Apfelbaum (Malus)

Der Apfelbaum

Der Apfelbaum bildet eine Gattung in der Familie der Rosengewächse.

In den hiesigen Breitengraden gehört der Apfel zu den am meisten verzehrten Obstsorten. Er kann vielseitig verwendet werden, ob als Apfelsaft, Apfelmus oder auch als Kuchenbelag.

Doch bevor man einen Apfelbaum pflanzt, sollte man sich überlegen, was für einen Apfel man ernten möchte. Soll es ein Lagerapfel oder ein Edelapfel sein.

Lageräpfel sind Boskop oder Brettacher, die können das ganze Jahr über gelagert werden. Dann gibt es das Edelobst wie Golden Delicious oder Cox Orange, welche aber nicht lange gelagert werden können.

Pflanzzeit

Die beste Zeit zum Pflanzen eines Apfelbaumes ist der Oktober oder November.

Mankann den Apfelbaum als Containerpflanze oder auch wurzelnackt kaufen. Ist er nicht im Container, also wurzelnackt, dann muss man bis zum Pflanzen ein Austrocknen verhindern. Kauft man ihn als Containerpflanze kann man ihn setzen wann man will.

Standort

Es wird eine kalkreiche Erde ohne Feuchtigkeit benötigt.  Des weiteren richtet sich der Standort nach der zu erwartenden Größe des Baumes.  Es gibt unterschiedliche Wuchsarten. So gibt es den Riesenapfelbaum, mittlere oder kleine Apfelbaum-Spindeln oder sogar den Apfelbaum, der in Kübeln gehalten werden kann.

Nach dem Wuchs sollte auch der Standort ausgesucht werden, damit genügend Platz zur Verfügung steht.

Außerdem braucht der Apfelbaum viel Sonne zum Wachsen und Gedeihen.

Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass ein geräumiges Loch ausgehoben wird. Der Untergrund muss gut aufgelockert sein. Pflanzt man einen wurzelnackten Baum, dann müssen die Wurzeln vor dem Einpflanzen ungefähr ein Drittel zurück geschnitten werden. Wird das Pflanzloch geschlossen, sollte Kompost mit eingearbeitet werden. Das hilft dem Apfelbaum anfangs sehr. Dann muss der Baum ordentlich gegossen werden.

Pflege

Ein Apfelbaum muss geschnitten werden. Dabei unterscheidet man zwischen Winter- und Sommerschnitt. Den Winterschnitt nimmt man im Herbst vor. Dieser sorgt dafür, dass der Baum seine Form behält. Auch wird dadurch das Wachstum angeregt, was jedoch den Ertrag beinflusst. Denn wenn der Baum stark wächst, ist der Ertrag geringer. Hat der Baum dann die gewünschte Größe erreicht, sollte der Winterschnitt nur bei Bedarf erfolgen.

Beim Sommerschnitt werden die Wassertriebe abgeschnitten. Wassertriebe sind Triebe vom letzten Jahr, die senkrecht nach oben wachsen. Es ist wichtig die weg zu nehmen, damit der Baum seine ganze Kraft in den Apfel stecken kann.

Ernte

Die Ernte richtet sich nach der Art des Apfelbaumes. Sie beginnt im September und endet im Oktober.

Apfel, die gegessen oder gelagert werden sollen, müssen vorsichtig abgenommen werden. Sie sollten keine Druckstellen haben.

Krankheiten/Schädlinge

Mehltau, Schorfflecken, Blattläuse und Apfelwickler

Erdbeeren (Fragaria)

Erdbeeren

Die Erdbeere gehört zu der Familie der Rosengewächse. Sie ist keine Beerenfrucht sondern eine Sammelnussfrucht.

Schon in der Steinzeit gab es Erdbeeren, doch waren diese Früchte sehr klein. Es handelte sich dabei um Walderdbeeren.

Die ersten größeren Erdbeeren fand man im 18.Jahrhundert in den USA. Von dort aus kamen dann die ersten Früchte nach Europa. Die erste Gartenerdbeere gab es um 1750 in den Niederlanden.

Heute ist die Erdbeere nach dem Apfel das beliebteste Obst bei den Menschen.

Anpflanzung

Der günstigste Zeitpunkt für das Pflanzen von Erdbeeren ist im Hochsommer und zwar Ende Juli bis Mitte August.

Bei der Pflanzung ist zu beachten, dass die Erdbeerpflanzen nicht flach wurzeln, sondern fast bis zu einem Meter in die Erde wurzeln.

Wichtig ist, dass der richtige Pflanztermin eingehalten wird, denn dann ist auch im nächsten Jahr mit einer reichenErnte zu rechnen. Pflanzt man erst Ende August, dann müssen die Pflanzen kräftige Wurzeln haben, weil Ende September die Wurzelbildung aufhört. Die Pflanzen brauchen ihre Zeit, um in die Tiefe zu wachsen. Ist der Zeitraum des Wurzelwachstums zu kurz, dann wachsen die Wurzeln in die Breite und sind dann sehr frostempfindlich.

Das Pflanzen erfolgt meistens in drei Reihen. Zwischen den einzelnen Reihen läßt man einen Abstand von 40 cm. In den Reihen selbst läßt man einenAbstand zwischen den einzelnen Pflanzen von 25 bis 30 Zentimeter.

Wenn man die ersten Erdbeeren geerntet hat, dann entfernt man die mittlere Reihe. Somit hat man dann im darauf folgendem Jahr einen Abstand von 80 cm. Viele nutzen diesen freien Platz dann im Spätsommer zum Anpflanzen von Salat.

Es muss darauf geachtet werden, dass der frei gewordene Platz zwischen den Erdbeeren im folgendem Frühjahr frei bleibt.

Standort

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Erdbeeren eigentlich keine besonderen Ansprüche an einen Standort stellen. Sie können eigentlich in jeden Garten angebaut werden.

Die Erdbeerpflanzen vertragen einen schattigen und auch sonnigenPlatz, wobei es aber zu mehr Früchten in einer Sonnenlage kommt.

Pflege

Die Pflanzen benötigen  einen sehr humusreichen Boden. So sollte der Bodenvor dem Einpflanzen mit viel Humus versorgt werden. Das kann Kompost oder auch verrotteter Stallmist sein.

Da die Erdbeeren ihre Blüten im September bilden, ist eine Herbstdüngung sehr wichtig. Sehr gut ist ein organischer Dünger. Die Pflanzen können denWinter über stark wachsen und Blütenknospen bilden.

In der Anwachsphase benötigen die Pflanzen viel Wasser, aber auch während der Knospenbildung und auch während der Blütezeit sollte reichlich gegossen werden.

Nach der Ernte muss der Boden gut aufgelockert  und das Unkraut entfernt werden. Dann auf das Beet Kompost verteilen.

Vermehrung

Die Vermehrung von Erdbeerpflanzen ist problemlos. Man trennt die kräftigen Ausläufer von der Mutterpflanze ab und gräbt sie mit Wurzel aus. Dann können sie in ein anderes Beet gesetzt werde.

Blütezeit

Die Blütezeit geht von Ende Mai bis in den Juli hinein. Das richtet sich nach den Sorten und auch nach der Gegend.

Ernte

Wichtig ist, dass die Erdbeeren immer mit den Stielen gepflückt werden. Sind die Stiele entfernt, gehen Vitamine und Nährstoffe verloren.

Erdbeeren sind sehr gesund. Sie besitzen sehr viel Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem haben sie sehr wenig Kalorien und sind dadurch unterstützend bei einer Diät.

Ansonsten benötigendie Pflanzen einen sehr humusreichen Boden. So sollte der Bodenvor dem Einpflanzender Erdbeerender Bodenmit viel Humus versorgt werden. Das kann Kompost oder auch verrotteter Stallmist sein.

Himbeere (Rubus idaeus )

Die Himbeere

Die Himbeere ist nicht nur schmackhaft, sondern sie hat auch eine heilende Wirkung. Sie war schon im Altertum als Heilpflanze bekannt.

Sie enthält viel Biotin, Vitamin C und Vitamin A.

Besonders in der Kinderernährung spielt sie wegen des hohen Vitamingehalts eine große Rolle.

Standort

Der beste Standort für eine Himbeere sollte sonnig bis halbschattig sein, aber windgeschützt.

Himbeeren, die im Herbst Früchte tragen, benötigen einen vollsonnigen Standort.

Die Himbeere braucht humose, lockere und feuchte Böden. Jedoch Staunässe sollte vermieden werden. Himbeeren sind selbstfruchtbar.

Anbau

Die beste Anbauzeit für Himbeeren ist der Herbst und das Frühjahr. Man sollte sie in einer Reihe anbauen und zwischen den einzelnen Pflanzen eine Abstand von 50 cm lassen. Zwischen den einzelnen Reihen sollten mindestens 150 cm frei bleiben.

Vor dem Pflanzen muss die Erde gut gelockert und mit Kompost oder Rindenhumus angereichert sein. Bevor die Pflanzen eingesetzt werden,  die Wurzelballen ca. eine Viertelstunde ins Wasser tauchen. Noch besser wäre anstatt ins Wasser zu tauchen eine Ackerschachtelhalmbrühe zu nehmen. Damit beugt man Wurzelkrankheiten vor.

Sind tote Wurzeln vorhanden, werden die komplett abgeschnitten. Die gesunden Wurzeln kürzt man um einen Zentimeter und die Jungtriebe schneidet man ca. auf 30 cm zurück.

Pflege

Himbeersträucher sollten das ganze Jahr über gemulcht, gut gegossen und auch ab und zu gedüngt werden.

Nach der Ernte im Spätsommer werden die Himbeersträucher geschnitten. Sollte es versäumt worden sein, dann können die Sträucher auch noch im Winter geschnitten werden.

Bei den Sommerhimbeeren werden die abgetragenen Ruten, die inzwischen 2 Jahre alt sind, bis hinunter zur Erde abgeschnitten. Bei den neu heranwachsenden Trieben, welche eine noch helle Farbe haben, werden alle dünnen Ruten entfernt. Auch die besonders dicken Ruten werden entfernt, da diese anfälliger für Krankheiten sind.  Dagegen bei den Herbsthimbeeren ist solch eine Unterscheidung nicht nötig. Hier werden nach der Ernte die Pflanzen komplett ebenerdig abgeschnitten.

Damit sich die Ruten nicht zum Boden neigen, sollten die Pflanzen an ein Drahtgerüst gebunden werden.

Vermehrung

Himbeersträucher lassen sich sehr schnell vermehren.

Man sticht mit der Schaufel einige Wurzelausläufer ab. Doch darauf achten, dass die Ausläufer kräftig sind. Je dicker, desto besser.  Diese Wurzeln gräbt man aus und kürzt sie auf 10 – 15 cm ein. Befinden sich an den Schnittlingen kleine Wurzeln, so lässt man sie dran. Die Wurzelschnittlinge setzt man dann in ein Erdloch und bedeckt sie mit Erde,

Man führt diese Arbeit am besten im Oktober und November durch. So können sich dann die Wurzeln in den Wintermonaten entwickeln und treiben ab März aus. Eine Mulchschicht, die man auf die neuen Pflanzen aufbringt, schützt die Wurzeln vor der Kälte. Doch muss diese beizeiten entfernt werden, damit die Frühlingssonne den Boden erwärmen kann.

So ist es möglich, sich viele neue Himbeersträucher ran zu ziehen.

Schädlinge und Krankheiten

Die Botrytis-Fruchtfäule ist eine der bekanntesten Krankheiten bei Himbeeren. Die Pflanze wird mit einem stäubenden Pilz bedeckt. Dadurch faulen und schrumpfen die Früchte und ganz zuletzt verhärten sich die Beeren.

Vorbeugen kann man, in dem man ein Auslichten der Ruten und die Ausdünnung nach der Ernte vornimmt. Weiterhin kann man in der Befallzeit auch eine Besprühung der Pflanze mit einem Fungizid vornehmen.

Aber auch der Himbeerkäfer ist ein Schädling. Er frisst die Blütenknospen und Blüten. Seine Larve lebt in der Frucht und schädigt damit die Himbeere. Einem Befall kann man mit der Behandlung eines Insektizid vor der Blütezeit vorbeugen. Es sollte aber ein Injektizid genommen werden, was für die Bienen ungefährlich ist.

Ernte und Lagerung

Es gibt einmaltragende Himbeeren, die  im Juli reifen. Die zweimaltragenden reifen im Juli und September.

Leider halten die Himbeeren nach der Ernte nur ein paar Stunden frisch. Sind sie ganz trocken und ungewaschen, kann man sie nebeneinander liegend so einen Tag im Kühlschrank aufbewahren. Das beste ist, wenn man sie frisch verzehren möchte, so schnell wie möglich nach der Ernte zu essen.

Doch Himbeeren kann man wunderbar einfrieren. Sie halten dann bis zu einem Jahr. Dann sollte man die Früchte aber essen, denn sie verlieren dann ihren Geschmack.

Bei einer reichhaltigen Ernte bietet sich die Herstellung von Himbeeremarmelade an, die sehr lecker ist. Auch in einer roten Grütze oder als Kuchenbelag machen sich die Himbeeren sehr gut