Himbeere (Rubus idaeus )

Die Himbeere

Die Himbeere ist nicht nur schmackhaft, sondern sie hat auch eine heilende Wirkung. Sie war schon im Altertum als Heilpflanze bekannt.

Sie enthält viel Biotin, Vitamin C und Vitamin A.

Besonders in der Kinderernährung spielt sie wegen des hohen Vitamingehalts eine große Rolle.

Standort

Der beste Standort für eine Himbeere sollte sonnig bis halbschattig sein, aber windgeschützt.

Himbeeren, die im Herbst Früchte tragen, benötigen einen vollsonnigen Standort.

Die Himbeere braucht humose, lockere und feuchte Böden. Jedoch Staunässe sollte vermieden werden. Himbeeren sind selbstfruchtbar.

Anbau

Die beste Anbauzeit für Himbeeren ist der Herbst und das Frühjahr. Man sollte sie in einer Reihe anbauen und zwischen den einzelnen Pflanzen eine Abstand von 50 cm lassen. Zwischen den einzelnen Reihen sollten mindestens 150 cm frei bleiben.

Vor dem Pflanzen muss die Erde gut gelockert und mit Kompost oder Rindenhumus angereichert sein. Bevor die Pflanzen eingesetzt werden,  die Wurzelballen ca. eine Viertelstunde ins Wasser tauchen. Noch besser wäre anstatt ins Wasser zu tauchen eine Ackerschachtelhalmbrühe zu nehmen. Damit beugt man Wurzelkrankheiten vor.

Sind tote Wurzeln vorhanden, werden die komplett abgeschnitten. Die gesunden Wurzeln kürzt man um einen Zentimeter und die Jungtriebe schneidet man ca. auf 30 cm zurück.

Pflege

Himbeersträucher sollten das ganze Jahr über gemulcht, gut gegossen und auch ab und zu gedüngt werden.

Nach der Ernte im Spätsommer werden die Himbeersträucher geschnitten. Sollte es versäumt worden sein, dann können die Sträucher auch noch im Winter geschnitten werden.

Bei den Sommerhimbeeren werden die abgetragenen Ruten, die inzwischen 2 Jahre alt sind, bis hinunter zur Erde abgeschnitten. Bei den neu heranwachsenden Trieben, welche eine noch helle Farbe haben, werden alle dünnen Ruten entfernt. Auch die besonders dicken Ruten werden entfernt, da diese anfälliger für Krankheiten sind.  Dagegen bei den Herbsthimbeeren ist solch eine Unterscheidung nicht nötig. Hier werden nach der Ernte die Pflanzen komplett ebenerdig abgeschnitten.

Damit sich die Ruten nicht zum Boden neigen, sollten die Pflanzen an ein Drahtgerüst gebunden werden.

Vermehrung

Himbeersträucher lassen sich sehr schnell vermehren.

Man sticht mit der Schaufel einige Wurzelausläufer ab. Doch darauf achten, dass die Ausläufer kräftig sind. Je dicker, desto besser.  Diese Wurzeln gräbt man aus und kürzt sie auf 10 – 15 cm ein. Befinden sich an den Schnittlingen kleine Wurzeln, so lässt man sie dran. Die Wurzelschnittlinge setzt man dann in ein Erdloch und bedeckt sie mit Erde,

Man führt diese Arbeit am besten im Oktober und November durch. So können sich dann die Wurzeln in den Wintermonaten entwickeln und treiben ab März aus. Eine Mulchschicht, die man auf die neuen Pflanzen aufbringt, schützt die Wurzeln vor der Kälte. Doch muss diese beizeiten entfernt werden, damit die Frühlingssonne den Boden erwärmen kann.

So ist es möglich, sich viele neue Himbeersträucher ran zu ziehen.

Schädlinge und Krankheiten

Die Botrytis-Fruchtfäule ist eine der bekanntesten Krankheiten bei Himbeeren. Die Pflanze wird mit einem stäubenden Pilz bedeckt. Dadurch faulen und schrumpfen die Früchte und ganz zuletzt verhärten sich die Beeren.

Vorbeugen kann man, in dem man ein Auslichten der Ruten und die Ausdünnung nach der Ernte vornimmt. Weiterhin kann man in der Befallzeit auch eine Besprühung der Pflanze mit einem Fungizid vornehmen.

Aber auch der Himbeerkäfer ist ein Schädling. Er frisst die Blütenknospen und Blüten. Seine Larve lebt in der Frucht und schädigt damit die Himbeere. Einem Befall kann man mit der Behandlung eines Insektizid vor der Blütezeit vorbeugen. Es sollte aber ein Injektizid genommen werden, was für die Bienen ungefährlich ist.

Ernte und Lagerung

Es gibt einmaltragende Himbeeren, die  im Juli reifen. Die zweimaltragenden reifen im Juli und September.

Leider halten die Himbeeren nach der Ernte nur ein paar Stunden frisch. Sind sie ganz trocken und ungewaschen, kann man sie nebeneinander liegend so einen Tag im Kühlschrank aufbewahren. Das beste ist, wenn man sie frisch verzehren möchte, so schnell wie möglich nach der Ernte zu essen.

Doch Himbeeren kann man wunderbar einfrieren. Sie halten dann bis zu einem Jahr. Dann sollte man die Früchte aber essen, denn sie verlieren dann ihren Geschmack.

Bei einer reichhaltigen Ernte bietet sich die Herstellung von Himbeeremarmelade an, die sehr lecker ist. Auch in einer roten Grütze oder als Kuchenbelag machen sich die Himbeeren sehr gut

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