Blumenwiese Graeser

Auf die richtige Rasenpflege kommt es an

Ein Rasen gehört in jeden Garten und jeder Gartenbesitzer möchte einen schönen Rasen haben.

Der Rasen soll dicht, grün und strapazierfähig sein, aber auch pflegeleicht. Doch meistens schafft man es trotz aufwendiger Pflege nicht, dass der Rasen so richtig seinen Wünschen entspricht. Meistens schaut man neidisch auf Nachbars Rasen, der wesentlich schöner ist als der eigene.
Rasenfläche ist ein Naturprodukt und benötigt viel Pflege. Regelmäßige Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen sind unverzichtbar. Doch die zahlt sich aus, so dass man sich an einen schönen Rasen erfreuen kann. Das trifft nicht nur auf große Rasenflächen zu. Auch eine kleine Rasenfläche im Garten erfordert diese Pflege.

Wichtig ist das Zusammenwirken von einigen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Be- und Entwässerungsfunktion, die Gräserwahl und die richtige Nährstoffversorgung. Das alles bildet die Basis für einen schönen und gepflegten Rasen.

Was gehört nun zu einer richtigen Rasenpflege?

1.Rasen mähen

Hier kann man nur sagen, dass das Rasenmähen an erster Stelle steht. Es muss auch regelmäßig erfolgen. Das erste Mähen erfolgt mit Beginn der Vegetationsperiode. Je Standort wäre das im März/April und endet je nach Standort im Oktober/November. Beim Mähen ist darauf zu achten, dass die Schnitthöhe zwischen 3,5 und 5 cm liegt. Es sollte auch die einmal gewählte Schnitthöhe über alle Jahreszeiten eingehalten werden.

Liegt der Rasen in einem schattigen Bereich, dann sollte die Grashalmlänge länger sein. Wichtig ist auch, dass ein regelmäßiger Mähzyklus eingehalten wird.

Ist es nicht möglich den Mähzyklus einzuhalten, dann ist der Rückschnitt des Rasens in mehreren Etappen vorzunehmen und zwar mit einer mehrtätigen Erholungspause. Hierbei ist zu beachten, dass der jeweilige Rückschnitt nicht mehr als 50% der Auswuchshöhe beträgt.

2. Vertikutieren des Rasens

Nachdem der Rasen gemäht wurde, kann man sehen, dass der Rasen über den Herbst und Winter nun an einigen Stellen eine Vermoosung und Verfilzung aufweist. Dadurch kann der Rasen nicht mehr mit genügend Licht, Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Hier kommt jetzt das Vertikutieren zur Anwendung. Es sollte allerdings nicht eine tiefgründige Bodenbearbeitung erfolgen. Der Boden sollte nur leicht mit den Messern des Vertikutierers angekratzt werden. Hat der Rasen einen hohen Moosanteil, kann dieser zusätzlich mit einem eisenhaltigen Dünger entfernt werden.

3. Nachsäen von Rasen

Weist der Rasen nach dem Vertikutieren Lücken auf, dann sollte mit einem qualitativ guten Rasensamen nachgesät werden. Dann werden diese Lücken auch wieder sehr schnell grün.

Wer einen schönen Rasen besitzen möchte, sollte nicht am Rasensaatgut sparen. Billiger Rasensamen verspricht mehr als was sie nachher halten können.

Wird das Saatgut mit Wärme und Wasser versorgt, dann sprießt daraus ein schönes Grün.

4. Düngung des Rasens

Rasen braucht Dünger. Dieser gibt dem Rasen die Kraft zum Wachsen. Der Nährstoffvorrat des Bodens ist meistens nicht ausreichend. Darum fügt man dem Boden Rasendünger zu. Empfehlenswert ist, wenn man einen Langzeitdünger nimmt, der nach und nach die Nährstoffe an die Rasenpflanze abgibt. So hat man eine optimale Versorgung mit Nährstoffen über 12 Wochen lang.

Liegt eine Mangelernährung vor, wird der Rasen gelb. Auch können sich Unkraut und Rasenkrankheiten schneller ausbreiten.
Die letzte Düngung sollte man im Herbst vornehmen und zwar mit einem kaliumbetontem Dünger. So macht man den Rasen winterfest.

5. Wässerung des Rasens

Für alle Pflanzen ist Wasser ein Hauptbestandteil, damit sie wachsen und gedeihen können. Durch das Wasser können die Pflanzen die Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen.

Im Sommer reicht der Niederschlag nicht aus, um den Rasen genügend Wasser zu zuführen.
Während der Vegetationsperiode schwankt der optimale Wasserbedarf der Rasenpflanze. Das hängt ab von der Temperatur und Verdunstungsrate.

Der Wasserbedarf beträgt zwischen 1l/qm und 7l/qm. Anstatt hohe Wassergaben zu geben, sollte der Rasen lieber öfters mit geringen Wassermengen beregnet werden.

6. Unkraut im Rasen

Liegt ein Nährstoffmangel vor oder ist ein zu tiefer Rückschnitt erfolgt, kann es zur vermehrten Ausbreitung von Unkraut kommen. Bekanntlicher Weise ist ja das Unkraut widerstandsfähiger als die Rasenpflanze. So übersteht auch das Unkraut gegenüber dem Rasen eine längere Trockenperiode. Das Unkraut breitet sich aus und entzieht dem Rasen die Nährstoffe.

7. Richtige Rasenpflege-Schutz vor Krankheiten

Eine richtige Rasenpflege bedeutet natürlich auch, dass die Rasenfläche von Blättern und sonstigem Unrat befreit wird.
Gerade im Herbst müssen die Blätter entfernt werden, damit die Rasenpflanzen ausreichend mit Luft, Licht und Nährstoffen versorgt werden. Geschieht das nicht, ist das die beste Voraussetzung, dass es unter Blättern zu Schimmel- und Pilzbildung kommen kann.

Doch können auch durch eine richtige Rasenpflege Rasenkrankheiten auftreten. Schneeschimmel ist die am meisten verbreitete Rasenkrankheit. Sie kann zu jeder Jahreszeit auftreten. Doch meistens tritt sie im Frühjahr oder Herbst auf.

Als erstes erscheinen kleine dunkelbraune oder orange kreisrunde Punkte. Diese werden schnell größer und breiten sich aus. Es entstehen dadurch Flecken mit abgestorbenem Gras.

Die Ursachen können eine zu feuchte Witterung und feuchte Oberfläche sein. Auch zu hohe Stickstoffgaben besonders im Herbst können dazu führen.

Vorbeugende Maßnahmen können sein, in dem man etwas zur Verringerung einer dauerhaften Oberflächenfeuchte unternimmt. Das kann geschehen durch Dränage, Erhöhung der Luftzirkulation und auch das Bäume, Hecken, Zäune und Mauern nicht zu dicht an die Rasenfläche gesetzt werden.

Auch das Entfernen von wasserrückhaltendem Rasenfilz ist wichtig und eine Einschränkung der künstlichen Beregnung ist erforderlich.

In der Zeit wo die Rasenkrankheit besonders auftritt, sollten auch kein Stickstoff und Kalk verabreicht werden. Diese Stoffe begünstigen den Krankheitsbefall.

Das Schnittgut muss immer entfernt werden.

Bei Berücksichtigung der Ratschläge wird der Rasen das ganze Jahr über Freude bereiten.

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