Wunderblume Mirabilis jalapa

Die Wunderblume (Mirabilis jalapa)

Die Wunderblume

Diese Pflanze hat ihren Ursprung in dem westlich tropischen bis subtropischen Amerika.

Es handelt sich dabei um einen starkwüchsigen und Dornenbesetzten Strauch, der eine Größe von 80-120 cm erreicht. Die Wunderblume ist eine ganz wundersame Pflanze. Die Ursache dafür ist, dass an einer Wunderblume im Garten zur gleichen Zeit unterschiedliche Blütenfarben auftreten können, aber nicht müssen. Die Farben können von weiß, gelb, orangefarben, rosarot oder purpurrot sein. Selbst innerhalb einer Blüte können Farbmischungen auftreten.

Die Wunderblume ist anfangs eine nichtssagende Pflanze.  Es ist nichts schönes an ihr zu entdecken. So muss man eine Weile warten bis aus der welken und blütenlosen Pflanze eine wunderschöne Blume entsteht.

Sie öffnet ihre Blüten kurz vor einsetzender Dämmerung und wird so eine schöne Dame der Nacht. Manchmal bleiben die Blüten noch bis 11.00 Uhr morgens geöffnet, so dass man sie dann noch bewundern kann. Bestäubt werden die Blüten von Nachtaktiven Insekten. Die Pflanze bildet etwa erbsengroße, schwarze, runde Samen aus.

Auch strömt sie einen intensiven nächtlichen Geruch aus, der sich über den ganzen Garten verbreitet.

Die Blütezeit der Wunderblume ist von Juni bis Oktober.

Standort

Die Wunderblume benötigt während ihrer Hauptwachstumszeit viel Licht, aber nicht unbedingt einen vollsonnigen Standort. Dann bilden sich die Blüten mit den wunderschönen Hochblättern aus. Ist es zu dunkel und kühl, kommt es zu keiner Blütenbildung.

Die Pflanze benötigt auch viel Platz, eine Fläche von 75 x 75 cm ist angebracht. Sie wachsen auf jeden Gartenboden, am besten gedeihen sie aber im Sand.

Aussaat

Der Samen sind große schwarze Kügelchen, die aussehen wie kleine Handgranaten. Diese werden im März und April unter Glas ausgesät.

Ist die Nachtfrostgefahr vorbei, können die Pflänzchen ins Freiland gesetzt werden.

Pflege

In der Wachstumsphase sollte täglich gegossen werden. Wenn es sehr warm und sonnig ist, wird der Wasserbedarf immer größer. Das die Pflanze Wasser benötigt, erkennt man an den hängenden Blättern.

Eine regelmäßige Gabe von handelsüblichen Blumendünger fördert das Wachstum und die Blütenbildung.

Werden im September die Tage kürzer und kühler stellt die Pflanze ihr Wachstum und Blüte ein. Sie können solange im Beet oder Kübel gelassen werden bis die Nachttemperatur noch über 0 Grad liegt. Jetzt müssen die Wassergaben reduziert werden. Dann kann der obere Teil der Pflanze abgeschnitten und die Wurzelknolle ausgegraben werden.

Überwinterung

Die ausgegrabene Wurzelknolle von der Erde säubern  und trocken, dunkel und kühl (5-10 Grad) lagern. Mitte März zeigen sich dann die ersten  hellen Triebspitzen. Doch mit der Auspflanzung sollte noch gewartet werden. Wer allerdings ein beheiztes Gewächshaus hat, kann mit der Anzucht oder Auspflanzung der Knollen natürlich eher beginnen.

Vermehrung der Wunderblume

Die Wunderblume wird im Frühjahr durch Kopfstecklinge vermehrt. Dafür schneidet man im zeitigen Frühjahr 10-15 cm lange Stecklinge von den jungen Trieben ab. Diese taucht man dann mit der Schnittfläche in ein Bewurzelungshormon. Sie werden dann in ein angefeuchtetes Gemisch in Torf und scharfen Sand (zu gleichen Teilen) gesteckt. Die Töpfe mit den Stecklingen werden dann in einen Vermehrungskasten gestellt. Es ist darauf zu achten, dass dort eine gleichmäßige Temperatur von 24 Grad herrschen muss.

Der Standort muss hell und ohne direkte Sonnenbestrahlung sein. In 8 bis 10 Wochen bilden sich dann Wurzeln aus. Die Pflanzen können aus den Kasten genommen werden und in ein übliches Erdgemisch gepflanzt werden.

© ritatoi – Fotolia.com

Ein Gedanke zu „Die Wunderblume (Mirabilis jalapa)“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *