Herbstmarkt Heusweiler 2012 Marktstand Schwenkker

Balkone und vor allem Gärten haben ihren Preis, aber auch einen ganz besonderen Reiz!

Wer auf VOX schon mal die Makler-Doku-Soap „mieten, kaufen, wohnen“ geschaut hat, der weiß, dass Dachterrassen gerade bei der besser verdienenden Klientel sehr begehrt sind:

Dass dieser Luxus und dieses Feeling hoch über den Dächern der Stadt freilich seinen Preis hat, bestätigt (http://presse.immowelt.de/pressemitteilungen/artikel/artikel/je-hoeher-desto-teurer-wohnungen-mit-dachterrasse-kosten-ein-viertel-mehr-miete.html) das Fachportal immowelt.de: „Mietwohnungen mit Balkon oder gar Dachterrasse sind in Deutschland im Schnitt bis zu 24 Prozent teurer!“

Balkon zählt als Wohnfläche:

Erdbeeren ernten und grillen auf dem Balkon oder der Dachterrasse kann damit zu einem teuren Luxus werden: „Wer im Freien lieber weiter oben sitzt, muss auch tiefer in die Tasche greifen“, erklären die Immowelt-Experten und sehen hier Mieten, die durchschnittlich ein Viertel über denen einer vergleichbaren Wohnung ohne direkten Zugang nach draußen liegen!

Und das aus gutem Grund, denn die Größe von Balkon und Dachterrasse darf bei Mietpreisberechnungen oft bis zur Hälfte als Wohnfläche einkalkuliert werden.

Ärger mit der Nachbarschaft vermeiden!

Trotzdem ist es nicht so, dass man hier, in seinem neuen Reich, nun freie Hand hat. Nicht umsonst beschäftigt sich auch das Polit-Magazin Stern mit Nachbarschaftsstreitigkeiten und referiert darüber, „Wenn das Grillen zum Ärgernis wird“:

Erlaubt sei nämlich nur das, was niemanden unzumutbar belästigt, zitiert man hier Hans-Henning Kujath, Verbandsjurist der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Schleswig-Holstein.

Wie groß die Verunsicherung und das Konfliktpotential sind, zeigen, in der Tat, auch jene Fragen (http://www.123recht.net/Whirlpool-am-Balkon-__f125910.html), die auf 123recht.net eingestellt sind. Denn hier geht es um einen Whirlpool, der auf dem Nachbarbalkon montiert wurde.

Tatsächlich befasst sich auch berlin.de, das offizielle Hauptstadtportal, mit dieser Thematik und geht davon aus, dass Rücksichtnahme oberste Mieter- und Nachbarschaftspflicht ist. Belästigungen durch Rauch oder Ruß etwa müssen die Nachbarn keineswegs klaglos „schlucken“.

Erst gegrillt, dann gekündigt?

Hier verweist man auf das Landgericht Essen und geht davon aus, dass Grillen immer wieder zu Nachbarschaftsklagen führt und mitunter auch großen Ärger nach sich zieht: „Grillt und frittiert ein Mieter trotz vorheriger Abmahnung seines Vermieters regelmäßig weiter, ist eine fristlose Kündigung rechtens!“

Was genau ein Nachbar darf (und was eben nicht) ist daher auch von n-tv.de schon kritisch hinterfragt (http://www.n-tv.de/ratgeber/Was-darf-der-Nachbar-article10933776.html) worden. Da der Balkon, wie oben gesehen, zur Wohnung gehört (und sogar in deren Quadratmeterzahlen eingerechnet wird), dürfen hier Stühle, Bänke, Tische oder Sonnenschirme aufgestellt werden, zitiert man hier Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Auch Grillen sei, zumindest in Maßen, meistens erlaubt, „es sei denn, das Grillen ist im Mietvertrag ausdrücklich verboten oder der Rauch zieht in Nachbarwohnungen.“

Lieber in den Garten ausweichen!

Viele Experten raten daher dazu, beim Grillen lieber in den Garten auszuweichen. Ein Vergnügen, das nicht zwangsläufig teuer daher kommt. Denn „günstig sind im Deutschlandschnitt 3-Zimmer-Wohnungen mit Gartenanteil“, weiß das Portal Immowelt und sieht die lediglich um 8 Prozent teurer als eine Wohnung ohne Balkon und Co.

Allerdings liegen die erschwinglicheren Angebote eher am Stadtrand und in ländlichen Gegenden. Doch auch das kann ja seinen Reiz haben.
Vor allem in ländlichen Gegenden scheinen Wohnungen mit Gartenanteil erschwinglich …

… hier kann man(n) dann auch Grillen und Schwenken, ohne dass es mit der Nachbarschaft zu einem Problem kommt!


Fotos: Peter Hoffmann

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