Winterharte Palmen

Meistens kennt man Palmen nur aus dem Urlaub in südlichen Ländern wie in Spanien, Italien und Portugal.

Da Palmen sehr schöne und attraktive Pflanzen sind, möchten viele eine Palme auf der Terrasse, im Garten oder auf dem Balkon ihr eigen nennen.

Doch befürchten viele, dass Palmen den kalten Winter in Deutschland nicht überstehen. Hierzu muss man sagen, dass es wirklich viele Palmen gibt, die sich nicht für unsere Region eignen. Doch es gibt einige Arten, denen der Winter in Deutschland bei entsprechender Pflege nichts ausmacht.

Hier einige Arten, die frostverträglich sind !

  • Kretische Dattelpalme ( Phoenix theoprastii )
  • Die Zwergpalmetto ( Salbei Minor )
  • Die Zwergpalme ( Chamaerops humilis )
  • Wagners Hanfpalme ( Trachycarpus wagnerianus )
  • Die blaue Nadelpalme ( Thritrinax campestrix )
  • Die wollige Geleepalme ( Butia eriospatha )
  • Die Geleepalme ( Butia capitata )

 

Wer eine Palme pflanzen möchte, muss sich erst einmal für eine Palme entscheiden. Danach kann man sich für einen Kauf entscheiden. Doch sollte man dabei beachten, dass die Palme eine Mindestgröße von 50 cm und ein Alter von 4 Jahre haben sollte. Junge Pflanzen sind frostempfindlicher und es kann passieren, dass diese Pflanzen den Winter nicht überstehen.

Wurde nun eine Pflanze gekauft, sollte die Palme aber nicht gleich in den Garten eingepflanzt werden. Da die Pflanze eine lange Zeit im Gewächshaus verbracht hat, verträgt sie nicht gleich die pralle Sonne. Es kann sein, dass sie einen Sonnenbrand bekommt, was das Wachstum der Pflanze stark beinträchtigen kann. Günstig ist, wenn man sie erst einmal an einen Standort stellt, der nicht soviel Sonne hat. Sollte man keinen geeigneten Platz finden, kann man die Pflanze mit einem Pflanzenvlies vor einer direkten Sonnenstrahlung schützen. Nach 1 – 2 Wochen kann die Pflanze an ihren bestimmen Platz eingepflanzt werden.

Doch bei dem Standort ist einiges zu beachten

Die Pflanze ist zwar winterhart, aber sie liebt trotzdem die Wärme. Darum sollte der Standort so sein, dass er auch im Winter so viel Wärme und Sonne wie möglich bekommt. Auch soll er so gut wie es geht vor Kälte, Regen und Schnee geschützt sein.

Günstig ist, wenn man die Palme in der Nähe von beheizten Räumen pflanzt, wo man viel Sonne, aber wenig Feuchtigkeit und Wind erwarten kann. Ideal ist dabei der Platz vor einer Südwand.

Wann und Wie erfolgt die Pflanzung ?

Nachdem man den richtigen Standort für die Palme gefunden hat, kann die Pflanze in der Zeit zwischen März und Juni eingepflanzt werden. Ideal ist die Pflanzung, wenn der letzte Frost im Frühjahr vorüber ist. Dann hat die Pflanze genügend Zeit, um bis zum Herbst/Winter neue Wurzeln und Blätter zu bilden.

Wichtig ist bei der Pflanzung, dass man den richtigen Bodengrund wählt, denn der Boden soll die Pflanze fixieren, aber auch ein richtiger Wasser- und Nährstofflieferant sein. Handelt es sich um einen schweren Lehm- und Tonboden muss der Boden vorher erst richtig aufgelockert werden. Um die Bodenqualität zu verbessern kann Sand, Lavagranulat oder Bims dazu gegeben werden.

Ist der Boden sehr sandig, kann er durch Zugabe von Humus oder Tonmineralien verbessert werden. Grundsätzlich sollte der Boden eine humus-lehmige Beschaffenheit haben.

Der ph-Wert sollte möglichst zwischen 5 und 7 liegen. Kontrollieren kann man diesen, in dem man sich Indikatorpapier aus der Apotheke besorgt.

Ist der Boden nun dementsprechend vorbereitet, kann die Palme eingepflanzt werden.

Ist der Boden mehr lehmig, dann sollte am Bodenloch eine Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben eingefüllt werden. Dadurch kann das Wasser besser ablaufen und die Wurzeln der Palme faulen nicht. Weiterhin kann ein Faulen der Wurzeln dadurch verhindert werden, in dem der Wurzelballen der Palme nicht so tief eingesetzt wird. Ideal ist, wenn der Ballen oben etwas herausschaut.

Handelt es sich um einen sandigen Boden, ist dies nicht nötig. Allerdings sollte bei sandigem Boden der Stamm fixiert werden, da die Palme sonst keine richtige Standfestigkeit hat.

Überwinterung der Palme

Es gibt viele Palmenarten, die den deutschen Winter ohne Probleme überstehen. Aber es gibt auch Arten, die bei -10 Grad Probleme bekommen und richtig geschützt werden müssen. Hierzu sollte man wissen, dass besonders junge Palmen und Palmen in Kübeln gegenüber Kälte sehr empfindlich sind. Dabei sind besonders die Wurzeln gefährdet und danach folgt der Stamm. Die Blätter verkraften die Kälte recht gut.

Erreichen die Temperaturen im Winter die Grenze des zulässigen Toleranzbereiches, dann sollten die Pflanzen vor der Kälte geschützt werden. Ist kein hoher Temperaturabfall zu erwarten, dann reicht ein mittlerer Schutz aus. Dazu schützt man den Wurzelbereich mit Laub, Rindenmulch und Stroh. Die Blätter bindet man mit einem Seil zusammen, damit sie vor den Schneemassen geschützt werden. Außerdem werden die Blätter mit Folie oder einem Jutesack geschützt.

Fallen die Temperaturen unter den zulässigen Toleranzbereich, dann ist ein stärkerer Schutz nötig. Man umhüllt die Pflanze vollkommen mit Luftposterfolie. Noch besser ist, wenn man für diese sehr kalte Zeit um die Pflanze ein Gewächshaus baut.

Wichtig ist, dass bei milderen Temperaturen sämtliche Schutzvorrichtungen beseitigt werden. Die Palme kann dann wieder Sonne tanken und die vorher geschützten Stellen können trocknen.

Welche Palmen halten im Winter hohe Kältegrade aus?

 

  • Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei ) – Übersteht gut schwere Nässeperioden
  • Mozart-Palme (Nannorrhops ritchiana ) – anfällig gegen Regenperioden und Staunässe
  • Nadelpalme (Rhapidophyllum hystix)hält auch Kälte und Staunässe recht gut aus

 

Die Auswahl ist groß !

Doch es gibt noch einige Palmenarten, die sehr frostverträglich sind. Nachfolgend einige Beispiele:

 

  • Geleepalme (Butia capitata)
  • Dattelpalme (Phoenix theoprastii),
  • Wagners Hanfpalme (Trachycarpus wagnerianus),
  • Zwergpalme (Chamaerops humilis), die kretische Dattelpalme (Phoenix theoprastii),
  • Zwergpalmetto (Sabal minor)

Weihnachtskakteen geben einen prächtigen Zimmerschmuck und ein tolles Fotomotiv ab!

„Aus Amerika habe ich nach Europa gefunden und blühe jährlich gerade um die Weihnachtszeit!“ In „100 bunte Blumengrüße“ lässt der Autor die Pflanzen selbst zu uns reden:

Wobei, August Güse zufolge, ein Weihnachtskaktus auch auf beengtem Raum noch seinen Platz findet.

Beliebte Pflanzen rund um die Advents- und Weihnachtszeit:

Ein auf den ersten Blick genügsames Gewächs also.

Auch das Fachportal „Mein schöner Garten“ befasst (http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartengestaltung/pflanzenportraets/schlumbergera-der-weihnachtskaktus-138304) sich daher mit den Weihnachtskakteen, deren „eleganten Blüten ab Oktober escheinen und Farbe in die triste Winterzeit bringen“.

Dabei handelt es sich bei Schlumbergera, so die botanisch-wissenschaftliche Bezeichnung, um eine ganze Pflanzengattung, die ihren Namen einem französischen Kakteensammler verdankt. Die Trivialbezeichnung „Weihnachtskaktus“ spielt dann auf die Hauptblütezeit ab.

Aus den Tropen auf die deutsche Fensterbank:

„Stelle mich ans helle Fenster ohne volle Mittagssonne“, ermahnen die Pflanzen ihre gerade jetzt so zahlreichen Käufer durch ihr Sprachrohr, den Autor August Güse.

Auch bei der vermeintlichen Anfängerpflanze muss also an einiges gedacht werden. Denn auch dann, wenn wir Weihnachtskakteen über Sommer raus auf den Balkon stellen, sollte ein halbschattiger Standort gewählt werden.

Pralle Sonne hingegen werden uns die Tropengewächse nur schwer verzeihen. Die wachsen in ihrer Heimat nämlich in den Astgabeln von Urwaldbäumen, wo es nur halbschattig ist und wo sich nur wenig Erde und Moose ansammeln.

Staunässe ist dem Weihnachtskaktus daher, trotz seiner tropischen Herkunft, ein Graus, so dass auch für die Pflege im Wohnzimmer ein luftiges Substrat gebraucht wird. Am besten ein ganz spezielles Kakteengemisch, das optimal auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt ist.

Alternativ wählt man dagegen eine herkömmliche Blumenerde, die dann freilich mit Sand und Tongranulat aufgelockert und vermischt wird.

Auf keinen Fall darf sich Gießwasser in den Blumentöpfen oder Untersätzen ansammeln, da Staunässe, wie bei den meisten Epiphyten (Aufsitzerpflanzen, die auf Bäumen wachsen), auch Schlumbergeras Tod ist!

Am natürlichen Standort bedroht:

Bis zur nächsten Wassergabe kann und darf die Pflanzerde daher sogar an- bzw. austrocknen.

Wird all dies bedacht, werden auch weniger geübte Heim- und Zimmergärtner, gerade so, wie es auch der Focus beschreibt (http://www.focus.de/immobilien/wohnen/freizeit-weihnachtskaktus-sollte-hell-stehen_id_4221849.html), just zur Weihnachtszeit mit den prächtigen Blüten belohnt.

Die werden in ihrer natürlichen Heimat übrigens nicht durch Falter und andere Insekten, sondern von Vögeln bestäubt.

Tatsächlich dominieren gerade in den Tropen rote Blüten, die von Kolibris, die wie alle Piepmätze besonders „rotsichtig“ sind, gut erkannt und entdeckt werden!

Leider sind die Pflanzen in ihrer Heimat mittlerweile stark bedroht. Dennoch braucht niemand um seinen diesjährigen Weihnachtskaktus zu fürchten, da wir es hier ausschließlich mit Nachzuchten, meist sogar mit Hybriden zu tun haben.

Deren Blüten geben übrigens tolle Nah- und Makroobjektive ab. Tatsächlich lohnt sich gerade jetzt, im Winter, die Fotopirsch im heimischen Wohnzimmer und können nun Weihnachtssterne und Weihnachtskakteen, aber auch Adventskränze und Tannenzapfen gekonnt in Szene gesetzt werden.

Gerne auch um die Festtage, wenn die neue Kamera oder das neue Wunschobjektiv, das unter dem Weihnachtsbau lag, zum ersten Mal eingeweiht und ausprobiert werden.

 

Weihnachtskakteen begegnen uns im Wohnzimmer nicht mehr als Wildform, sondern ausschließlich in der Gestalt von Nachzuchten und Hybriden. Dennoch müssen bei der Pflege und Kultur einige Punkte bedacht werden!

Foto: Peter Hoffmann

Nun kommt die Zeit der Christsterne!

„In Mittelamerika habe ich meine Heimat“, so beginnt August Güses „100 bunte Blumengrüße“ (s) einen Beitrag über den Weihnachtsstern, der von Botanikern Euphorbia pulcherrima genannt wird.

Eine wandelbare Pflanze mit vielen Namen:

Tatsächlich gehört der Advents- oder Christstern zur Familie der Wolfsmilchgewächse, Euphorbiaceae, und muss damit zu den Giftpflanzen gezählt werden:

Denn der milchig weiße Saft, der bei Pflege- und Schnittarbeiten unweigerlich aus den Pflanzenstengeln austritt, kann die Haut reizen und sollte daher sofort gründlich wieder abgespült werden!

Bei innerlicher Aufnahme drohen zudem Übelkeit, Durchfälle und Nierenschäden, so dass wir, falls Kleintiere oder Kinder in unserem Haushalt leben, entsprechend auf der Hut sind.

Doch meist reicht es schon aus, wenn wir den Weihnachtsstern auf einem Schrank oder andernorts, für unbefugte Kinderhände und Tierzungen unerreichbar, platzieren. Vielleicht auch in reiner Wasserkultur, denn „meine abgeschnittenen Blüten halten ebenfalls lange in der Vase“, lässt Güse den Weihnachtsstern zu uns sagen.

Von Hochblättern und echten Blüten:

Dabei sind die eigentlichen Blüten klein, grün und unscheinbar und sitzen, von oben betrachtet, im Zentrum der Pflanze. Die tatsächliche Zierde der Pflanze stellen dagegen die farbigen Hochblätter dar, die auch Brakteen genannt werden und längst, neben dem typischen Rot, auch in Rosa, Weiß oder panaschiert (sprich: teilweise aufgehellt) auf dem Markt sind.

Tatsächlich sind die Wuchsformen und Farben der Laubblätter äußerst wandelbar und haben die Poinsettie (so eine weitere Bezeichnung) längst zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt gemacht.

Wie sollten wir unseren Weihnachtsstern pflegen?

„Zugluft ist Gift für mich“, raten Güses „100 bunte Blumengrüße“, wissen aber auch, dass zu viel Heizungsluft dem Weihnachtsstern zusetzt. Tatsächlich befasst sich auch berlin.de, das offizielle Hauptstadtportal, mit der beliebten Adventpflanze und ihre nicht ganz einfachen Pflege.

Hier rät man dazu (http://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/balkon-und-garten/blumen-und-pflanzen/995782-743560-weihnachtsstern-so-bleibt-er-lange-schoe.html), vor allem auf frische Pflanzen zu achten, was gerade in Baumärkten und Discountern mit ihrer Massenware von Belang ist.

Nach dem Kauf müssen wir dann bereits während des Transports vor Zugluft auf der Hut sein. Und zu Hause einen Standort wählen, der für die empfindlichen Tropengewächse aus dem fernen Mittelamerika möglichst ideal ist:

„Der Weihnachtsstern bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Sonne und Temperaturen von 15 bis 22 Grad“, weiß berlin.de und rät zudem dazu, die Pflanze regelmäßig mit handwarmem Wasser zu gießen.

Denn nur so haben wir an unserem Christstern, den wir zu Beginn der Adventszeit gekauft haben, auch wirklich bis zu den Weihnachtsfeiertagen unsere Freude!

Weihnachtssterne haben sehr wandelbare Laubblätter. Tatsächlich erstrahlen die prächtige Hochblätter heute nicht nur in Karminrot, sondern in allen möglichen Farben. Leider gibt es auch die Unsitte, die Hochblätter der Weihnachtssterne in Pink- und Blautönen zu lackieren oder die Pflanze mit Kunstschnee oder Goldspray zu „verschönern“!

 

Foto: Peter Hoffman