Border Collie schlafend 2 (Foto Peter Hoffmann Waldstraße 20 66113 Saarbrücken) (1280x850)

Eine würdige Ruhestätte für den treuen Freund?

Für die einen sind sie „nur“ ein Tier, für ihre Besitzer jedoch meist viel mehr … kein Wunder also, dass auch Tierhalter am Grabe ihres Lieblings trauern und heute die Tierbestatter mit Särgen und Urnen ein gutes Geschäft machen:

Tierbestattungen sind daher heute selbst für allgemeine Online-Portale wie Wikipedia ein Thema. Hier  wissen die Autoren, dass die rituelle Bestattung toter Tiere bereits seit 12.000 Jahren praktiziert wird.

Wie hielt es Alexander der Große?

Kein Wunder, schließlich galten die Peking-Palasthunde (die wir heute schlicht Pekinesen nennen) im alten China als heilig; ihre Haltung war ein Privileg der Oberschicht und des Adels, und oftmals sind diese Hunde zusammen mit ihren Besitzern beigesetzt worden.

Alexander der Große ließ für sein geliebtes Schlachtross, den Rappen Bukephalos, dann sogar ein eigenes Denkmal errichten, nachdem das Tier bei einem Kampf mit indischen Truppen am Fluss Jhelam den Tod fand.

Heute, wo Haustiere für viele längst ein vollwertiges Familienmitglied darstellen, ist die Tierbestattung sogar eine eigen Branche und gibt es unzählige Unternehmen, die um ihre Kundschaft (und letzten Endes auch um viel Geld) buhlen. Angefangen bei den regionalen „Entsorgungsbetrieben“ bis hin zu Tierfriedhöfen und Tierkrematorien.

Auch eine gemeinsame Reise ins Jenseits ist möglich!

Hier ist, im Gegensatz zur Beerdigung von Menschen, auch eine gemeinsame Einäscherung mit anderen Haustieren möglich und kann die Asche (die bei der Einzel-Einäscherung an den Besitzer zurück geschickt wird) auch auf Beeten oder Rasenflächen des Krematoriums verstreut werden. Eine Lösung, die viele Halter nie vollends zufrieden gestellt hat …

Daher wartet die Deutsche Friedhofsgesellschaft nun mit einer völlig neue Form der Tierbestattung auf, die „Unser Hafen“ genannt wird. Ziel ist hier die gemeinsame Beisetzung von Halter und Haustier:

„Nachdem wir immer wieder auf einen gemeinsamen Friedhof von Mensch und Tier angesprochen wurden, haben wir uns nun entschlossen, diesen ungewöhnlichen und innovativen Schritt zu gehen“, erklärt dazu Judith Könsgen, Leiterin der Friedhofsverwaltung „Unser Hafen“.

Angeboten werden ausschließlich Urnengräber. Dabei haben Kunden jedoch die Wahl zwischen freier Grabgestaltung mit eigener Grabpflege oder einem Grab inklusive der gärtnerischen Arbeiten. Und auch an die Kritiker oder mögliche ethische Bedenken ist gedacht worden. Denn selbst wenn die Urnen von Mensch und Tier in einem Grab vereint werden, erfolgt die Überführung und Einäscherung dennoch strikt getrennt nach Mensch und Tier.

Logischerweise richtet sich dieses Angebot vor allem an ambitionierte Tierhalter, die dem vierbeinigen Partner auch nach dessen Tod verbunden und treu bleiben. Ein Thema, mit dem sich auch der SWR befasst hat.

Hier argwöhnen die Autoren, dass diese Form der Tierliebe Kritikern womöglich zu weit geht. Doch schließlich steht sogar in der Bibel, dass der Mensch vor dem Tier keinen Vorzug hat. Alles kehrt zurück zum Staub, sagt das Alte Testament. Und „wer weiß schon, ob der Atem des Menschen aufwärts (also himmelwärts) steigt und der Atem des Tieres hinabsteigt unter die Erde?“

Hier erscheint der Mensch also nicht zwangsläufig als d i e Krone der Schöpfung. Und bleibt die Frage, ob auch Tiere eine (unsterbliche) Seele haben, durchaus offen.

Damit relativiert sich dann auch die Kritik derer, die mit den neuen Mensch-Tier-Friedhöfen womöglich ein Problem haben!

Wenn ein Hund oder anderes Haustier allmählich alt wird, stellt sich die Frage, was nach dessen Tod geschieht!?

 Tierbestattungen - Der Abschied von einem guten Freund

Foto: Peter Hoffmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *