Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Zitronenmelisse ist eine typische Bauerngartenpflanze. Die Blätter duften intensiv nach Zitrone. Sie findet ihre Verwendung als Tee.

Da diese Pflanze nützlich und auch schmückend ist, sollte sie in jedem Garten angepflanzt werden.

Pflanzt man die Zitronenmelisse entlang eines Weges, so verströmt sie bei der Berührung der Blätter einen intensiven Zitronenduft.

Entlang des Stängels wachsen im Sommer büschelweise kleine weiße Blüten. Diese Blüten haben eine große Anziehungskraft auf Bienen.

Aussaat

Es handelt sich um eine mehrjährige Staude. Die Vermehrung kann durch Wurzelteilung, Stecklingen und Samen vermehrt werden.

Die Samen keimen allerdings langsam. Da der Samen sehr fein ist, muss bei der Aussaat kaum Erde darüber gehäuft werden.

Die Vermehrung der Pflanze sollte im Frühjahr geschehen, in dem man die Wurzelballen teilt. Wenn mehr Pflanzen benötigt werden, ist eine Vermehrung durch Stecklinge ratsam, welche man Ende des Frühjahres schneidet.

Die Pflanze wächst zu einem runden hügeligen 60-90 cm hohen Busch mit Blättern.

Die Pflanze gedeiht auch auf einen trockenen Boden. Jedoch intensiver ist der aromatische Duft der Pflanze, wenn sie auf einen feuchten und fruchtbaren Boden gepflanzt wird. Weiterhin sollte der Standort vollsonnig bis halbschattig sein

Die Pflanze sollte alle zwei bis drei Jahre ersetzt werden, weil sie dann sehr groß geworden ist und so auch die schöne Form verloren hat.

Pflege

Die Zitronenmelisse ist sehr pflegeleicht. Ist die Pflanze einmal gepflanzt, dann sorgt sie für sich selbst. Nur die Jungpflanzen benötigen etwas mehr Aufmerksamkeit.

Allerdings muss man aufpassen, dass sich die Pflanze nicht allzu weit ausbreitet.

Sorten

Bei der Zitronenmelisse gibt es mehrfarbige Sorten. Besonders die goldenen und gefleckten Sorten sind sehr dekorativ. Diese Art macht sich sehr gut, wenn man sie in einer Kräuterrabatte in den Vordergrund setzt. Auch vor Büschen sieht die Pflanze gut aus. Doch muss hierbei darauf geachtet werden, dass der Platz nicht zu dunkel ist.

Die Sorte „ All Gold“ ist ein wunderschöner gelber Farbtupfer, wenn sie in einer schattigen und halbschattigen Rabatte gesetzt wird. Steht diese Sorte in voller Sonne, dann verbrennen die Blätter und werden braun.

Dagegen die Sorte „Variegata“ verträgt volle Sonnen. Die Blätter haben eine dichte gelbe Sprenkelung. Besonders im Frühsommer sieht diese Pflanze mit diesem gelb gesprenkelten Blattwerk wunderschön aus.

Verwendung

Zitronenmelisse sollte möglichst frisch verwendet werden, da das Aroma beim Trocknen sehr verloren geht.

In der Küche findet sie eine vielseitige Anwendung, wie zu Beispiel für Kräutersuppen, Salate, Kräuterquark, Obstsalate, Getränke und vieles mehr.

Auch in der Heilkunde ist die Zitronenmelisse als Heilmittel schon seit vielen Jahrhunderten bekannt.

Sie wirkt krampflösend, beruhigend und verdauungsfördernd. Auch hat sie antibakterielle und antivirale Eigenschaften.

Als Hausmittel ist ein heißer Zitronen Melissentee gut gegen Erkältungen, Fieber, Kopfschmerzen und nervösen Magen- und Darmstörungen.

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Die Wildkräuter sprießen … doch wer sammeln will, muss in Botanik auch wirklich fit sein!

Unter dem Motto „So verzaubert uns der Frühling“ ist im März von der beliebten Fernsehzeitschrift „Funk Uhr“ auch der Löwenzahn vorgestellt worden:

Der sei ein „wilder Kraftspender“, in dem jede Menge Vitamin A, C und E steckt: „Das Kraut wirkt leicht harntreibend und unterstützt die Leber- und Gallenfunktion“, berichtet Elke Polomski über das erste, appetitlich frische Grün.

Bei Tierhaltern und in der Volksheilkunde begehrt!

Tatsächlich ist der Löwenzahn auch ein altgedientes Heilkraut, das nicht umsonst Bettnässer, Bettseecher oder auch Pissnelke genannt wird. Denn die harntreibende Wirkung ist hinlänglich bekannt. Eine Wirkung, die in der Volksheilkunde von jeher gerne genutzt wurde.
Ebenso von jenen, die auch in der Tiermedizin auf die Kraft der Heilkräuter gesetzt haben: „Feingehackte junge Löwenzahnblätter sind eine vitaminreiche Futterergänzung“, schreibt Petra Durst-Benning in ihrer „Kräuterapotheke für Hunde (Weltbild) und empfiehlt den Saft auch als Frühjahrskur und / oder Jungbrunnen für ältere Hunde. Die Wildkräuter sprießen … doch wer sammeln will, muss in Botanik auch wirklich fit sein! weiterlesen

Pflanzenschutz im Garten

Schutz – ein Wort voller guter Bedeutungen wie Hilfe, Beistand, Entlastung – ist vielfach in Verruf geraten, wenn es sich auf Pflanzen bezieht. Seitdem die Umweltverschmutzung mehr beachtet wird, bedeutet Pflanzenschutz häufig Gift, Rückstand, „stummer Frühling“.

Das muss aber nicht sein. Richtig ausgeübter Schutz vor Schädigern kommt mit minimalen Spuren kurzfristig wirkender Giftstoffe aus, die nach den vorgeschriebenen Wartezeiten keinerlei unbedenkliche Rückstände hinterlassen. Dann werden auch keine Vögel getötet und schon gar nicht Menschen gesundheitlich gefährdet.

Allerdings setzen recht verstandene vorbeugende Maßnahmen mehr voraus als richtige Konzentration der Mittel und sachgemäße Anwendung Dazu gehört im Hausgarten die Gesunderhaltung der Pflanzen durch Kulturmaßnahmen, damit Obst und Gemüse schon vom Anbau und der Ernährung her gegen gewisse Schädlinge und Krankheiten gefeit sind.

Solch vorbeugender Pflanzenschutz lässt es nur ausnahmsweise zu einem Massenbefall kommen, gegen den man etwas tun muss.

Fraß- Schäden und Krankheiten

Die meisten hochgezüchteten Kulturpflanzen sind zahlreichen Schädigern ausgesetzt, unter denen Blattläuse und Würmer im Obst und Gemüse unverdienten Ruhm gewonnen haben. Aber der Kleingärtner, dem es nicht auf höchsten Flächenertrag ankommt, wird nicht die letzte Blattlaus oder Raupe kämpfen, sondern den Befall in tragbaren Grenzen halten.

Im Übrigen machen tierische Schädlinge nur wenige Prozent des Schadenbildes aus. Während Bakterien und Viren, vor allem in mikroskopischen Grö8enordnungen, keine Fraßschäden sondern „Krankheiten“ verursachen. Leider gibt es aber gegen diese Parasiten nur wenig, teilweise gar keine Mittel.

Die pflanzlichen Krankheitserreger — also Schmarotzer aus der eigenen  Sippe – reichen ebenfalls von einzelligen Ausbeutern fremden Gewebes bis zu deutlich sichtbaren Pilz- und Schimmelrasen.  Ja, bis zu den Pilzen im Rasen (Hexenringe) und an lebendem wie totem Holz. Algen und Moose gehören ebenso dazu wie alle Unkräuter. Pflanzenschutz im Garten weiterlesen