Fischgenuss gerät in die Kritik

Lange Zeit galt Lachs als die Alternative zu einer fleischlastigen Ernährung, die unserer Gesundheit bekanntlich nicht gut tut …

Eine Delikatesse, die nahrhaft und gesund zugleich ist:

Abnehmen und Herz-Kreislauf-System schützen!?

Schließlich enthält ein qualitativ hochwertiges Lachsfilet gesunde Fettsäuren und andere wichtige Inhaltsstoffe, die den Cholesterinspiegel senken sollen und unserem Herz-Kreislauf-System gut tun.

Nun jedoch gerät Lachs, trotz seiner Omega-3-Fettsäuren, in die Kritik. Was kurioserweise just mit seiner Beliebtheit als Filet oder Sushi-Zutat zu tun hat.

Denn nach Auskunft der Welternährungsorganisation FAO kommt immer mehr Zuchtlachs aus Aquakulturen in die Geschäfte. Filets von Tieren also, die in Meeresgehegen gehalten und gemästet werden. Unter Bedingungen, bei denen jede Menge Pestizide (unter anderem gegen Algen und Parasiten) versprüht und „eifrig“ Antibiotika genutzt werden. Viele Gesundheitsbehörden und Experten warnen daher bereits davor, zu viel Lachs zu essen, und auch die „Welt“ fragt sich, ob der Verzehr von Fisch wirklich so gesund ist: „Denn manch giftige Substanz wie Dioxin reichert sich im Fettgewebe an!“

Zudem sieht man hier ein Problem in der falschen Lagerung beim Endverbraucher. Denn Fisch sollte natürlich möglichst frisch auf den Tisch kommen.

Zuchtlachs offenbar stark belastet!

Womit die Problematik um den Zuchtlachs natürlich noch lange nicht vom Tisch ist. Auch die „Frankfurter Allgemeine“ will daher wissen, wie giftig Norwegens Zuchtlachse wirklich sind, da über 60 Prozent der Lieferungen von dort stammen und längst mit Dioxinen, Schadstoffen und krebserregenden Substanzen in Zusammenhang gebracht werden.

Zumindest fordern Verbraucherschützer Aufklärung, ehe uns der Appetit auf Räucherlachs und Lachstartar vergeht. Denn der Einsatz von bedenklichem Fischfutter und aggressiven Chemikalien scheint in solchen Zuchtanlagen weit verbreitet. Nur einer der Gründe, warum diese Fischfarmen auch eine ökologische Gefahr sind:

Umweltschützer schlagen Alarm!

Unter anderem kritisiert der WWF den gigantischen Energiebedarf dieser Zuchtkäfige und die hohe Besatzdichte, die alles andere als artgerecht ist.

Auch würden die Käfige auf dem Meeresboden zu einem Lichtmangel führen und gehen Experten davon aus, dass das Areal unter diesen Zuchtanlagen von Exkrementen übersäht ist. Unproblematisch sei die Lachzucht daher mitnichten, denn Abwässer aus den Zuchten würden ins Meer entlassen: „Aus der Zucht entkommene Lachse können zudem Nachkommen mit Wildlachsen haben, wodurch der Bestand der Wildlachse geschwächt wird!“

Neben der realen Meeres- ist also auch eine genetische Verschmutzung die Folge. Andererseits werden so die Wildachsbestände in den Flüssen geschont:

Fischen wir das Meer allmählich leer?

Ohnehin ist ja auch die Überfischung der Meere ein großes Problem, das viele Ozeane längst artenarm gemacht hat. So galten nach WWF-Angaben bereits 2012 30 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände als überfischt und 57 Prozent als maximal genutzt!

Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz sieht daher hier ein großes Problem, da die freiwerdenden Lebensräume der Speisefische durch andere Arten ersetzt werden. Und manch verarmter Bewohner der Küstenregionen – ehemals ein harmloser Fischer -, nun die Piraterie als alternative Einkommensquelle entdeckt hat.

Spätestens damit wird die Ausplünderung der Meere dann auch zu einem (welt)politischen Problem!

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