Ein wahrhaft „scharfes“ Gemüse

Unter anderem ist es der Naturschutzbund Deutschland, der sämtliche „Jahreswesen“ auf einen Blick zusammengefasst hat. Darunter die Europäische Sumpfschildkröte und den Feldhasen …

Die Gemüsesorten der Saison 2015/2016 sind dagegen Chili und Paprika, die vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt gekürt wurden:

Scharfe Früchtchen, die auch in der Küche begehrt sind!

Die Juroren sehen hier jede Menge „Feuer in der Küche“ und verweisen auf eine unglaubliche Vielfalt, die wir Menschen mit unserem züchterischen Können aus nur fünf Arten kreiert haben. Ein Kulturgut, das nach Ansicht des Vereins gewürdigt und bewahrt werden muss. Denn „Chilis und Paprika bereichern unsere Küche durch ihre bunte Farbenpracht und fruchtigen, teils scharfen Geschmack!“

Auch die Botaniker und Zoobesucher staunen:

Auch der botanisch zoologische Garten „Wilhelma“ (www.wilhelma.de) in Stuttgart zeigt sich fasziniert und hat unter dem Motto „ganz schön scharf“ schon mehrfach Sonderausstellungen in seinem Wintergarten gezeigt. Dabei konnten die Zuschauer dann über 60 verschiedene Arten an Capsicum-Pflanzen – so der wissenschaftliche Name von Paprika und Chili -, bestaunen.

Obwohl manche davon „höllisch scharf“ sind und damit für einen Verzehr nicht mehr in Betracht kommen, gelten Paprika als wichtige Vitaminspender. Das Portal woman.at verweist in diesem Zusammenhang auf zahlreiche positive gesundheitliche Aspekte und geht davon aus, dass die Pflanzen in Ländern wie Indien und Thailand tagtäglich genutzt werden.

Warum manche Chili-Sorten so scharf sind?

Der biologische Grund für die Schärfe der Früchtchen liegt übrigens darin, dass die Pflanzen Fressfeinde, die nur naschen, nicht jedoch zur Verbreitung der Samen beitragen können, abwehren wollen … tatsächlich werden die meisten Nagetiere von der Schärfe vertrieben, wohingegen Vögel weitgehend immun sind. Die scheiden die aufgenommenen Samen unverdaut wieder aus, so dass Nachwuchs und neue Jungpflanzen garantiert sind!

Wir Menschen messen die Schärfe übrigens in der so genannten Scoville-Skala, die auf den Amerikaner Wilbur Lincoln Scoville, der für ein Pharmaunternehmen arbeitete, zurückgeht. Die reicht von der sehr milden Gemüsepaprika, die auf der Skala allenfalls den Wert 10 erreicht, bis hin zu feurigen 100.000 und noch weit höheren Werten … selbst die renommierte Tageszeitung „Welt“ fragt sich daher, was man gegen den Schärfe-Schock mancher Chili-Sorten tun kann.

Gesundheit, die man essen kann?

Trotz dieser Schärfe mancher Sorten, sind Paprika und Chili auch für Fitness-Magazine ein Thema. So sieht „fit FOR FUN“ hier eine geradezu geniale Schote, die die Fettverbrennung ankurbelt und reich an Vitamin C ist.

Auch die IKK gesund plus rät dazu, mit Paprika und Chili die eigene Gesundheit zu fördern. Denn getreu dem Leitsatz „gut gewürzt ist halb verdaut“ könne durch die scharfe Würze die Verdauung angeregt und die Verwertung fettreicher Speisen erleichtert werden.

Dennoch sollte man(n) – bzw. Frau – es nicht übertreiben: So sollten nach Auskunft der Krankenkasse Patienten mit bereits bekannten Magen-Darm-Problemen sowie Menschen, die häufig unter Sodbrennen leiden, zumindest bei schärferen Sorten auf der Hut sein!

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