, kein leuchtendes Blattwerk. Und so manch ein Gartenfreund wartet jetzt schon sehnlichst auf das Frühjahr.

Ein schön gestalteter Garten hat allerdings auch im Winter einiges zu bieten – zumindest dann, wenn entsprechend vorgesorgt wurde. In den Gartencentern vor Ort finden Gartenfans eine große Palette an Winterblühern.

Pflanzen, die ihre Pracht erst dann richtig entfalten, wenn es draußen richtig ungemütlich wird, wenn Eis und Schnee die Landschaft dominieren. Wer die richtige Auswahl trifft, hat von November bis Februar ein blühendes Gartenparadies.

Farbenfrohe Blüher für den Winter

Beliebte Winterblüher sind Geißblatt, Zaubernuss und Schneeball. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Gehölze, die erst in der kalten Jahreszeit so richtig zum Leben erwachen. Mit tollen Blüten und wunderbaren Düften verzaubern sie jeden Gartenbesitzer.

Der Favorit – die Zaubernuss

Die Zaubernuss ist ein aus Ostasien stammendes Gewächs, das mittlerweile aber auch in unseren Gärten und Parks angepflanzt wird. Unterschieden wird in chinesische und japanische Zaubernuss. Die Blütenstände sind knäuelartig und fädrig.

Die Zaubernuss ist optisch ein echter Hingucker. Wenn kaum noch etwas blüht, zeigt sich diese Pflanze in schillerndem Gelb, Orange oder Rot. Frost kann der Zaubernuss nichts anhaben, denn ist es draußen richtig kalt, zeigt das Thermometer Minusgrade an, rollen sich die feinen Blütenfäden ein und strecken sich erst dann wieder, wenn es wärmer wird.

Die Blütezeiten variieren übrigens je nach Sorte. Wer unterschiedliche Pflanzen einsetzt, kann sich den ganzen Winter über an der wechselnden Blütenpracht in unterschiedlichen Farben erfreuen. Der betörende Duft der Zaubernuss ist jedoch allen Sorten gleichermaßen gegeben.

Die Zaubernuss wächst zwar sehr langsam, kann ich Laufe der Jahre jedoch eine stattliche Größe einnehmen. Ist entsprechendes Platzangebot nicht vorhanden, sollte der Gartenfan das Gehölz direkt nach der Blüte schneiden.

Der Duftschneeball – preiswerter Winterblüher

Auch der Duftschneeball sollte in keinem Garten fehlen. Neigt sich das Jahr dem Ende entgegen, entfaltet dieses Gewächs seine ganze Pracht. Mit weißen bis tief rosa Blütenbüscheln wird der Duftschneeball zum Eyecatcher im tristen Einerlei.

Das Besondere am Duftschneeball ist, dass er seine Blütenfarbe während der Blütezeit verändert. Die zunächst rosa leuchtenden Blütenstände werden von Woche zu Woche immer blasser, bis sie zum Ende der Blütezeit strahlend weiß schillern.

Der Duftschneeball lässt sich überdies prima vermehren, sodass er auch im Handel zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten wird. Er ist schnittverträglich und daher sogar als Heckenpflanze geeignet.

Das kleine und robuste Geißblatt

Wer über gelblich-weiße Blüten in dem einen oder anderen Garten staunt, der ist hier vermutlich auf das Geißblatt gestoßen. Beim Geißblatt handelt es sich um eine Pflanze, die zwar klein, aber durchaus robust ist. Auch Minusgrade machen diesem Gewächs nichts aus. Das Geißblatt entfaltet seine Blüten in der kältesten Jahreszeit – im Dezember.

Das Geißblatt versprüht ein starkes Aroma. Die ausgewachsene Pflanze wird lediglich zwei Meter hoch, sodass sie auch in kleineren Gärten ihren Platz finden kann. Häufig wird das Geißblatt als Heckenpflanze eingesetzt. Wer im Sommer auf vergleichsweise unattraktives Grün schauen möchte, dafür aber einen tollen Winterblüher bevorzugt, ist mit dem Geißblatt gut beraten.

Weitere Winterblüher

Wer nicht auf die Klassiker zurückgreifen möchte, der findet im Handel auch andere Winterblüher. Wie wäre es beispielsweise mit der Chinesischen Winterblüte, einer Pflanze, die mit großen und nach Vanille duftenden Blütenkelchen betört. Die Farbe der Blütenglöckchen ist hellgelb – ein Farbtupfer im heimischen Wintergarten. Darüber hinaus erweist sich die Scheinforsythie mit ihren weißen oder rosa farbenen Blüten als ein dankbarer Winterblüher.

Der Strauch ist immergrün, reift mit fleischigen Beeren aus, ist im Sommer allerdings eher unscheinbar. Darüber hinaus ist auch der Winterjasmin ein toller Hingucker. Der eine oder andere wird denken, hierbei handelt es sich um eine früh blühende Forsythie. Winterjasmin sieht zwar ähnlich aus, blüht bei den passenden Temperaturen aber schon Mitte bis Ende Dezember.

Der winterlichen Tristes entgegenwirken können aber auch Winterlinge und Christrosen. Während die Christrose ihre Blüte um die Weihnachtszeit herum entfaltet, blühen Winterlinge in der Regel erst im Februar.

Und was wäre der winterliche Garten ohne die beliebten Schneeglöckchen? Zwar blühen diese erst Ende Februar/Anfang März, jedoch sind es vor allem sie, die anzeigen, dass der nächste Frühling nicht mehr weit ist. Auf Terrasse und Fensterbank können überdies auch Alpenveilchen als Hingucker dienen. Diese gibt es wahlweise in Weiß, in zartem Rosa oder in kräftigem Rot.

Standort und Pflanzzeit der Winterblüher

Damit Gartenfans richtig viel Freude an ihren blühenden Winterfavoriten haben, sollte natürlich schon beim Einsetzen einiges beachtet werden. Steht die Pflanze am falschen Platz oder wird sie nicht ausreichend geschützt, so wird die Blüte eher mickrig bis ganz ausfallen.

Damit Zaubernuss & Co. richtig zur Geltung kommen, sollten sie keinesfalls versteckt stehen. Im Eingangsbereich des Hauses oder im Vorgarten werden sie für viel Aufsehen sorgen. Auch gut sichtbare Plätze im hinteren Garten sind geeignet, um die Pflanze ins rechte Licht zu rücken. Immer ist jedoch darauf zu achten, dass die Blühpflanze genügend Licht und Sonne bekommt. Wir in Gruppen gepflanzt, so sollte auf ausreichend Abstand geachtet werden, damit einzelne Pflanzen später nicht erdrückt werden.

Die besten Pflanzzeiten sind Frühling oder Herbst.

Partnerschaften mit anderen Pflanzen

Wer seinen Winterblühern die richtige Gesellschaft zukommen lassen möchte, der sollte vor allem auf immergrüne Gewächse setzen. Wunderschön zwischen den Winterstars machen sich Buchsbaum & Co, Eibe, Wolfsmilch und Rhododendren. Das satte Grün ist ein ausgezeichneter Kontrast zur jeweiligen Blütenfarbe, der diese noch viel besser zur Geltung bringt. Darüber hinaus bietet das Laub der Partnerpflanzen auch ein wenig Schutz.

Frühlingsboten – wenn sich der Winter dem Ende neigt

Wer strategisch vorgeht und sich ein wenig Gedanken macht, der pflanzt so, dass während des gesamten Winters immer etwas blüht. Doch selbst das schönste Blühen der Winterklassiker hat irgendwann ein Ende und auch der Gartenfreund wartet sehnlichst auf warme Sonnenstrahlen und auf das Erwachen der ersten Frühlingsblüher. Jetzt sprießen Krokusse und Nazissen und läuten das neue Gartenjahr ein.