Stromkosten Strompreisbremse

Energieeffizienz, bezahlbarer Wohnraum und Umweltschutz untrennbar miteinander verwoben

Wie bleibt Wohnen erschwinglich? Eine Frage, die unter anderem von Verbraucherschützern und Wohlfahrtsverbänden immer wieder gestellt wird …

Eine Frage, bei der nicht allein die Kaltmiete in den Fokus des Interesses rückt. Denn längst gelten die Nebenkosten als so genannte „Zweite Miete“ und sind ein häufiges Streitthema zwischen Hauseigentümer und Vermieter.

Der Deutsche Mieterbund hat daher sogar eine eigene Broschüre zum Thema aufgelegt, während die Caritas davon ausgeht dass die hohen Kosten fürs Wohnen landesweit ein Problem sind.

Politiker alarmiert!

Damit sind bezahlbarer Wohnraum und erschwingliche Nebenkosten ein Thema, vor dem sich auch die Politik nicht mehr verschließen kann und will:
Daher fand am 10. Juli ein Auftaktgespräch unter der Leitung von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks satt, in dem Bund, Länder, Kommunen und Verbände gemeinsam über geeignete Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen wohnungspolitischen Herausforderungen diskutiert haben.

Ja, „insbesondere in Ballungsräumen fehlt es an bezahlbarem Wohnraum“, bestätigt Hendricks in diesem Zusammenhang und sieht auch und gerade in einer höheren Energieeffizienz und einem verbesserten Klimaschutz im Gebäudebestand ein wichtiges Thema für die Zukunft: „Wir brauchen mehr Neubau, eine starke soziale Wohnraumförderung und eine bessere Unterstützung einkommensschwächerer Haushalte bei den Wohnkosten!“

Ist der soziale Frieden in Gefahr?

Denn gute Wohnverhältnisse und bezahlbare Mieten sind nach Ansicht der Ministerin ganz wesentliche Voraussetzungen für den sozialen Frieden.

Daher haben Stadt, Land und lokale Wohnwirtschaft zum Beispiel in Trier ein „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum“ geschlossen, das die Wohnungssuche in der Moselmetropole erleichtern soll und damit vor allem bedürftigen Familien oder Menschen mit Handikap unter die Arme greift: „Zu den weiteren Zielen der Vereinbarung zählen bezahlbare Sanierungen zur besseren Energieausnutzung“, erklärt Oberbürgermeister Klaus Jensen.

Nutzen für die Umwelt in Sicht:

Tatsächlich könnten energieeffizientere Gebäude jedoch nicht allein die Geldbeutel der Mieter und Hausbesitzer (bei selbstgenutzten Immobilien) entlasten. Schließlich werden nach Auskunft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, kurz BMUB, nahezu 90 Prozent des Energieverbrauchs eines privaten Haushaltes für Heizung und Warmwasser verwendet. Mitunter auch verschwendet, wenn zu viel Wärme durch Wände, Fenster, Dach und Türen entweicht:

„Auch alte Heizkessel sowie überdimensionierte, falsch eingestellte und ineffiziente Umwälzpumpen treiben Gas-, Öl- und Stromverbrauch in die Höhe“, plädiert das Ministerium für eine bessere Dämmung und / oder moderne Heizungsanlagen. Schließlich werde noch allzu oft die Straße und der Garten, statt nur die eigene Wohnung erwärmt.
Dabei sind nach Ansicht des Ministeriums gerade bei Altbauten Energieeinsparungen um rund 50 Prozent durchaus realistisch!

Eine bessere Gebäudedämmung sowie energieeffizientere Geräte könnten nicht nur unseren Geldbeutel entlasten, sondern auch die Umwelt schonen. Zudem kann nach Ansicht vieler Experten nur so, bei bezahlbaren Mieten und Stromrechnungen, der soziale Friede dauerhaft gewahrt werden!


Foto: Hoffmann

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