Baumriese

Gesundbrunnen Baum

Der Kosmos-Naturführer „Tiere und Pflanzen“ weist unter dem vielsagenden Motto „Jeder Baum hat seine Tiere“ darauf hin, dass Äste und Zweige oftmals Mietswohnungen gleichen und jeder Baum unzählige Untermieter unter seinem Laubdach aufnimmt

„In seinem hohlen Stamm wohnen Fledermäuse und Siebenschläfer, unter seinen Wurzeln Waldmäuse und der Dachs!“

Ein Kosmos für sich:

Doch das sind ja nur die Großen.

Tatsächlich nämlich sind Bäume auch ein Eldorado für Kleintiere und Insekten, die wiederum den Vögeln und Bilchen als Nahrung dienen.
Das Portal waldwissen.net sieht daher in einem Wald weit mehr als die Summe seiner Bäume. Denn die würden, neben ihrer Nutzfunktion als Rohstofflieferanten, auch als Lebensräume wichtige Aufgaben erfüllen.

Dabei muss ein Baum nicht immer himmelanstürmend und mächtig groß sein, um als Quartier in Betracht zu kommen. So gehen Experten davon aus, dass bereits in vergleichsweise kleinen Weißdornbüschen bis zu 150 (!) verschiedene Insektenarten leben.

Auch viele Singvogelarten profitieren von dem Gehölz.

Warum Bäume auch uns Menschen gut tun?

Ähnlich wichtig für Insekten und die gefiederte Schar sind zum Beispiel Hainbuchen (wir sollten in unseren Gärten einheimischen Sträuchern daher stets den Vorzug vor Exoten geben), aber auch die mächtigen und sagenumwobenen Eichen. Und es gibt gute Gründe, warum Bäume auch entlang der Straßen und in unseren Städten gepflanzt werden.

So geht Wolf-Eberhard Barth in „Praktischer Umwelt- und Naturschutz“, heute einem Klassiker der Fachliteratur, der bereits in den 1980 er Jahren erschienen ist, davon aus, dass sich das Stadtklima durch Bäume und Grünflächen ganz entscheidend verbessern lässt. Denn die Bäume liefern ja nicht nur schattige Plätzchen, die zum Verweilen einladen, sondern könnten auch das Mikroklima verbessern und Schadstoffe aus der Luft filtern.

Wenn es den Bäumen schlecht geht, leidet auch die menschliche Gesundheit, sieht die Frankfurter Rundschau sogar einen direkten Zusammenhang zwischen unserem Wohlbefinden und dem Straßengrün und verweist dabei auf eine US-Studie, der zu Folge in Gegenden mit kränkelnden Bäumen auch die Menschen häufig(er) an Lungen- und Herz-Kreislauf-Problemen leiden. Ja, zwischen einer begrünten Umgebung und unserer Gesundheit bestehe ein Zusammenhang, glaubt daher Rundschau-Autor Carsten Meinke.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Reformator Martin Luther mal gesagt haben … nun, zumindest scheinen Bäume manch Krankheit und Weltuntergangszenario verhindern zu können!

Die mächtigen Laubkronen der Bäume sind nicht nur Lebensraum für viele Kleintiere, sondern helfen auch der menschlichen Gesundheit auf die Sprünge!

Foto: Peter Hoffmann

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