Spatz am Futterhaeuschen

Eigenheim gesucht!

RTL Wetterexperte Christian Häckl  geht davon aus, dass nun der Frühling vor der Tür steht. Mit weitreichenden Folgen für unsere Tierwelt, da nun viele Vögel zum Nisten ein geeignetes Quartier suchen …

Doch auch die ersten Amphibien geraten bereits in Paarungsstimmung, so dass wir auf nächtlichen Landstraßen vor den Heerscharen der wandernden Frösche und Kröten auf der Hut sind. Zumal auch heuer wieder zahllose freiwillige Helfer unterwegs sind, die die Kriechtiere einsammeln.

Die Kröten wandern und die Vögel nisten:

Unter anderem berichtet WAZ davon, dass – mit Beginn der Fastenzeit -, auch die Krötenwanderung wieder eingesetzt hat. Ebenso suchen sich nun unsere gefiederten Freunde zur Eiablage einen passenden Unterschlupf.

Nicht immer mit Erfolg. Denn „natürliche Möglichkeiten für den Bau eines Nestes, beispielweise in morschen Bäumen oder in Hohlräumen an Gebäuden, sind heute selten geworden, so dass wir unseren Gartenvögeln in ihrer Wohnungsnot mit geeigneten Nistkästen sehr gut helfen können“, erklärt Ursula Bauer von der aktion tier – Berlin.

Tatsächlich suchen und benötigen viele Vögel passende Höhlen mit Einfluglöchern, die zu ihrer Körpergröße passen. Meisen etwa sind typische Höhlenbrüter, während der Haussperling, ein weitläufiger Verwandter der Webervögel, auch als Freibrüter kein Problem hat und seine Nester dann freischwebend in Bäumen und Hecken errichtet.

Wann immer möglich, suchen sich freilich auch unsere Spatzen geeignete Nischen – etwa unter Dachpfannen -, und / oder Hohlräume.

Nistkästen sehr begehrt!

Daher können saubere und geeignete Nistkästen, die an idealen Stellen platziert werden, nach Auskunft der „aktion tier“ viel zum Vogel- und Artenschutz beitragen.

Denn Nistkasten ist nicht gleich Nistkasten; zudem sollte nach Auskunft der Diplom-Biologin beim Aufhängen des Vogel-Eigenheims ein möglichst ruhiger Platz gewählt werden.

Dabei scheinen Meisen vor allem Nistkästen mit sehr kleinem Einflugloch zwischen 25 und 28 Millimetern zu bevorzugen. Kleiber und Spatz beziehen dagegen nur Nistkästen mit größeren Eingängen und benötigen einen Durchgang von mindestens 32 Millimetern Durchmesser.

Anderen Vogelarten, wie beispielsweise Hausrotschwanz, Bachstelze, Zaunkönig und Amseln, kann nach Auskunft der Tierschützer mit einem geschlossenen „Eigenheim“ kaum geholfen werden: „Sie freuen sich über sogenannte Halbhöhlen mit großem, offenem Eingangsbereich!“

Ob geschlossen oder Halbschale – idealerweise werden die Nisthilfen windgeschützt und in Höhen von 2 bis 3 Metern platziert, und zwar so, dass das Einflugloch nach Osten oder Südosten zeigt:

Auch das Umfeld muss stimmen!

Doch das allein nützt wenig, wenn der Garten zu penibel angelegt und gepflegt wird und hier, statt einer intakten Wildnis, ein kleintierfeindlicher Zierrasen mit exotischen Gehölzen angelegt wird. Schließlich sind die meisten Singvögel Insektenfresser und benötigen daher einheimische Gehölze, in denen Futterinsekten ein- und ausfliegen: „Eine Kohlmeise beispielsweise frisst täglich mehrere Tausend Kleinlebewesen wie Wanzen, Fliegen, Blattläuse und Raupen“, erklärt die „aktion tier“ in einer Pressemitteilung.

Andere Arten ernähren sich dagegen vorrangig von Pflanzensamen, Beeren, Früchten und Nüssen. Vogelfreundliche Schreiber- und Hausgärten sollten daher möglichst vielfältig und naturnah sein und auch verwilderte und unaufgeräumte Ecken zulassen.

Die „aktion tier“ berät übrigens alle Hobbygärtner bei der Wahl eines Nistkastens und gibt Tipps zum richtigen Aufhängen. Auf der Homepage www.aktiontier.org findet sich zudem eine „Bastelecke“ mit einer Reihe von Bauanleitungen für Nistkästen.

Da macht das Heimwerken doppelt Spaß, wenn es der Natur und dem guten Zweck dient!

Als Tier- und Vogelfreunde müssen wir nun von der Winterfütterung auf Nisthilfen „umschalten“!

Foto: Peter Hoffmann

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