Bluetenträume  Blick ins Blueteninnere

Blütenzauber im Garten: Tipps für gelungene Pflanzenporträts!

Wohl einer der Hauptgründe, warum sich begeisterte Hobbyfotografen ein Makroobjektiv zulegen, besteht wohl darin, dass damit endlich all die blühenden Schönheiten auf Fensterbänken sowie im Garten formatfüllend in Szene gesetzt werden können …

Auch etliche Kompaktkameras verfügen über Makro- und Naheinstellungen, die aufregende Einblicke ins Blüteninnere ermöglichen und hier die Staubbeutel, aber auch deren Besucher, ins rechte Licht rücken!

Auf Augenhöhe mit der Pflanze:

Freilich sollten sich gerade Anfänger in Sachen Nahaufnahme zunächst an Solo-Blüten halten, statt sich sogleich an Schmetterling & Co. heranzuwagen. Denn zunächst einmal gilt es, die eigenen wie auch die Möglichkeiten der Kamera auszuloten.

So haben wir, gerade bei Nahaufnahmen, häufig mit einer geringen Schärfentiefe zu kämpfen, so dass Blitzlicht und/oder ein Stativ unerlässlich sind. Auch wird kein Profifotograf, der seinen Garten und dessen Bewohner in Szene setzt, einfach bequem von oben herunter drauf halten.

Will meinen: Wer Blüten oder Kleintiere fotografieren will, muss auch mal in die Knie gehen oder sich sogar auf den Bauch legen!

Denn nur so, aus der Froschperspektive heraus, bekommt der Beobachter den Eindruck, „mittendrin“ zu sein … nur einer der Gründe, warum erfahrene Naturfotografen, die auf Fotopirsch gehen, stets auch eine Plastikplane (Ihre Hosen(beine) werden es Ihnen danken!) mit im Gepäck haben …

Gut, dass wenigstens die Pflanzen willig still halten!

… nur ausnahmsweise wird sich dagegen der Blick von schräg oben – dann aber bei engem Ausschnitt und just ins Blüteninnere (ohne störenden Rand also) -, bezahlt machen.

Tatsächlich erweisen sich gerade Pflanzen als willige Motive und lassen uns die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Blendeneinstellungen und Standpunkten zu experimentieren. So kann es Sinn machen, die Fotos ein wenig knapper zu belichten, als uns das die Automatik der Kamera vorgibt. Ganz einfach, weil so besonders kräftige Farben erzeugt werden.

Auch Gegenlicht, das die Blütenblätter zum Strahlen bringt, ist ein beliebtes Gestaltungsmittel. Allerdings sollten wir dann eine so genannte Gegenlichtblende (ist heute den meisten Objektiven aus Plastik beigepackt, gibt es aber auch nachträglich aus Gummi zu kaufen) auf die Optik geschraubt haben. Zudem muss häufig via Blitz aufgehellt werden, da sich die Belichtungsautomatik der Kamera von diesem Lichtzauber dann doch mal irritiert zeigt!

Ebenso macht es Sinn, auch mal bei schlechtem Wetter und zwischen zwei Regenschauern zu fotografieren, da Tropfen auf Gräsern und Blüten ein zauberhaftes Motiv abgeben …

Die könnten übrigens, keiner Trick am Rande, auch mit der Sprühflasche, wie wir sie zum Einnebeln von Orchideen oder Terrarien benutzen, selbst fabriziert werden.

Blüten und ihre Bewohner:

Schon ein gutes Stück schwieriger wird es, wenn Blüten samt ihren Besuchern dokumentiert werden sollen. Denn Falter und Bienen sind ein empfindliches Völkchen, das bereits bei der kleinsten unbedachten Bewegung (oft reicht bereits ein Schatten, der auf das Tier fällt) auf und davon stiebt.

Es gilt also, gegen die Sonne heran zu pirschen und möglichst keine Grashalme zu berühren, die dann ihrerseits den Sitzplatz des Tieres in Schwingung bringen könnten. Denn auch das animiert zur Flucht.

Üben kann man übrigens prächtig in Tropen- und Schmetterlingsgärten, da die Insekten hier allerhand Trubel gewöhnt sind und, nach jeder Störung, rasch wieder zu ihrer Futterstelle zurückkehren.

Letztendlich macht auch hier, wie überall im Leben, allein die Übung den Meister.

Tatsächlich kann es ein äußerst spannendes Hobby sein, exotische Gewächse und heimische Blüten in Szene (https://www.youtube.com/my_videos?o=U) zu setzen und so den eigenen oder die Gärten von Freunden zu dokumentieren.

Blüten im Gegenlicht sind ein faszinierendes Motiv, das hier mit einer Nikon D 90 und einem Sigma Makro-Objektiv (105 mm, 1:2,8) in Szene gesetzt wurde.

Auch die Trockenmauer (die hier bewusst knapp belichtet wurde, um so die Farben zu intensivieren) kann ein lohnendes Motiv sein!

Bluetentraeume  im Gegenlicht Hochformat

Fotos: Peter Hoffmann

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