Ausputzen im Garten

Herbst: Ausputzen im Garten

Wenn jetzt im Herbst wieder das Laub der Stauden und Sommerblumen welkt, möchte jeder gern Ordnung in seine Beete bringen. Dekorative Samenstände sollten Sie jedoch stehen lassen. Sie sind eine wertvolle Nahrung für Vögel und Säugetiere, die bei uns überwintern. Schnee und Raureif verwandeln sie später in schöne Skulpturen.

Trockenes Laub dient langlebigen Stauden als natürliche Isolierung gegen Kälte. Lassen Sie daher eingetrocknete Stängel stehen. Gräserhorste lassen sich zu stabilen, aber im Inneren lockeren Büscheln zusammen binden. So drücken Schneelasten sie nicht auseinander und sie vernässen innen nicht. Rasch rottendes Laub, das schnell matschig wird, taugt als Winterschutz nicht. Es wird abgeschnitten oder abgesammelt. Gleiches gilt für kranke Blätter. Auf ihnen könnten Pilzsporen, Eigelege oder andere Parasiten überwintern.

Herbstlaub ist weich wie ein Teppich, bunt und raschelt toll. Fällt jedoch zu viel im Garten an, tut guter Rat Not: Wohin damit? Mulchen Sie mit Laub in erster Linie Ihre Pflanzflächen. Zwar schützen sich Stauden bereits mit Hilfe der eigenen Blätter, aber auch die Erde dazwischen sollte bedeckt sein. So ist sie gleichzeitig gegen Nährstoffverluste gewappnet. Größere Laubmengen können gut unter Bäumen und Sträuchern entsorgt werden, wo es sich langsam zersetzt und den Boden verbessert.

Kompostieren: Mischen Sie das Laub mit Holzschnitt oder schichten es lagenweise mit Holzhäckseln auf, damit es besser verrottet und nicht verklebt. Außerdem stickstoffhaltigen organischen Dünger wie Hornspäne dazu mischen. Reicht der Platz im Komposter nicht, ist rasch ein Ring aus Maschendraht aufgestellt, in den das Laub und die anderen Zutaten eingefüllt werden können. Lassen Sie unten einen kleinen Durchgang, Igel nutzen ihn gern als Unterschlupf.

Den Rasen laubfrei halten

Herbstlaub auf dem Rasen raubt den Gräsern Luft und Licht. Deshalb darf es hier nicht liegen bleiben. Einen Laubsauger brauchen Sie dazu aber nicht. Mähen Sie den Rasen Mitte bis Ende Oktober ein letztes Mal. Die Schnitthöhe sollten Sie dabei auf 4 bis 6 cm einstellen. Ein Fangkorb nimmt das Laub automatisch mit auf. Geben Sie das Schnittgut auf den Komposter und betreten Sie den Rasen im Winter möglichst selten, da sonst leicht Faulstellen entstehen.

Vertikulieren Sie Ihren Rasen jetzt nicht mehr. Beim Durchkämmen des Rasenfilzes werden auch die Graswurzeln beeinträchtigt. Bis zum Wintereinbruch wachsen sie nur schwer wieder nach. Warten Sie deshalb bis zum Frühling. Spezielle Rasendünger für den Herbst stärken die Gräser vor dem Winter. Sie enthalten verstärkt Kalium, das die Halme festigt.

Den Teich reinigen

Wenn Blätter in den Teich fallen und auf den Grund sinken, werden sie von Kleinstlebewesen zersetzt. Dabei verbrauchen sie reichlich Sauerstoff und bilden Abgase, die Fischen und anderen Lebewesen im Teich schaden können. Durch die Laubzersetzung werden überdies Nährstoffe frei, die im Folgejahr das Algenwachstum fördern. Fischen Sie deshalb möglichst viel Laub von der Teichoberfläche ab.

Netze, die über das Wasser gespannt werden, fangen das Laub auf, bevor es in den Teich gelangt. Ist der Laubfall vorbei, werden die Netze wieder abgenommen aus ausgeleert. Schneiden Sie auch das welke Laub von Ufer- und Wasserpflanzen zurück, damit es nicht im Teich rottet.

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