Blumen

Hitzeschäden allerorten

Wie sieht bei Ihnen zu Hause der einstmals so grüne und intakte Rasen aus? Vermutlich strohgelb und staubtrocken, so dass es sich, wenn man barfuß läuft, wie auf einem Stoppelfeld anfühlt!?

Ein Dilemma, das in Ziergärten ärgerlich ist, den Landwirten jedoch an die Existenz geht:

Futterernte in Gefahr!

Denn normalerweise würden die Grünflächen und Wiesen der Landwirte um diese Jahreszeit zum zweiten Mal abgemäht. Diese Mühe indes können sich unsere Bauern derzeit sparen, weil auch hier die Futtergräser auf den Nutzflächen schlichtweg verdorrt sind.

Vielerorts dürfte die zweite Futterernte des Jahres daher flachfallen und die Schäden damit enorm sein. Das übrigens nicht allein in Deutschland: So berichtet die Wiener Zeitung von gewaltigen Dürreschäden und geht von 100 Millionen (!) Euro Schaden aus. Denn auch das Getreide oder die Kürbisernte haben bzw. hatten unter der Hitze zu leiden.

Wer hilft unseren Städten und Gemeinden?

Doch auch viele Straßen- und Alleebäume sind nun in Gefahr. Daher bittet die Stadt Aachen ihre Bürger sogar beim Gießen der öffentlichen Grünflächen um Mithilfe: „Leider ist es dem Stadtbetrieb nicht möglich, alle Bäume im Stadtgebiet ausreichend zu bewässern. Daher sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams Baumpflege für jede Unterstützung durch die Aachenerinnen und Aachener dankbar“, erklären hier die Stadtväter und wissen, dass vor allem junge Bäume und Nachpflanzungen nun vom Trockentod bedroht sind.

Eine Problematik, die heuer besonders dramatisch, jedoch nicht neu ist. So warb der BUND bereits vor einigen Jahren dafür, mit anzupacken und dem wertvollen Grün in unseren Städten das Überleben zu erleichtern. Denn „besonders jungen Bäumen setzt die Trockenheit zu, viele gehen ein!“

Schließlich haben Bäume erst nach circa zehn Jahren ausreichend Wurzeln gebildet, um im Boden gespeichertes Wasser zu erreichen, erklären die BUND-Experten; zudem solle beim Wässern auch an die Fassadenbegrünung wie Efeu oder Sträucher in Pflanzkübeln gedacht werden.

Damit tun die Anwohner dann auch sich selbst einen Gefallen: Schließlich tragen Bäume und Sträucher zu einem verbesserten Kleinklima bei und filtern Staub und Abgase aus der Luft!

Feuchtgebiete fallen trocken:

Doch auch dort, wo ein Wassermangel scheinbar keine Rolle spielt, hat der heiße Sommer längst seine Spuren hinterlassen. So fallen viele Bäche und Flüsse zunehmend trocken und steht vielerorts die Schifffahrt vor dem Aus.

Und das auch im Bergland. Ja, dem Lago Maggiore gehe allmählich das Wasser aus, bestätigt blick.ch und macht damit auf die zunehmende Trockenheit im Tessin und in Norditalien aufmerksam.

Denn auch die Zuflüsse des Po führen kaum noch Wasser!

Ein Sommer, der es in sich hat:

Der Sommer und die Hitze haben es damit in sich. Denn laut Bauern Zeitung Online haben auch unsere rumänischen Nachbarn schwer zu leiden und drohen hier bei der Ernte vielerorts sogar Totalverluste.

Ein scheinbar idyllischer Waldsee. Doch bei vielen Bächen, Teichen und Flüssen sinkt der Wasserpegel dramatisch!

Im Garten müssen wir nun emsig wässern, damit die Blütenpracht nicht verdorrt!

Fotos: Peter Hoffmann

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