Stromkosten bei Aquarien und Terrarien

Gerade bei der Aquarien- und Terrarienhaltung spielen auch die Stromkosten ein Thema!

Wer in den einschlägigen Foren stöbert, der wird rasch feststellen, dass heute auch (angehende) Aquarianer und Terrarienfreunde über die steigenden Stromkosten besorgt sind …

Tatsächlich haben hier viele User ihr Becken längst zu einer Kostenfalle erklärt und fragen sich gerade jene Halter, die finanziell schwächer gestellt sind, wann ihr Hobby durch die ausufernden Stromkosten ausgebremst wird. Selbst wenn die, wie ein Post auf reptilien-forum.info erklärt, gegenüber den Kosten der Pferdehaltung ein Klacks sind.

Doch letztendlich kommt auch bei Reptilien, neben den Futterkosten, der ein oder andere Euro für Licht und Heizung zusammen, so dass manche Vivarien heute auch aufgrund ihrer Stromkosten vor dem Aus stehen.

Die „mollige“ Wärme der Urwaldbecken kann richtig ins Geld gehen!

Ein besorgniserregender Trend, auf den auch die Hersteller längst reagiert haben. Denn die bieten mit ihren diversen Heizmatten heute Wärmequellen an, die gleichermaßen sicher wie effizient sind.

Doch auch die Infrarot-Wärmestrahler glänzen heute mit einer langen Lebensdauer und einem moderaten Verbrauch, so dass die lokale Wärmequelle für unsere Lieblinge als Hot-Spot kein allzu großes Loch ins Portemonnaie reißt. Dennoch sollten die laufenden Kosten (die – und das bei jeder Tierart -, den einmaligen Anschaffungspreis um ein Vielfaches übersteigen!) gerade bei Aquarien und Terrarien niemals unterschätzt werden und muss auch bei stromsparenden Heizungen und LEDs als Lichtquelle die „vertretbare“ Beckenzahl sorgfältig kalkuliert werden.

Wie viele Becken kann ich mir leisten?

Stromsparen bzw. die Stromkosten sind damit heute auch in der Vivaristik ein ganz großes Thema und müssen daher bereits vor (!) dem Kauf bedacht werden. Denn die können sich aufsummieren und – zusammen mit den Tierarzt und Futterkosten -, bereits bei ein paar Bartagamanen oder anderen vermeintlichen Anfängertieren den Rahmen von 50 Euro pro Monat „sprengen“:

Tierschutz fängt daher bereits bei der Kostenberechnung und der Frage, ob ich mir diese oder jene Tierart dauerhaft leisten kann, an!

Denn letztendlich gibt es viele Gründe, die dazu führen, dass immer wieder Schlangen und Schildkröten in freier Natur oder in Kaufhäusern „entsorgt“ werden. So, wie es Ende 2014 nach Auskunft der renommierten Reptilien-Auffangstation München mal wieder der Fall war:

Schildkröte einfach ausgesetzt!

Dabei hatte ein Unbekannter (s) eine Schildkröte vor einem Rewe-Supermarkt in München-Hadern ausgesetzt. Das nur wenige Monate alte Tier befand sich in einer blauen Plastikwanne, die wenigstens mit etwas Einstreu und einem Nagerhäuschen „versorgt“ war. Dennoch „war hier offensichtlich ein vollkommen verantwortungsloser und unkundiger Mensch am Werk“, erregt sich Stationsleiter Dr. Markus Baur noch im Nachgang. Immerhin sei es nach dem Deutschen Tierschutzgesetz nicht nur verboten, sondern sogar strafbar, ein Tier einfach auszusetzen. Zumal die kleine Schildkröte bei den Wintertemperaturen dem Tode nah war.

Sollte der Unbekannte ermittelt werden, droht dem daher – und das völlig zu Recht -, eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro. Schließlich gilt auch in der Fisch- und Reptilienhaltung „drum prüfe, wer sich bindet“ und sollte jeder Halter für (s) ein Tier, das er nicht mehr haben kann oder will, zumindest ein adäquates Heim suchen.

Was die Stromkosten angeht, plädieren Vergleichsportale wie Verivox auch 2015 noch einmal nachdrücklich zum Vergleichen und Wechseln. Immerhin sind, dem Portal zu Folge, die Preisunterschiede zwischen teuren und günstigen Stromtarifen teils gewaltig.

Auch Aquarianer sollten die Preise vergleichen!

Tatsächlich wachse das Sparpotenzial von Jahr zu Jahr: „Betrug das Preisgefälle zwischen der lokalen Grundversorgung und dem günstigsten verfügbaren Tarif im Jahr 2004 noch durchschnittlich rund 6 Prozent, zeigt die Auswertung für 2014 bereits einen Preisunterschied von rund 28 Prozent“, erklärt Verivox, wo man ausschließlich mit Anbietern ohne Vorkasse kalkuliert hat.

Dazu raten im Übrigen auch die Verbraucherschützer, denn auch der Anbieterwechsel will durchdacht und gelernt sein. So rät der Bundesverband der Verbraucherzentralen dazu, beim Anbietervergleich auf kurze Vertragslaufzeiten (höchstens 1 Jahr) und kurze Kündigungsfristen (2 Wochen zum Ende des Kalendermonats) zu achten und ausschließlich die Brutto-Endpreise, also die Preise für Haushaltskunden/Privatkunden, im Blick zu haben:

Vermeiden solle man dagegen Vorauszahlungen, weil die im Falle eine Firmeninsolvenz in den meisten Fällen verloren sind. Auch Strompakete, also der Kauf einer vorab vereinbarten Strommenge, sind nach Auskunft der Verbraucherschützer nicht sonderlich sinnvoll. Denn „wenn Sie weniger verbrauchen, zahlen Sie trotzdem „das ganze Paket“, und Strom zu sparen lohnt sich für Sie dann nicht!“

Auch kann gerade bei Vorabpaketen jeder Mehrverbrauch dann richtig ins Geld gehen … daher sollten wir uns gerade als Vivarianer und mit unserem stromintensiven Hobby mit energieeffizienten Geräten und der Suche nach einem günstigen Anbieter vertraut machen. Und uns nur so viele Tiere und Becken anschaffen, wie problemlos und ohne Ärger für den Familienfrieden vom Portemonnaie gestemmt werden!

Gerade als Terrarianer oder Aquarienfreunde sollten wir darauf achten, nicht unnötig Strom (und damit Geld und wertvolle Ressourcen) zu vergeuden … dennoch ist die Vivarienkunde, ohne Frage, ein Hobby, das ins Geld geht!

Stromkosten bei Aquarien und Terrarien

Fotos & Collage: Peter Hoffmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *