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Faszinierende Minibäume: Azaleentage verzaubern die Besucher im Osnabrücker Botanischen Garten!

Bonsai, eine Spielart der fernöstlichen Gartenkunst, bei der Bäume und Sträucher im Miniaturformat gehegt werden, wird auch hierzulande immer beliebter:

Längst stehen jene Pflanzen, die Mr. Kesuke Miyagi alias Pat Morita in „Karate Kid“ so hingebungsvoll gepflegt hat, daher auch in den Baumärkten.

Ein Baum in der Schale:

Der Begriff Bonsai bedeutet dabei so viel wie „Baum im Topf“ oder „Pflanze in der Schale“ und spielt auf die oftmals prächtigen Gefäße an, in denen die Miniaturgewächse gepflegt werden. Dennoch soll, nach fernöstlicher Lesart, das Hauptaugenmerk des Betrachters auf dem Baum oder Strauch liegen.

Letztendlich sind der Topf oder die Schale damit nur schmückendes Beiwerk, das lediglich (s) einen Teil zum „Gesamtkunstwerk“ beiträgt!
Quer durch Asien

Verbreitet sind diese Miniaturgewächse übrigens in ganz Fernost und stellen auch in China, Vietnam oder Korea einen beliebten Zimmerschmuck dar, der oftmals vom Vater an den Sohn vererbt wird.

Tatsächlich kann ein Bonsai viele Jahrzehnte alt und damit auch recht wertvoll sein …

Fachleute unterscheiden verschiedene Wuchsformen. So gibt es aufrecht stehende Stämmchen, aber auch Schalen, die einen windschiefen, von Stürmen gepeitschten und zerzausten Baum imitieren. Manch Bonsai tritt als „Zwilling“ oder „Drilling“ auf, während der nächste nur einen Stamm hat.

Koniferen, aber auch Laubbäume gerne gesehen:

Schier unerschöpflich scheint auch die Vielfalt der Baum- und Straucharten, die zum Bonsai getrimmt wird. Häufig finden wir Nadelbäume wie Kiefer, Wacholder oder Lärche; ebenso könn(t)en jedoch Ahorn, Ulmen, Aprikosen oder Azaleen als Bonsai gepflegt werden.
Zu einer solchen Spezialausstellung lädt nun der Club der Bonsaifreunde ein.

Denn der gestaltet von Samstag, den 24. Mai, 14 bis 18 Uhr, bis Sonntag, den 25. Mai 2014, 10 bis 18 Uhr im Botanischen Garten, Albrechtstraße 29, 49076 Osnabrück, seine ersten „Azaleen-Tage“:

Bonsai 1

Anlässlich des 30 jährigen Bestehens des Botanischen werden dabei zahlreiche blühende Minibäumchen gezeigt: „Freuen Sie sich auf japanische Blütenträume der Satsuki-Azaleen im Alter von 5 bis 50 Jahren“, machen die Veranstalter Lust auf einen Besuch.

Satsuki bedeutet dabei so viel wie „fünfter Monat“ und spielt damit auf jene Jahreszeit an, in dem die Rhododendron indicum üppig blühen. Tatsächlich ist die besondere Faszination an diesen Hybriden ihre Blüte(zeit), wenn die ein oder mehrfarbigen Blüten jeden Betrachter verzaubern: „Ein Hochgenuss für jeden Pflanzenenthusiasten“, glauben der Club und die Universität.
Ein Bonsai kann als Nadelbaum …

… oder auch im prächtigen Blütengewand daher kommen!


Fotos: Peter Hoffmann

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