Gartenteich Pflege

Der Gartenteich – auf die richtige Pflege kommt es an

Ein zauberhafter Garten lockt mit Büschen und Bäumen, Blumen und Wiese. Ein kleines Biotop mit besonderer Atmosphäre entsteht, wenn ein Gartenteich mit angelegt wird.

Freilich ist das mit einiger Mühe und Arbeit verbunden – doch das Resultat ist sehenswert. Amphibien und Vögel werden sich möglicherweise von alleine einstellen, doch auch Goldfische und andere Wasserbewohner machen Freude. Überdies ist der Bereich um und im Teich auch geeignet für allerlei bizarre und dekorative Pflanzen, die es feucht lieben.

Pflanzen um und im Gartenteich

Wird ein Gartenteich nicht gezielt bepflanzt, entwickelt er seine eigene Flora, zunächst diverse Algenarten. Mit einer gezielten Bepflanzung lässt sich nicht nur die optische Attraktivität beeinflussen, auch das kleine Biotop an sich wird entsprechend „reagieren“. Beispielsweise lassen sich die oft unliebsamen Algen mit dekorativen Pflanzen zurückdrängen.

Teichpflanzen, die im Wasser wurzeln, benötigen Substrat. Am besten legt man den Gartenteich in Stufen an, auf denen sich das Substrat hält.

Bei Neuanlage oder jedes Frühjahr stellt sich die Frage: Was fehlt, was könnte passen, was sollte man eventuell eliminieren. Abgestorbene Pflanzen sollten natürlich ersetzt werden.

Mit etwas Beratung, Information und Planung lässt sich unterschiedlich blühende und grüne Pracht ansiedeln. Ganz ohne Literatur oder einen bewanderten Gärtner wird eine komplette Teich-Sanierung nicht gelingen: Immerhin gilt es die Pflanzen zu finden, die zu dem speziellen Biotop nach Lage, Wasser-Beschaffenheit, Nährstoffgehalt, Sonneneinfall und anderen Faktoren am besten passen und am besten gedeihen.

Die richtigen Teichpflanzen

Im Pflanzenhandel findet sich eine große Auswahl an Teichpflanzen, die Gartenteichbesitzer dank einer entsprechenden Beschriftung ganz nach Standort – hell, dunkel, Erde, Filtergraben, Geröll am Teichrand, „alte“ oder „junge“ Bepflanzung, sonniger oder schattiger Standort – auswählen können.

Meist werden die Pflanzen in Körbchen geliefert, die das Substrat zusammenhalten. Je nach Standort und Teichgröße sollte man die Pflanze aber aus dem Behälter befreien, damit sie sich besser entwickeln und nach Möglichkeit ausbreiten kann.

Auch gut zu wissen: Neuere Teiche oder Anlagen, die einer gründlichen Revision bedürfen, sehen besser aus, wenn Pflanzen mit dem Drang zur Bildung von Ausläufern ausgewählt werden. Sie blühen oft schon im Mai, beginnen dann aber zu wuchern und „Lücken“ verlässlich mit dichtem Grün abzudecken. Pflanzzeit ist Mai oder Juni, aber auch später sind noch Veränderungen oder Ergänzungen möglich. Viele Teichpflanzen sind übrigens immergrün.

Für Blütenpracht im Frühjahr und Sommer sorgen beispielsweise gefüllte Sumpfdotterblumen, Sumpf-Vergissmeinnicht, Hechtkraut, Rosenprimel, Wasserhahnenfuß, Pfeilblatt.

Wer sich Seerosen wünscht, muss sich rechtzeitig bemühen, denn die Nachfrage im Handel ist alljährlich hoch. Auch die gelbe Teichrose oder die Wasserpest sind wahre Augenweiden.

Im Wasser oder an der Wasseroberfläche machen sich Tausendblatt oder Hornblatt bemerkbar – sie sorgen unter anderem für reines, klares Wasser sowie bizarre grüne Optik.

Der Frosch im Gartenteich

Wer glitschiges Getier verabscheut, der sollte auch vom Gartenteich die Finger lassen. In einen Teich gehört jedoch fast zwangsläufig ein Frosch. Und dieser erfüllt seine Aufgabe in der Garten-Natur gewissenhaft. Er verzehrt nämlich Würmer, Insekten und Insektenlarven, größere Exemplare machen sogar Schnecken den Garaus. Je nach Größe können Frösche oder Kröten in warmen Frühlings- und Sommernächten recht interessante Geräusche machen. Naturfreunde finden das in der Regel heimelig und einschläfernd.

Unken, Kröten, diverse Froscharten oder auch Teichmolche gehören einfach zum Teich.

Übrigens: Ein Frosch als Untermieter führt dazu, dass der Gartenteich unter Naturschutz steht. Um etwa das Quaken abzustellen, ist bereits eine behördliche Erlaubnis erforderlich.

Fische einsetzen – ja oder nein

Im Gegensatz zu Amphibien, die von ganz alleine einrücken, obliegt der Einsatz von Fischen ganz dem Teichbesitzer. Pflegeintensiv ist ein Gartenteich allemal – mit Fischen ist er es umso mehr. Je mehr Fische, desto mehr Teich-Technik ist erforderlich, um das Wasser rein und im Gleichgewicht zu halten.

Denn die Fische fördern die Entstehung nährstoffreicher Sedimente im Wasser. Das Wasser muss je nach Teichgröße regelmäßig ausgetauscht oder permanent gefiltert werden.

Goldfische oder Koi als Vegetarier halten das Wachstum von Unterwasserpflanzen fleißig in Schach, Gras- und andere Karpfen, Koi oder Rotfedern etwa fressen fast alle Pflanzen – übrig bleiben die winzigen Blau- und Grünalgen und trüben das Wasser. Am Boden bildet sich dann Faulschlamm.

Mit oder ohne Fische: Wichtig ist es, die Bodensedimente aus Schwebstoffen regelmäßig zu entfernen. Weil auch kleine Fische wachsen, gilt für den Gartenteich: Weniger ist mehr. Bei den üblichen Gartenteichen, die nur wenige Kubikmeter Wasser fassen, begnügt man sich am besten mit einem Pärchen Sonnenbarschen oder einer kleinen Gruppe von Goldorfen oder Regenbogenelritzen.

Aufwendig: Schlamm entfernen

Eine gründliche Teichreinigung ist im Frühjahr angezeigt. Dazu können Fische gut im Wasser verbleiben oder müssen nur kurzfristig mit einer Wanne vorlieb nehmen. Das Wasser wird dabei in der Regel nicht vollständig, sondern teilweise entfernt. Überschüssige Nährstoffe werden beseitigt, das bedeutet unter anderem: weniger „Futter“ für unliebsame und unappetitliche Algen, klareres Wasser.

Mit Schrubber oder Schwamm können während des Wasserwechsels auch die Teichwände oder die Teichfolie von Schlamm und von Belägen befreit werden.

Mit einem Spezialsauger lassen sich größere Mengen von abgelagertem Schlamm aus dem Teich entfernen: Er enthält Fischkot und zersetzte Pflanzenreste, die wiederum gären und dabei den Sauerstoffgehalt des Wassers mindern.

Teiche sauber halten: Skimmer einsetzen

Wichtig: Ein Teich-Skimmer, der im Fachhandel zu haben ist oder selber gebaut werden kann, hält den Gartenteich sauber. Seine Funktion: Er wirkt etwa wie ein Sieb in einem Ausguss und hilft, Verunreinigungen aus dem Wasser zu filtern. Blütenstaub- und andere leichte Pflanzenreste, Algen, Schlamm kurz alles, was ins Wasser fällt, dort auf den Grund sinken, verrotten und durch Gärprozesse die Wasserqualität vermindern würde, fängt der Skimmer vorher ab.

Auch während des Winters bilden sich oft kleine Fadenalgen im Wasser. Im Frühjahr steigen sie an die Wasseroberfläche und machen sich dort als wenig appetitlicher „grüner Glibber“ unliebsam bemerkbar.

Kurz: Skimmer ziehen das gesamte Oberflächenwasser an und transportieren es weiter zu einem Filter. Einfache Skimmer lassen sich selbst basteln, im Gartenfachhandel sind sie fester Bestandteil des Teichzubehörs, wie Filter oder Pumpen.

Gröbere Verunreinigungen etwa durch Laub müssen buchstäblich „abgefischt“ werden – hier greift das einfache und wirksame Prinzip des Skimmers nicht mehr. Am besten erledigt man dieser Arbeit spät im Herbst, übers Jahr verteilt sollte man jedoch durchaus öfter reinigend eingreifen.

Im Ergebnis wird der Gartenteichbesitzer mit sauberem gesundem Wasser belohnt. Hier fühlen sich Teichpflanzen und Fische oder Amphibien wohl und Vögel kommen gern zur Tränke.

Bildquelle: © purplequeue – Fotolia.com

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