Treffpunkt Balkon

Raucher würden nicht an Krebs sterben, sondern auf dem Balkon erfrieren … so lautet eine nicht ganz ernst gemeinte Lebensweisheit, die ich unlängst im Netz entdeckt habe. Doch eigentlich ist ein Balkon als reiner „Rauchersalon“ doch viel zu schade!?

Tatsächlich kann hier nämlich, gerade im Sommer, zusätzlicher Wohnraum und ein Feeling wie in südlichen Gefilden erschaffen werden:

Balkone können Wohnungen deutlich aufwerten!

„Wer jemals eine Wohnung mit Balkon besessen hat, der möchte ihn nie mehr missen“, glaubt (http://www.schoener-wohnen.de/bauen/garten-und-terrasse/balkon) daher das Portal „Schöner Wohnen“. Und in der Tat kann ein Balkon den Wert und möglichen Verkaufspreis einer Immobilie deutlich steigern.

Freilich ist es so, dass ein Balkon und dessen Nutzung auch immer wieder zu Streit führen. Etwa dann, wenn hier zu ausgiebig gefeiert und gegrillt wird. Denn Lärm- oder Rauchemissionen, die in Nachbars trautes Heim wehen, führen immer wieder vor Gericht.

Zwar dürften Mieter ihren Balkon prinzipiell nach eigenem Gutdünken nutzen, erklärt (http://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/mietrecht/3421713-739654-balkon-welche-rechte-und-pflichten-haben.html) in diesem Zusammenhang berlin.de, das offizielle Hauptstadtportal, weist jedoch im Folgenden sogleich auf einige Urteile und Einschränkungen hin.

Natürlich dürften auf jedem Balkon (wenn er denn genügend Platz bietet) Gartenstühle und ein Tisch platziert werden. Auch ein Sonnen- oder Sichtschutz darf montiert werden: „Das Anbringen einer Markise bedarf hingegen der Erlaubnis des Vermieters, da diese fest an der Fassade montiert werden muss!“

 

Pflanzendschungel auf Balkonien?

Auch eine Dekoration des Balkons sei grundsätzlich erlaubt: „Mieter, die Blumenkästen an ihr Balkongeländer hängen, sollten jedoch sicherstellen, dass die Kästen nicht hinunterfallen können.“ Sonst nämlich drohen Ansprüche möglicher Geschädigter; andererseits ist (womit das Dilemma programmiert ist) die feste Montage an der Fassade nur mit Zustimmung des Vermieters möglich.

Hier müssen gerade Mieter also einen Mittelweg finden und ggf. auch einmal zurück stecken. Zumal die Pflanzen, statt in Hängekästen, ja auch in Kübel gepflanzt werden könnten!

Dürfen es auch Kräuter sein!

Dass ein Balkon nicht ausschließlich als Heim für Zierpflanzen genutzt werden, darauf weist der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege hin und wirft die Frage auf, ob nicht auch ein frischer Tomatensalat direkt von der Veranda geradezu genial wäre. Hier (http://www.gartenbauvereine.org) hat man daher unter dem Titel „Obst und Gemüse auf Balkon und Terrasse“ ein Fachblatt zusammen gestellt, das die ungeheure Vielfalt der Möglichkeiten verdeutlicht.

Und das von A wie Aubergine bis zum Z für Zucchini. Denn so groß ist die Bandbreite dessen, was sich in Topf und Kübel vor dem eigenen Fenster züchten lässt: „Sogar kleine Obstbäumchen lassen sich auf der Terrasse ziehen“, sieht man hier mit dem Fachblatt-Know-how auch für Laien ungeahnte Möglichkeiten.

Balkone sind grüne Oasen und könnten, neben Zierpflanzen und dem allseits bekannten Sommerflor, auch Kräutern und Nutzpflanzen ein Heim bieten!

 Foto: Peter Hoffmann

Gibt der frühe Frühling Grund zur Sorge?

 „Die letzten Schneereste sind kaum weggetaut, da erblühen – wie durch ein Wunder – schon die ersten Blumen in unseren Laubwäldern“, schreibt „Die Natur im Jahreslauf“, ein BLV-Beobachtungsbuch für die ganze Familie. Logisch, dass dieses Aufblühen heuer, nach dem milden Winter, besonders flott geht:

Tatsächlich scheint, in diesem Winter, der fast überfall ausfiel, die Natur ganz besonders (vor) eilig. Die Bild Zeitung sprach (http://www.bild.de/news/inland/wetter/wetter-der-fruehling-kommt-34858348.bild.html) daher bereits von einem „Turbo-Frühling“ und davon, dass schon die Bäume ausschlagen und uns vermutlich ein traumhaftes zweites Märzwochenende ins Haus steht: „Deutschlandweit könnten die Höchstwerte 15 bis 20 Grad erreichen!“

Eine Ausnahme oder nun doch die Regel?

Was viele, insbesondere die Kleingärtner, derzeit freut, wirft natürlich Fragen auf. War dieser Winter, der keiner war, eine Ausnahme oder zeichnet sich hier ein langfristiger Trend ab?

Den wollen die Wetterforscher, nur aufgrund der vergangenen Wochen, so (noch) nicht bestätigen, wenngleich es, wie die Rhein-Erft Rundschau beklagt (http://www.rundschau-online.de/rhein-erft/winter-2013-14-geschlossene-schneedecke-gab-es-nicht,15185500,26478860.html), diesmal keine geschlossene Schneedecke gab. Keine Wunder also, dass viele Wintersportfreunde und –regionen „not amused“ waren.

Tatsächlich gehen viele Experten sogar davon aus, dass unsere deutschen Skigebiete auf Dauer durchaus ein Problem haben. Denn aufgrund des Klimawandels könnten Regionen, die einst als schneesicher galten, alsbald selbst für den Einsatz von Schneekanonen zu warm sein.

Folgen des Klimawandels

Ein Desaster für viele Hotels und Skiliftbetreiber, das eine ganze Branche zum Umdenken zwingt / zwingen wird. Denn selbst wenn wir den vergangenen Winter nicht als Maßstab nehmen, müssen wir einsehen, dass unser Planet „fiebrig“ erhitzt ist. Gibt der frühe Frühling Grund zur Sorge? weiterlesen