Weidekaetzchen 2

Gefühlter Frühling mitten im Winter:

Stunde der Wintervögel“ dennoch erfolgreich!

Längst hat die „Stunde der Gartenvögel“, Deutschlands große Mitmach- und Zählaktion in Sachen Natur- und Vogelschutz, eine kleine, jedoch nicht minder bedeutende „Schwester“ …

Denn auch die „Stunde der Wintervögel“ fand nun bereits schon zum vierten Mal statt. Und das, so der Naturschutzbund NABU, aus gutem Grund. Denn gerade während der kühlen Jahreszeit könnten, neben den heimischen „Standvögeln“, auch Wintergäste aus dem hohen Norden oder dem kalten Osteuropa ausgespäht werden!

Wie war das, im aktuell so milden Winter?

Wobei das Wetter heuer bekanntlich wenig winterlich daher kam und, von der RTL aktuell Wetter-Redaktion, ein ums andere Mal zum „Unwinter“ erklärt wurde.Die Vogelfreude indes ließen sich von den frühlingshaften Temperaturen nicht abhalten und zählten unverdrossen an den in diesem Jahr deutlich verwaisten Futterstellen und –Häusern. Ja, trotz des wenig winterlichen Wetters hätten mehr als 75.000 Vogelfreunde an der Aktion teilgenommen, bestätigen (http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/stundedergartenvoegel/index.html) NABU und LBV.

Selbst die Störche sind schon da!

Wie wenig frostig der heutige Winter war, zeigt sich auch daran, dass, laut Landesbund für Vogelschutz in Bayern (http://www.lbv.de/uploads/media/A-09-14%20Erste%20Stoerche%20sind%20schon%20zurueck.pdf), sogar die Störche schon wieder da sind. Vermutlich aus dem Elsass und Spanien. Angelockt von der Witterung, die längst die ersten Schneeglöckchen und Hecken zum Blühen gebracht hat …
Da musste man auch beim Zählen hinter der Fensterscheibe nicht frieren. Insgesamt gingen, so die Organisatoren, Meldungen aus 53.000 Gärten und Parks mit zwei Millionen (!) gezählten Vögeln ein. Gemessen an der Einwohnerzahl, waren dabei die Vogelfreunde in Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein am fleißigsten.

Rückläufige Zahlen!

Dabei wurden, wie der NABU erklärt, viele Vogelarten deutlich seltener beobachtet als noch im Vorwinter. Insgesamt wurden 169 verschiedene Arten gemeldet, wobei jedoch auf die zehn häufigsten Arten rund 75 Prozent der Individuen entfielen: „Dabei eroberte sich der Haussperling, trotz Verlusten, den Spitzenrang von der Kohlmeise zurück!“Dahinter platzierte sich dann laut nabu.de erneut die Blaumeise. Doch auch Amsel, Grünfink Rotkehlchen und Elster wurden häufig gesichtet.Und das ist auch gut so, da unsere Gefiederte wichtige Nützlinge im heimischen Garten und in der Landwirtschaft darstellen. So vertilgt ein einziges Meisenpaar, samt seinen Jungen, in einem Jahr rund einen Zentner an Raupen und Schadinsekten!

Auch Wintergäste waren hier

Doch zurück zu der „Stunde der Wintervögel“: „Ergänzt wurde die heimische Vogelwelt von Wintergästen aus Nord- und Osteuropa, zum Beispiel Bergfinken, Rotdrosseln und Seidenschwänzen“, berichten NABU und LBV von einigen wenigen, aber dennoch hochinteressanten Sichtungen.

 

Sperlinge sind in unseren Gärten und Parks offenbar nach wie vor häufig!Der Frühling war heuer schon im Winter da, und nichts und niemand kann die Blüten mehr aufhalten. Damit beginnt dann freilich auch die Leidenszeit der Allergiker. Zudem sind die ersten Zecken schon munter.


Fotos: Peter Hoffmann

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