Dill (Anethum graveolens)

Dill

Der Dill wird  auch Gurken- oder Kümmerlingskraut genannt. Seinen Ursprung im östlichen Mittelmeerraum und in Kleinasien. Selbst die alten Ãgypter haben Dill schon gekannt.

Aussaat

Dill ist im Anbau sehr anspruchslos. Geeignet ist ein schwerer, aber lockerer und kalkhaltiger Boden.

Mit der Aussaat kann  man Mitte April direkt im Freiland beginnen. Der Samen sollte 1 cm tief in den Boden gesät und fest angerückt werden. Der Reihenabstand sollte 25 – 30 cm betragen. Die letzte Aussaat für eine Dillernte ist Mitte Juni.

Die Keimzeit beträgt ungefähr 7 – 14 Tage. Die Pflänzchen müssen nicht vereinzelt werden.

Natürlich kann man Dill auch im Blumentopf aussäen. Dies ist besonders in den Herbst- und Wintermonaten angebracht.

Standort und Pflege

Sehr gut gedeiht Dill in einer sonnigen bis halbschattigen Lage. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Beete unkrautfrei gehalten werden. Auch ist der Dill frostgefährdet.

Das Beet für die Aussaat von Dill sollte alle 2 -3 Jahre gewechselt werden. Im 4. Jahr kann wieder der gleiche Standort gewählt werden.

Der Dill mag es feucht, jedoch nicht unbedingt sehr nass und vor allen Dingen keine Staunässe.

Wählt man bei der Anpflanzung eine Mischkultur, so eignen sich  Partner wie Karotten, Erbsen, Gurken, Salat, Kohl und Zwiebeln. Vermeiden sollte man in unmittelbarer Nähe Fenchel anzupflanzen. Fenchel gehört zur gleichen Pflanzenfamilie. Es kann dadurch zu Verkreuzungen führen, die dann nicht mehr so geschmacksintensiv sind, sondern sehr geschmacksneutral.

Verwendung

Verwendung finden die Blattspitzen, Blätter,  die blühenden Dolden und die ausgereiften Samen

Dill wird besonders zum Einlegen von Gurken benutzt. Auch zur Verfeinerung von Fischgerichten, für Kräuterbutter, Schmorguken, Quarksspeisen, Eierspeisen u.v.m.

Dill kann auch konserviert werden. Jedoch beim Trocknen von Dill geht viel des Aromas verloren. Besser ist, wenn der frische Dill eingefroren wird. Auch das Einlegen in Essig oder Öl eignet sich sehr gut.

Der Dill wird den Speisen immer zum Schluss zugegeben, auf keinen Fall mitkochen.

Doch Dill verfeinert nicht nur die Speisen, sondern er hat auch eine gesundheitsfördernde Seite.

Er fördert die Verdauung, ist gut gegen Blähungen, wirkt harntreibend und krämpflösend.

Schädlinge

Schädlinge können Blattläuse, Schnecken und Blattwanzen sein.

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Petersilie – ein beliebtes Küchenkraut

Petersilie (Petroselinum crispum)

Die Petersilie hat ihren Ursprung aus dem Mittelmeerraum. Inzwischen wird sie jedoch im gesamten Europa angebaut.

Jeder Gartenbesitzer baut seine Petersilie an, denn jederzeit frische Petersilie für Salate, Gemüse und viele andere Speisen zur Hand zu haben, ist etwas feines. Sie ist das bekannteste Küchenkraut. Hier gibt es die krause, die glatte und die seltenere Knollenpetersilie.

Die krause Petersilie eignet sich besonders zum Garnieren. Dagegen die glatte Petersilie hat ein kräftigeres Aroma und wird meistens als Gewürz verwendet. Die Knollenpetersilie besitzt gelblich-weiße längere Wurzel, die man als Suppengemüse verwenden kann. In jedes gute Suppengrün ist neben Karotte, Sellerie, Porree auch eine Petersilienwurzel drin.

Dieses Küchenkraut hat nicht nur einen intensiven Geschmack, sondern sie ist auch sehr gesund.

Die Petersilie gehört zu der Familie der Doldenblüher und ist eine zweijährige Pflanze.

Aussäen und Anpflanzen

Die Aussaat kann sehr schnell und unkompliziert in einem Minigewächshaus auf dem Fensterbrett über einer Heizung erfolgen. Die Keimung erfolgt in wenigen Tagen  Zeigen sich die ersten richtigen Blätter nach den Keimblättern, so kann die Pflanze pikiert werden. Das heißt, die Pflanzen vereinzeln und die Wurzeln kürzen. So kann sie sich besser verzweigen.

Sind die Sämlinge kräftig genug, können sie ins Beet gepflanzt werden. Der Pflanzenabstand sollte 10cm und der Reihenabstand 20 cm betragen.

Standort und Pflege

Die Petersilie benötigt einen hellen Standort, aber keine direkte Sonne. Nur mäßig gießen, denn zu viel Wasser mag sie nicht. Besonders Staunässe vermeiden, denn dann geht sie sehr schnell ein. Das sollte man auch beachten, wenn man sich einen Petersilientopf bei Aldi kauft. Unbedingt das übergelaufenes Wasser aus dem Untersetzer entfernen.

Ein erneutes Gießen ist angebracht, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist, doch nicht vollkommen austrocknen lassen.

Düngen

Soll die Petersilie schön kräftig wachsen, benötigt sie Nährstoffe. Es empfiehlt sich, alle 1-2 Wochen einen Flüssigdünger, den man auch für Blattpflanzen nimmt, dem Gießwasser zu zusetzen und düngen.

Sonstiges

Wenn die Petersilie geschnitten wird immer das Herz ( innere kleine Blätter) schonen. Sind diese verletzt worden, dann wachsen keine weiteren Blätter nach.

Frisch verwendete Petersilie ist natürlich immer am besten. Doch man kann sie auch einfrieren oder trocknen. Das Trocknen der Petersilie als Vorrat sollte vorzugsweise im Sommer geschehen. Man legt die geerntete Petersilie in den Schatten und lässt sie langsam trocken, so bleiben mehr Vitamine enthalten. Doch beim Trocknen gehen viele Inhaltsstoffe verloren. So ist das Einfrieren die bessere Variante.

Verwendung als Küchengewürz

Die Petersilie nicht mitkochen, sondern erst dem fertigen Gericht vor dem Servieren zugeben.

Gesundheit

Petersilie hat einen hohen Vitamin – C Gehalt, welcher natürlich besonders bei frisch geerntete Petersilie zum Tragen kommt. So ist sie ein wertvolles Nahrungsmittel. Doch von diesem Kraut wird auch gerne Nitrat gespeichert. So sollte man keinen Kunstdünger verwenden.

Sie ist auch ein gutes Hausmittel gegen Mundgeruch. Wer gerne Knoblauch ist, kann durch Kauen von Petersilienblätter den nicht angenehmen Knoblauchgeruch verringern.

In der Schwangerschaft sollten keine große Mengen von Petersilie verzehrt werden, da es unter Umständen zu Fehlgeburten führen kann.

Selbst kosmetisch ist die Verwendung von Petersilie gut. Ist die Haut mal müde und und strapaziert, ist Maske aus Quark und Petersilie wohl tuend. Diese Maske beruhigt die Haut. Das Verhältnis liegt bei drei Esslöffel Quark und einem Esslöffel Petersilie.