Amaryllis rosa auf der Fensterbank

Faszinierende Blütenpracht in winterlicher Zeit

„Im tropischen Amerika habe ich meine Heimat, doch schon im 18. Jahrhundert kam ich nach Europa und erfreue seitdem die Blumenfreunde.“ So steht es in „100 bunte Blumengrüße“, einem Klassiker von August Güse – wobei die Amaryllis, auch Ritterstern genannt, bis heute sehr populär ist.

Faszinierende Blütenpracht in winterlicher Zeit

Und das gerade jetzt im Winter, wo vorgetriebene Exemplare, die schon ihre kräftigen, blattlosen Blütenschäfte tragen, in den Gärtnereien und selbst im Supermarkt der Hit sind. Denn einmal angegossen, beginnen die Pflanzen alsbald zu blühen. Und das mitten im Winter, was, laut Güse, mitunter einer Lotterie gleicht kommt. Denn niemand kann genau vorhersagen, welche Farbnuancen die Blüten tragen und wie viele an jedem der Schäfte letztendlich aufgehen.

Für den Austrieb gilt eine Temperatur von 15 bis 20 Grad als ideal. Der Ritterstern kann also gut in unserem Ess- oder Wohnzimmer untergebracht werden. Jene, die sich ihre Pflanze selbst heranzogen, wissen natürlich, dass die Pflanze bis zum erfolgten Austrieb überhaupt nicht gegossen wird, und auch jetzt könnten, wenn zu fleißig gegossen wird, die Zwiebeln zu faulen beginnen.

Der Ritterstern nun Wärme und Feuchtigkeit

Dennoch liebt der Ritterstern nun Wärme und Feuchtigkeit und wird seine Blüten um die Festtage, spätestens jedoch im Frühjahr, entfalten. Danach erfolgt eine Wachstumsphase bis in den Spätsommer, bei der die Pflanze und die Zwiebeln jede Menge Kraft tanken: „Im August gieße mich dann seltener und später gar nicht mehr“, leitet Güse die herbstliche Ruhephase ein, die (http://de.wikipedia.org/wiki/Hippeastrum) auch im Online Lexikon „Wikipedia“ thematisiert wird.

Hier geht es dann auch um den Namenswirrwarr und darum, dass der Ritterstern, wissenschaftlich Hippeastrum, heute allenfalls noch in der Umgangssprache Amaryllis genannt wird.

Wichtig ist, dass die Pflanze, während der Blüte, keiner prallen Sonne ausgesetzt wird. Die kann nämlich auch jetzt im Winter, hinter den Glasscheiben, jede Menge Kraft haben. Die Farbskala der Blüten reicht dann von Weiß und cremefarben über diverse Orangetöne bis hin zu einem kräftigen Rot und kann einfarbig, aber auch mit Randzeichnungen und (Streifen) Mustern daher kommen.

Auffallend sind die deutlich sichtbaren, mit Pollen beladenen Staubgefäße, die aus dem Blütentrichter heraus baumeln. Dabei hat es gute Gründe, dass von Güse und auch auf Wikipedia die einzelnen Vegetationsphasen sowie die Zeit, in der die Zwiebeln Kraft tanken, ausgiebig thematisiert werden.

Denn je größer und kraftstrotzender eine Zwiebel ist, desto mehr Blüten und Schäfte werden sich im nächsten Winter ausbilden. Tatsächlich sind zwei bis drei Schäfte, mit jeweils vier Blüten, an großen Zwiebeln keine Seltenheit. Wobei Hippeastrum nicht nur im Topf, sondern auch als Schnittblume sehr begeht ist.

Hierzu müssen wir freilich, im Gegensatz zu den Töpfen, die mitunter auch die Discounter feilbieten, meist unseren Gärtner aufsuchen. Dafür werden wir an einem weihnachtlichen Strauß, in dem der Ritterstern mit Tannen- oder Kiefernzweigen kombiniert wird, lange Zeit unsere helle Freude haben. Denn auch in der Vase können die Blüten des Rittersterns schon mal zehn oder vierzehn Tage alt werden!

Der Ritterstern ist ein prächtiges und beeindruckendes Gewächs mit gut 15 Zentimeter großen Blüten, die in unterschiedlichen Farben und Schattierungen auftreten.

Deutlich erkennt man die Staubgefäße mit ihren Pollen, die in der Mitte des Blütentrichters entspringen!

Amaryllis mit Kind

Fotos: Peter Hoffmann

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