Hilft nicht nur gegen Vampire: Der Knoblauch ist eine traditionelle und vielseitige Heilpflanze!

Unter dem Motto „Heilen zum Nulltarif“ stellt die Programm-Zeitschrift „Funk Uhr“ auch den Knoblauch vor, der der Sommergrippe, aber auch Parodontitis vorbeuge:

„Die schwefelhaltigen Verbindungen im Knoblauch wirken antimikrobiell und entzündungshemmend“, heißt es hier (www.funkuhr.de).

Äußerlich auch fürs Tier:

Dr. med. vet. Jürgen Bartz geht davon aus, dass die Pflanze aber auch für Reiter interessant ist. Denn stark aufschwellende Insektenstiche könnten, so seine „Kräuterapotheke für Pferde“, durch mehrfaches Betupfen mit Knoblauch kuriert werden. Ähnlich positiv äußert sich Petra Durst-Benning, die eine „Kräuter-Apotheke für Hunde“ verfasst hat. Ja, Allium sativum, die edle Knolle, könne durchaus zur Desinfektion von Bisswunden und Insektenstichen genutzt werden.

Die Pflanze, die wir liebevoll Knobi oder Knofl nennen, scheint also ein wahrer Tausendsassa zu sein und ist nicht umsonst im Jahre 1989 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt worden. Schließlich spricht auch die beliebte Kundenzeitschrift „Apotheken Umschau“ in ihrem Heilpflanzen-Lexikon von ganz speziellen Inhaltsstoffen, die als außerordentlich gesund gelten. Selbst die Erbauer der ägyptischen Pyramiden hätten schon auf ihren Knoblauch geschworen …

Wo kommt der Knoblauch her?

In Deutschland ist Allium sativum bereits seit dem Mittelalter bekannt und wird vornehmlich als Gewürz genutzt.

Dabei liegt die eigentliche Heimat des Knoblauchs in den zentral- und südasiatischen Steppen. Von dort ist die Pflanze dann zunächst in den Mittelmeerraum gelangt. Tatsächlich kannten und schätzten bereits die alten Römer den Knoblauch. Und das nicht allein als Gewürz, sondern auch als Pflanze, die in der Medizin genutzt wurde.

Richtig populär wurde Knoblauch dann im Mittelalter, wo die Pflanzensäfte, analog zu oben genannten Zitaten, auch zur Desinfektion von tierischen Bisswunden, selbst nach Attacken von Schlangen, eingesetzt wurden!

Der Knoblauch ist damit eine äußerst vielseitige Gewürz- und Heilpflanze, die eine lange Geschichte mit uns Menschen verbindet. Eine Pflanze, die bis heute populär ist:

Was sagen die Krankenkassen?

Denn auch die Techniker Krankenkasse widmet sich dem Knofl und weiß, dass die Pflanze im 16. Jahrhundert von Mönchen sogar als Heilmittel gegen die Pest genutzt wurde.

Vermutlich ein zweifelhaftes Unterfangen, auf jeden Fall sorge Knoblauch jedoch, so die TK, für eine verminderte Cholesterinproduktion in der Leber und bewirke gleichzeitig, dass Cholesterin vermehrt abgebaut wird. Dazu verhindert der Genuss eine Verdickung des Blutes und kann sogar bereits vorhandene Klümpchen auflösen: „Dadurch wird Knoblauch zu einem unterstützenden Heilmittel für Menschen, die an zu hohem Blutdruck leiden, thrombosegefährdet sind oder mit Herz- und Kreislaufproblemen zu kämpfen haben!“

Im Gegensatz zu früheren Lehrmeinungen, wird die innerliche Verabreichung von Knoblauch bei Haustieren heute übrigens kritisch hinterfragt: „Vorsicht Knoblauch“, warnt daher die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, denn schon kleinere Mengen könnten zu einer Blutarmut führen.

Tatsächlich würden die Schwefelverbindungen des Knoblauchs bei Hunden, Katzen oder Pferden die roten Blutkörperchen zerstören. Erbrechen und Durchfall, aber auch blasse Schleimhäute, ein schwacher Puls sowie Herzrasen oder Schweratmigkeit könnten die Folgen eines Konsums sein: „Auch wenn sehr geringe Mengen wenig schaden, ist es am sichersten, wenn unsere Vierbeiner kein Knoblauch zu sich nehmen!“

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