Basilikum (Ocimum)

Das Basilikum gehört zur Familie der Lippenblütler. Es gibt ca. 60 Arten, die aber hauptsächlich in Afrika und Südamerika vorkommen. Doch einige Sorten und Arten werden auch weltweit angebaut.

Das Kraut wird auch Königskraut genannt. Es hat einen angenehmen Geruch nach ätherischen Ölen und einen unverwechselbaren Geschmack. So hat es seinen Weg in viele Küchen gefunden.

Da es sich um ein Kraut aus dem Süden handelt, benötigt es schon einige Pflege, um in unserem Klima zu gedeihen.

Sicher kann man Basilikumtöpfe im Supermarkt kaufen, doch diese eignen sich nicht gut zum Auspflanzen.

Aussaat

Die günstigste Zeit für eine Aussaat im Freien ist ab April. Man sollte Anzuchterde mit   1/3 Sand mischen. Dadurch wird die Erde durchlässiger.

Auf die angefeuchtete Erde wird der Samen, ca. 10 Samenkörner pro Gefäß, verteilt. Der Samen darf aber nicht mit Erde bedeckt werden, da Basilikum ein Lichtkeimer ist. Den Samen leicht andrücken und das Pflanzgefäß mit Folie oder Glas bedecken. Das Gefäß sollte warm und hell aufgestellt werden, aber keine Sonne.

Allerdings muss vorsichtig gegossen werden. Nur immer leicht feucht halten, aber nicht zu nass. Am besten ist es, wenn man den Samen mit einer Blumensprühe befeuchtet. Auch muss regelmäßig die Abdeckung abgenommen werden, damit immer eine Lüftung erfolgt. Erfolgt keine regelmäßige Belüftung, sammelt sich zu viel Feuchtigkeit an und es kann zum Schimmeln des Samens kommen.

Soll das Basilikum im Topf bleiben, kann es gleich in den betreffenden Topf ausgesät werden.

Nach etwa drei Wochen keimt der Samen.

Standort

Die Umpflanzung in den Garten oder auf den Balkon sollte erst Mitte bis Ende Mai erfolgen. Die Temperatur muss frostsicher sein.

Für den endgültigen Standort sollte man einen Platz mit viel Sonne wählen. Die Erde muss locker und kompostreich sein.

Weiterhin ist bei der Anpflanzung von Basilikum zu beachten, dass mindestens zwei bis drei Jahre vergehen sollten, bis man auf den gleichen Standort wieder das Kraut auspflanzt.

Ansonsten kann es sein, dass dort vorher entstandene Pilzkrankheiten die neuen Pflanzen angreifen.

Pflege

Um eine reichhaltige Ernte zu erhalten, muss bei Trockenheit regelmäßig gegossen werden.

Basilikumpflanzen erreichen eine Höhe von 15-20 cm.

Draußen stehendes Basilikum ist im September wieder auf die Fensterbank umzusetzen. So ist es möglich, bis Dezember eigenes frisches Basilikum zu ernten.

Wer den Ernteertrag erhöhen möchte, kann folgendes machen. Sind die Basilikumpflänzchen groß genug, erntet man die Spitzen. Ein oder zwei Blattpaare lässt man übrig, die auch später nicht geerntet werden.

So wird man sehen, dass nach ein bis zwei Wochen die Basilikumpflanzen kräftiger werden und neue Seitentriebe austreiben. Bei diesen Seitentrieben werden auch die Spitze geerntet.

Wer das befolgt, verhindert die Blütenbildung und das Basilikum wird buschiger.

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Anlegen einer Kräuterschnecke Kräuterspirale

Viele Garten- und Hausbesitzer legen sich in ihrem Wochenenddomizil oder auf ihrem Grundstück eine Kräuterschnecke an. Sie ist ein dekoratives Element, was den Garten verschönert..

Doch sorgt sie nicht nur für eine dekorative Optik, sondern man erhält mit der Kräuterschnecke ein Kräuterbeet, wo man das ganze Jahr über frische Kräuter ernten kann. Und wer möchte nicht die frischen Kräuter in seinem Garten ernten.

Bauanleitung einer Kräuterschnecke

Wer nun denkt, dass der Bau nicht zu schaffen ist, der irrt. Denn man muss für den Bau kein großer Gartenexperte sein. Auch muss man nicht unbedingt einen Gärtner mit dem Bau beauftragen.

Jeder Gartenliebhaber schafft das bauen einer Kräuterschnecke auch alleine.

Als Baumaterial sollte man Natursteine nehmen. Natursteine sind sehr dekorativ und es gibt diese auch in verschiedene Farbnuancen.

Was ist bei der Planung zu beachten?

 

  • Standort auswählen
  • Wie soll die Kräuterschnecke aussehen ?
  • Welche Steine sollen verwendet werden ?
  • Welche Größe (Durchmesser) soll sie haben ?
  • Art und Menge der zu pflanzenden Kräuter

 

 

Wenn diese Planungspunkte geklärt sind, dann kann der Bau beginnen.

Als erstes wählt man den Standort aus. Um eine reichhaltige Kräuterernte zu erhalten, sollte die Kräuterschnecke Nord – Südlich gebaut werden. So kann man die volle Sonnenstrahlung nutzen. Man steckt einen Kreis von 3 Quadratmetern ab.

Nachdem diese Vorbereitung getroffen ist, kann man mit dem Bau beginnen.

Zuerst trägt man die obere Erdschicht in einer Tiefe von mindestens 30 cm ab. Danach füllt man dieses Loch mit Kies, welcher verdichtet wird, wieder auf. Diese Kiesschicht ist wichtig, da sie als Drainage dient. Man vermeidet dadurch Staunässe und Frostschäden.

Wer meint, dass man zum Bau der Kräuterschnecke viel Werkzeug benötigt, der irrt. Man benötigt für den Bau nicht viel Werkzeug.

As erstes markiert man auf dem Erdreich den Umriss des Unterbaus der Kräuterschnecke. Dann werden die Steine von außen nach innen (spiralförmig) in den Kreis gelegt. Doch es sollte darauf geachtet werden, dass eine leichte Neigung nach innen besteht.

Generell wird die Kräuterschnecke in Trockenmauerbauweise hergestellt. Es wird kein Mörtel verwendet. Die Steine sollten überlappend ohne viel Kreuzfugen angeordnet werden. Setzt man kleine Steinsplitter dazwischen, verhindert man ein Wackeln der Steine.

Beim Aufbau der zweiten Reihe wird die Mauer parallel zur äußeren gesetzt, aber immer höher und stetig ansteigend.

Man sollte aber darauf achten, dass die Seiten einen Abstand von 15-30 cm voneinander haben.

Man legt die Steine so, dass die Mauer nach innen stetig höher wird. Der innere Fortlauf der Mauer wird auf einem erhöhten Fundament begonnen. Das bedeutet, dass man jetzt mit Kies auffüllt und vorsichtig verdichtet.

So werden alle innen gesetzte Steine auf der Kiesverfüllung begonnen. Also was später unter dem Humus verschwindet, muss nicht Stein sein. Einfacher geht das mit Kies oder Bauschutt.

Die äußere Mauer ist nun fast fertig. Damit der innere Teil der Kräuterschnecke nun in die Höhe gebaut werden kann, ist es einfacher, wenn man Kies oder Bauschutt nimmt. Das bedeutet, dass der innere Teil kontinuierlich mit einem Füllmaterial, Kies oder Bauschutt, aufgefüllt wird.

An der höchsten Stelle sollte die Kräuterschnecke hüfthoch sein. Dadurch schont man seinen Rücken. Doch nicht nur das, auch für Ungeziefer oder Schnecken ist es beschwerlicher die Kräuter zu erreichen.

Bis jeweils 20 cm unter die angrenzende Mauer wird die Kiesfüllung gezogen. Der Rest wird dann mit Humus ca. 15 cm befüllt.

Auf jeden Fall ist darauf zuachten, dass das Füllmaterial aus frostsicherem Kies, Bauschutt oder Schotter besteht.

Nimmt man zum Befüllen lehmigen oder humusangereicherten Boden kann es passieren, dass die Kräuterspirale bei Frost anfängt zu Wackeln.

Jetzt kommt die oberste Schicht der Kräuterschnecke, ca 15-20 cm füllt man mit Kräutererde auf, welche man im Fachhandel kaufen kann. Doch man kann auch normale Gartenerde nehmen, wobei man ein Teil Gartenerde mit einem Teil Kompost und einem Teil Sand vermischt.

Die meisten Kräuter benötigen für ihr Wachstum einen mageren Boden. Mit zu viel Nährstoffen kommen die Kräuter nicht zurecht. So kann ein Überangebot an Nährstoffen dazu beitragen, dass die Kräuter nicht gedeihen oder vielleicht eingehen.

Die Oberfläche der Kräuterspirale geht spiralförmig nach oben. Die Steine der Seitenwände speichern die Wärme der Sonne und geben diese an die Kräuter ab.

Das Beet, welches sich nach oben windet, wird mit unterschiedlichem Füllboden ausgestattet.

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Kräuter – Das Kleine Kräuter Einmal Eins

Kräuter geben vielen Gerichten den letzten Pfiff, nicht nur vom Aroma sondern auch von der Optik her. Deshalb sind Kräuter in der Küche unverzichtbare Zutaten.

Natürlich ist es am besten, wenn man sie frisch auf dem Balkon oder im Garten hat.

Doch leider haben wir nicht wie am Mittelmeer immer das ganze Jahr über das perfekte Klima für Kräuter.

Aber man kann sie ja portionsweise kaufen. Beim Kochen mit Kräutern ist die Frische der Kräuter das Wichtigste.

Viele Kräuter kann man als „zarte Pflänzchen“ bezeichnen Diese verlieren bei zu viel Kälte, Hitze und Feuchtigkeit das gute Aroma.

So sollte Petersilie, Schnittlauch, Basilikum und Koriander grundsätzlich erst zum Schluss dem Gericht zugegeben werden, denn die Kochtemperatur trägt dazu bei, dass das Aroma sehr schnell verfliegt. Vorrangig sollten Kräuter in der kalten Küche ihre Verwendung finden, zum Beispiel in Dips, kalten Soßen, Quark, kalten Suppen oder Salate. Dort kann man neue Kreationen ausprobieren wie frische Pfefferminze für eine scharfe Tomatensoße.

Einige Beispiele für Verwendung von Kräutern:

Petersilie

Die altbewährte Petersilie ist ein ideales Grundgewürz für fast jedes Gericht. Beliebt in der Anwendung ist sie überall ob im Vorderen Orient weitergehend über das Mittelmeer bis hin nach Europa.

In der französischen Küche ist die Petersilie ein Bestandteil eines Kräuterstraußes und ist Grundlage für Fonds, Soßen und Suppen

Basilikum

Die zarten Blätter des Basilikums mögen keine Kälte und Trockenheit. Besonders in der italienischen Küche findet Basilikum eine breite Anwendung. Doch auch die südostasiatische Kochkunst hat die Würze des Basilikums erkannt und auch dort ist das Kraut unverzichtbar

Dill

Dill sollte man immer im Hause haben. Es eignet sich sehr gut für Dips, Fischsoßen und Salatdressings

Dill welkt sehr schnell, aber es lässt sich sehr gut einfrieren

Salbei

Dieses Kraut hat einen schönen Duft. Bei der Anpflanzung im Garten macht sich Salbei mit den lila Blüten sehr gut

In geklärter Butter werden Gnocchi mit Salbei und etwas Salz zu einer gut schmeckenden Köstlichkeit.

Rosmarin

Die Verwendung von Rosmarin passt sehr gut zu rotem Fleisch, roten und dunklen Soßen. Aber auch bei Kartoffeln findet das Kraut seine Anwendung. So sind Rosmarinkartoffeln eine schmackhafte Beilage bei Grillgerichten.

Die hellblau blühenden und holzigen Pflanzen sollten bei uns drinnen überwintern. Im Mittelmeerraum wachsen die Pflanzen im Freien zu großen Hecken heran.

Schnittlauch

Schnittlauch ist ein Kraut was auch den kältesten Winter im Garten übersteht. Das Kraut hat schöne Blüten, doch sollte man diese schon als Knospen entfernen. Dann kann man länger Schnittlauch ernten.

Thymian

Dieses Kraut sollte in keiner mediterranen Küche fehlen. Das Kraut gibt Gerichten eine herzhaft südländische Note. Es eignet sich als Zugabe für die Pasta und auch für Hackfleischgerichte.

Basilikum

Bei diesem Kraut ist zu beachten, dass es viel Sonne braucht. Durch die Sonne entfaltet das Kraut sein unverwechselbares süßes Aroma.

Das Kraut kann man frisch in jedem Supermarkt, Pflanzencenter und auf Wochenmärkten in Töpfen kaufen. Stellt man es auf den Balkon, kann man lange die Blätter ernten. Nur das Gießen nicht vergessen.

Es passt sehr gut zu Thailändischen Gerichten, weil diesem Kraut auch eine große Schärfe nichts anhaben kann.

Pfefferminze

Bei diesem Kraut kann man unter 600 Varianten und Aroma-Züchtungen wählen, wie Ananas-Aroma, Schokoladen-Aroma oder auch Orangenminze.

Das Einsatzgebiet von frischer Minze ist vielseitig, so zum Beispiel für Drinks, Suppen, Desserts, Fleisch und Hackfleisch.

Man kann aber auch aus frischer Minze einen wohlschmeckenden Tee zubereiten, der kalt und auch warm mundet.

Koriander

Dieses Kraut ist nicht für jeden etwas, da es einen leichten seifigen und bitteren Geschmack hat. Es passt gut zu Fischsalaten und indischen Currys.

Die Pflanze benötigt Wärme. Doch sollte sie nicht blühen, weil die Pflanze dann ins Kraut schießt.

Tipps um Kräuter haltbar zu machen

1. Kräuteröl

Zutaten:

Hierzu verwendet man frische Kräuter nach Wahl (z.B. Petersilie, Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran)

500 ml Oliven- oder Rapsöl

1/2 TL grobes Meersalz

1/2 TL bunte Pfefferkörner

Zubereitung:

Kräuter säubern, aber nicht waschen.

Öl mit Salz und Pfefferkörner in eine Flasche füllen.

Kräuterzweige dazugeben, die müssen von Öl bedeckt sein.

Das Öl muss an einen dunklen Ort stehen und ca. 1 bis 2 Wochen durchziehen.

Dann die Kräuter entfernen und das Öl kann verwendet werden.

Die Menge der Kräuter sind entscheidend, ob das Kräuteröl intensiv oder weniger intensiv ist

2. Gefrorene Kräuter

Die ausgewählten Kräuter werden gewaschen, fein geschnitten oder gehackt. Dann die Kräuter mit Wasser oder Brühe in Eiswürfelbehälter füllen und einfrieren. Nachdem Gefrieren werden die Würfel in Gefrierbeutel umgefüllt und können dann nach Belieben für Gerichte eingesetzt werden.

3. Getrocknete Kräuter

Hierbei fasst man die ausgewählten Kräuter zu Bündeln zusammen und bindet diese zusammen. Diese Bündel hängt man zum Trocknen auf und kann sie nach dem Trocknen einsetzen zum Beispiel bei Braten, Suppen oder Gemüse.

Wer einen eigenen Garten hat, kann Kräuter dort anbauen, dabei empfiehlt es sich dieses in Form einer Kräuterspirale oder Kräuterschnecke zu realisieren.

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