Rosenstrauch, verschiedene Sorten von Rosen im Garten

Das Rosen-ABC – alles zum Thema Rosen

Rosen zählen mit zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen – schon im Babylonien der Antike wuchsen Rosen, in den hängenden Gärten der Semiramis, einem der Sieben Weltwunder der Antike.

Und die erste weiße Rose soll bei der Geburt der griechischen Göttin Aphrodite, der Schaumgeborenen, entstanden sein, als ein wenig von dem Schaum auch auf die Erde fiel. Unzählige Mythen und Märchen ranken sich um diese wunderschöne Blume, wie beispielsweise die Dornenhecke im Märchen „Dornröschen“ von den Gebrüdern Grimm. Doch auch heute noch haben Rosen eine besondere Bedeutung.

Rosen – was man mit Rosen durch die Blumen sagen kann

Rosen werden gerne verschenkt, am beliebtesten ist dabei die rote Rose, die schon seit jeher das Symbol der Liebe und Dankbarkeit verkörpert. Aber mit Rosen lässt sich noch viel mehr ausdrücken, denn je nach Farbe ändert sich die Bedeutung doch sehr. Eine rote Rose symbolisiert Liebe, Romantik und auch Schönheit, Perfektion.

Mit einem Strauß roter Rosen kann man einem besonderen Menschen seine Gefühle zeigen. Als Symbol starker, anhaltender Liebe steht die rote Rose darüber hinaus auch für Leidenschaft. Selbst die Dornen haben in diesem Zusammenhang eine Bedeutung. Sie besagen: Ein gemeinsamer Lebensweg ist nicht immer einfach, dennoch führt der Weg entlang dem dornigen Stiel bis hoch zur Blüte, die so das gemeinsame Glück symbolisiert, das über allem steht.

Auch andere Farben haben ihre besondere Bedeutung. Weiße Rosen stehen für einen Neuanfang, denn Weiß ist die Farbe der Unschuld, der Demut, der Bescheidenheit. Bei Hochzeiten werden daher sehr gerne weiße Rosen verwendet. Weiße Rosen stehen zudem für Respekt.

Gelb ist die Farbe der Sonne, voller Wärme und Glück. Gelbe Rosen sind ein Symbol für Freundschaft, sie machen gute Laune und verbreiten Optimismus. Rosa wiederum ist die Farbe der Weiblichkeit, Eleganz, Raffinesse. Rosa Rosen sind ein klarer Ausdruck der Bewunderung für eine Frau. Sie stehen für Dankbarkeit und Glück, entsprechen der roten Rose in abgeschwächter Form.

Orange Rosen hingegen stehen für Energie, Lebensfreude, Glück, Hoffnung und die Begeisterung für einen Menschen.

Rosen in der Vase – Tipps für längere Freude

Wer einen Strauß wunderschöner Rosen geschenkt bekommt, möchte natürlich, dass diese besonders lange halten. Daher ist es wichtig, die Rosen nach dem Transport mit einem sehr scharfen Messer schräg anzuschneiden.

Auch dann, wenn die Rose bereits eine Schnittstelle hat. Sie wird dadurch nicht nur der Größe der Vase angepasst, sondern es werden vor allem bereits vorhandene Mikroorganismen entfernt. Frische Schnittstellen nehmen überdies das Wasser viel besser auf.

Am wohlsten fühlen sich Rosen in einer Vase mit glatten Wänden, die auch auf der Innenseite ganz glatt sind, wie Glas- oder Porzellanvasen. So wird Bakterienbildung gehemmt. Die Öffnung der Vase sollte den Blumen ausreichend Platz lassen. Stehen sie zu dicht, lassen sie sich nicht so schön arrangieren und fangen eher an zu faulen.

Tipp: Die im Wasser stehenden Blätter unbedingt entfernen. Am besten zimmerwarmes Wasser verwenden, das täglich gewechselt wird. Dabei immer auch die Vase reinigen und die Stängel neu anschneiden. Versprühtes Wasser rund um den Rosenstrauß erhöht die Luftfeuchtigkeit, was der Rose ebenfalls gut tut. Frische Rosen halten so behandelt bis zu 14 Tage in einer Vase.

Rosen im Garten – Pflegetipps

Wer einen Garten sein eigen nennt, hat vielleicht auch die eine oder andere Rose im Garten stehen. Dabei fängt das Gedeihen der Rosen schon mit der Standortwahl an. Am falschen Platz kann es sehr leicht zu Pilzkrankheiten kommen und die Schönheit der Rose ist rasch dahin. Rosen brauchen Luft und Licht, sie lieben die Sonne und benötigen zudem den Wind, der dafür sorgt, dass Morgentau und Regentropfen schnell trocknen. So wird Pilzbefall vermieden.

Der Boden ist bestenfalls humusreich und lehmhaltig, Sandanteile sollten ebenfalls enthalten sein.

Doch auch das richtige Gießen der Rosen ist sehr wichtig. Meistens wird der Wasserbedarf total überschätzt, ein- bis zweimaliges Gießen in der Woche ist auch bei großer Trockenheit ausreichend. Da feuchte Rosenblätter anfälliger für Krankheiten sind, die Rose immer von unten gießen. Mit speziellem Rosendünger, der bis maximal Ende Juli oder Anfang August verwendet werden sollte, werden die Pflanzen mit allem versorgt, was sie für gesundes Wachstum brauchen.

Rosen wollen regelmäßig geschnitten werden. Im Frühjahr werden dabei alle Teile zurückgeschnitten, die geschädigt sind, und zwar bis ins gesunde Holz – auch die verbleibenden Triebe werden bei den meisten Rosensorten gekürzt. Der Sommerschnitt erfolgt dann im Juni oder Juli nach der ersten Blüte. Dabei werden nun alle verblühten Teile entfernt.

Eine gut gepflegte und regelmäßig zurückgeschnittene Rose ist weniger anfällig für Krankheiten, und eine weniger dichte Rose trocknet nach einem Regenguss viel schneller wieder ab.

Rosenschutz im Winter

Im Winter benötigen Rosen einen besonderen Schutz, da sie frostempfindlich sind. Eine bestimmte Methode, das sogenannte Anhäufeln, hat sich dabei besonders bewährt. Um Rosen frostsicher zu machen, wird lockere Erde um den Strauch herum in Form eines Haufens von 15 bis 20 Zentimeter Höhe gegeben. So werden die unteren Knospen vor Frost geschützt. Rosenstämmchen oder Kletterrosen wiederum werden am besten komplett eingepackt – dafür eignen sich Jute, Frostschutzvlies oder Sackleinen.

Und so lassen sich Rosen vermehren

Rosen zu vermehren ist an sich gar nicht so schwer. Eine einfache Methode, die auch Laien ganz leicht umsetzen können, ist die Stecklingsvermehrung. Diese Methode ist besonders für Strauch-, Bodendecker- und Kletterrosen anwendbar. Im August ist der beste Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung. Einjährige, verholzte Triebe eignen sich besonders.

Von einem solchen Trieb wird einfach ein Beistift langer Steckling abgeschnitten. Die Spitze des Triebes und eventuell auch die Blüte werden abgetrennt, und zwar ein paar Millimeter über einem gut gewachsenen Blatt. Unten wird der Steckling einige Millimeter unter einer Knospe oder einem Blatt gekürzt. Nun werden die Stecklinge an einem schattigen Platz im Garten eingepflanzt – am besten in lockere, humusreiche Erde.

Eine kleine Handschaufel ist dabei sehr hilfreich. Die Schnittstelle sollte in Bewurzelungspulver getaucht werden, so wachsen die neuen Wurzeln schneller und kräftiger. Die Stecklinge werden bis unterhalb des Blattansatzes einfach in die Erde gesteckt. Mit kleinen Etiketten versehen können die Rosen später besser unterschieden werden. Jetzt nur noch kräftig angießen, mit einem Folientunnel abdecken und gleichmäßig feucht halten.

Im nächsten Frühjahr treiben die Stecklinge dann normalerweise. Damit sich die neuen Pflanzen schön verzweigen, sollten die neuen Triebe mehrmals entspitzt werden.

Bis zum Herbst sind die neuen Pflanzen dann so weit, dass sie an ihren Platz im Garten verpflanzt werden können.

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