Amsel in Eibenhecke

Die Natur erwacht …

…. und lässt die Vögel und uns Menschen jubilieren!

Unter dem Motto „Vogelgesang statt Radiowecker“ macht die beliebte Programmzeitschrift „Funk Uhr“ in einer ihrer Märzausgaben Lust auf den Frühling …

Ja, die Muntermacher wie Star und Sperling würden nun wieder schon früh am Morgen zu zwitschern beginnen, benennen die Autoren hier nur einen von „22 Gründen, sich auf den Frühling zu freuen!“

Es geht um Weibchen – und das Revier!

Doch warum zwitschern die Vögel?Nun, letztendlich natürlich nicht, um uns Menschen damit eine Freude zu machen: Die Vogelgesänge haben, nüchtern betrachtet, einen reinen Selbstzweck und dienen dazu, eine Partnerin anzulocken und / oder das eigene Revier zu markieren. Jenes Gezwitscher, das in unseren Ohren wie Musik klingt, kann daher – jedenfalls für Artgenossen -, als eindeutige Warnung daher kommen: „Vorsicht, das ist mein Revier. Komm` mir hier nur ja nicht in die Quere!“

Artübergreifende Rufe und Warnungen

Freilich gibt es auch Rufe, die weniger territorial geprägt sind. Dazu zählen die Alarm- und Warnrufe (etwa, wenn mal wieder Nachbars Katze durchs Gebüsch streift), die nicht nur von Artgenossen verstanden werden, sondern auch artfremde Vögel aufscheuchen und warnen.Ein begnadeter Imitator ist dann der Star, der andere Vögel nachahmt und auch im Imitieren von menschlichen Geräuschen, wie Trillerpfeifen und Türklingeln, sehr versiert ist … nicht immer zur ungetrübten Freuden der Nachbarn, die von diesen vermeintlichen Signalen genarrt werden.

Schmackhafte Wildkräuter allerorten!

Die Funk Uhr-Autoren versprechen sich von den nun beginnenden warmen Tagen zudem mehr Würze. Viele Kräuter würden nun besonders aromatisch daher kommen: „Frisch vom Wegesrand gepflückt lassen sich aus Löwenzahn oder Bärlauch gesunde Köstlichkeiten zaubern!“

Im Lexikon „Essbare Wildpflanzen“ (Weltbild) wird zudem die Vogelmiere genannt. Angeblich soll der Geschmack mild, ähnlich dem von Kopfsalat(en) sein, wobei die Pflanze freilich auch als (Spinat) Gemüse in Betracht kommt. Vor allem jedoch ist der „Hühnerbiss“ ein wertvolles Grünfutter für Wellensittich & Co. Ein Futter, das beinahe ganzjährig zu ernten ist.

Auch Kaninchenhalter und Imker schätzen die Vogelmiere, die, zusammen mit Wegerich und Gänseblümchen, gerne von den Mümmelmännern verzehrt wird.Der Landesverband Bayerischer Imker hat die Vogelmiere zudem in seiner Bienenweide des Jahres 2013 ganz besonders gelobt.

Denn die kleinen, weißen Blüten, die nahezu ganzjährig präsent sind, würden Bienen und andere Insekten mit wertvollem Nektar und nahrhaften Pollen versorgen … wir sollten das allseits wuchernde „Unkraut“ also höher einschätzen, als das vielfach getan wird. Schließlich lehrte schon der legendäre „Wasserpfarrer“ Kneipp: „Gegen das, was man im Überfluss hat, wird man gleichgültig; daher kommt es, dass viele hundert Pflanzen und Kräuter für wertlose Unkräuter gehalten werden, anstatt dass man sie beachtet, bewundert und gebraucht!“

Nun erfreuen uns die Vögel wieder mit ihrem muntern Treiben und ihrem frühen Gesang!

Foto: Peter Hoffmann

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