Fuß

Barfuß im weichen Gras: Warum „unten ohne“ so gesund ist!?

Grüner Schimmer spielet wieder, drüben über Wies‘ und Feld. Frohe Hoffnung senkt sich nieder, auf die stumme trübe Welt!“ So hat August Heinrich Hoffmann von Fallersleben die Ankunft des Frühlings besungen, und auch die Programmzeitschrift „Funk Uhr“ scheint zu jubelliedern, dass nun der Frühling mit Macht ins Land zieht:

Weiches Gras unter den nackten Füßen, was sei das doch für ein herrliches Gefühl, begrüßen hier die Autoren den Frühling auf ihre eigene Art und Weise und sehen im Barfußlaufen einen der 22 Gründe, sich auf den Frühling zu freuen.

Gesundes Vergnügen

Wobei Barfußgehen nicht nur Spaß macht, sondern obendrein gesund ist: „Der „nackte Auftritt“ ist die einfachste Reflexzonenmassage der Welt“, glaubt die Funk Uhr, und auch Sebastian Anton Kneipp, der berühmte Priester und Hydrotherapeut aus Bayern sah gute Gründe, die Socken von den Füßen zu streifen und „unten ohne“ aktiv zu werden.

Man könne das Barfuß gehen recht gut ein Zugpflaster nennen, „das alle schlechten Stoffe in die Füße zieht und von da ausleitet“, soll der heilkundige Mann (der auch das Tautreten und gar das Schneegehen favorisiert hat) mal gesagt haben. Tatsächlich können nach Ansicht der Internisten so das Herz-Kreislauf-System gefördert und die Abwehrkräfte des Körpers gestärkt werden.

Eine Wohltat für die Füße

Vor allem können sich so, wenn wir barfuß durchs weiche Gras tollen, unsere Füße, die ansonsten viele Stunden des Tages in enges und vielleicht zudem unpassendes Schuhwerk gezwängt werden, erholen. Viele glauben daher, dass beim Barfußlaufen sogar Fußfehlstellungen korrigiert, zumindest jedoch die Muskeln und Gelenke der Füße gestärkt werden: „Tatsächlich müssen sich die Füße ohne schützende Schuhsohle beim Gehen ständig an die Unebenheiten im Boden anpassen. Das stärkt und trainiert die Fußmuskulatur“, sieht (http://www.apotheken-umschau.de/Fuesse/Wie-gesund-ist-barfuss-laufen-108411.html) auch die beliebte Kundenzeitschrift Apotheken Umschau hier eine Maßnahme, die dem kompliziert aufgebauten Quer- und Längsgewölbe des Fußes sicherlich gut tut.

Gerade für Kinder und Jugendliche sei barfuß laufen daher optimal und würde zu einer gesunden Entwicklung des Fußes beitragen. Allerdings warnen die Autoren der Apotheken Umschau auch vor zu großem Übermut: „Ausgekühlte Böden können rasch zu kalten Füßen führen, zu heißer Sand brennt auf der Haut!“

Reicht der Tetanus-Schutz noch?

Logisch dass wir, zumal auf Wiesen mit Gänseblümchen und Klee, auch vor Bienen und Hummeln auf der Hut sind. Zudem muss, vor dem „nackten Auftritt“, der Tetanus-Schutz überprüft werden.

Das jedoch gilt ganz allgemein vor der Gartensaison. Ja, vor Beginn der Gartensaison sollten Hobbygärtner ihren Tetanus-Schutz überprüfen, rät (http://www.tk.de/tk/hessen/pressemitteilungen-2014/pressemitteilungen-2013/507920) die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen. Denn in der Erde fühlen sich nicht nur Pflanzen wohl, sondern auch Tetanus-Bakterien: „Tetanus, auch als Wundstarrkrampf bekannt, greift das Nervensystem an. Die Folgen sind schmerzhafte Muskelkrämpfe, bis hin zu Störungen der Atemmuskulatur, des Herzrhythmus und der Nierenfunktion“, wissen hier die Experten, dass mit einer Infektion nicht zu spaßen ist.

Die entstehe meist durch verunreinigte Wunden, wie sie bei der Gartenarbeit häufig vorkommen: „Handschuhe reichen dabei als Schutz und Alternative zur Impfung nicht aus, da auch kaum sichtbare Verletzungen gefährlich werden können!“

Barfußlaufen ist gesund und macht Spaß, doch sollte vorher der Impfstatus überprüft werden!

Fotos: Peter Hoffmann

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