Border Collie Sammy und Jael im Garten

Der Sommer bringt auch Haus- und Wildtiere in Not

Nun ist der Sommer da. Endlich, sagen die einen, während anderen Menschen die hohen Temperaturen schon wieder fast zu viel sind …

Meist könnten Frauen den Sommer und die Hitze besser genießen, ist unlängst von RTL aktuell enthüllt worden:

Sommerfrust und -lust:

Doch letzten Endes kann die Hitze natürlich beiden Geschlechtern zusetzen und auch zu einem gesundheitlichen Problem werden. So drohen nun Herz-Kreislaufbeschwerden und könnten Bluthochdruckprobleme und/oder eine Nierenproblematik verstärkt werden.

Die „Welt“ geht davon aus, dass die hochsommerlichen Temperaturen zudem unser Verhalten beeinflussen: Viele Menschen würden nun schneller müde und – spätestens dann -, auch mürrisch bis aggressiv reagieren!

Auch unsere Haustiere leiden:

Dennoch müssen wir gerade jetzt auch das Wohl unserer Mitgeschöpfe im Blick haben. So sind Tränken im heimischen Garten fast wichtiger als die Winterfütterung, die bereits von vielen Vogelfreunden emsig praktiziert wird.

TASSO, Europas größtes Haustierregister, warnt zudem davor, Hunde im geparkten Fahrzeug zu lassen. Tatsächlich werden die Gefahren der Sonneneinstrahlung und die rasch einsetzenden extremen Temperaturen im Fahrzeuginnern Jahr für Jahr unterschätzt. So gab es nach Auskunft von TASSO in den letzten Wochen bereits zahlreiche Zwischenfälle und Hunde, die in einem überhitzten Auto einen qualvollen Tod fanden.

Das Problem: Bereits bei mittleren Temperaturen wird der Wagen zur Hitzefalle. „Ein Hund gehört ab 20 Grad Celsius nicht in ein verschlossenes Fahrzeug“, warnt daher Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO: „Leider glauben viele Leute immer noch, dass ein wenige Zentimeter geöffnetes Fenster oder ein Parkplatz im Schatten ausreichend sind, um dem Hund genügend Abkühlung zu verschaffen.“

Gefahrenquelle Auto:

Das jedoch ist ein fataler Trugschluss, denn das Wageninnere kann sich bei steigenden Temperaturen binnen kurzem auf über 50 Grad Celsius aufheizen. Dann geht alles rasend schnell und können bereits einige wenige Minuten das Tier in eine lebensbedrohliche Situation bringen!

Auch sportliche Aktivitäten wie Freilauf neben dem Fahrrad hat nun zu unterbleiben. Ebenso sollten längere Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden oder die Zeit kurz vor dem Sonnenuntergang verlegt werden. Das vor allem bei langhaarigen Rassen, aber auch bei Hunden mit einem verkürzten Gesichtsschädel wie Möpsen oder Boxern, die mit der Atmung und dem Kreislauf ohnehin meist ein Problem haben.

Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind nach Auskunft der TASSO-Experten Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge, Taumeln und Erschöpfung. Im fortgeschrittenen Stadium können dann Schocksymptome und eine Bewusstlosigkeit hinzukommen und muss auf jeden Fall ein Tierarzt konsultiert werden.

Freilich können auch die Halter mit Sofortmaßnahmen aktiv werden: „Die wichtigste Maßnahme ist, das Tier zunächst in den Schatten zu bringen und vorsichtig mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten abzukühlen. Beginnen Sie an den Pfoten über die Beine, das Hinterteil, über den Rücken bis zum Nacken, oder kühlen Sie mit feuchten Umschlägen“, rät Tierärztin Dr. Anette Fach.

Das Wichtigste sei hierbei eine langsame Abkühlung, denn wer dem Tier nun „beherzt“ einen Kübel kaltes Wasser überkippt, macht alles noch schlimmer.

Zeitgleich mit der vorsichtigen (!) Abkühlung muss dann der Transport zu einem Tierarzt organisiert werden. Am besten in einem Wagen, der im Schatten stand oder eine Klimaanlage hat. Denn jede weitere (Hitze)Belastung ist nun zu vermeiden:

„In der Tierarztpraxis sollte man sich sicherheitshalber anmelden, damit auch ein Tierarzt vor Ort und einsatzbereit ist, um das Tier entsprechend notfallmäßig zu behandeln“, raten Fach und TASSO.
Die Behandlung besteht dann meist aus Infusionen und Medikamenten, die ggf. mit einer Sauerstoffzufuhr kombiniert werden.

Doch so weit sollte es gar nicht erst kommen. Daher kann bei TASSO auch kostenloses Aufklärungsmaterial geordert und an andere Tierhalter und Hundebesitzer verteilt werden: „Somit können noch mehr Menschen die Gefahren erkennen und entsprechend handeln!“

Auch Hunde genießen nun ihr schattiges Plätzchen und ein wenig mehr Ruhe!

Barfußlaufen und Sport am (künstlichen) Sandstrand machen nun so richtig Spaß. Freilich sollten wir dabei den Sonnenschutz nicht vergessen und die ärgsten Temperaturspitzen meiden!

Fotos: Peter Hoffmann

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