Pudel

Hundehalter sollten die Gefahren beim Spaziergang kennen und im Blick haben!

Ganz klar: Stubenhocker leben ungesund. Das gilt auch für unsere Hunde, besonders dann, wenn die von ihren Haltern zugleich zu üppig ernährt werden. Denn dann drohen auch unseren Vierbeinern all jene Gefahren, die mit Übergewicht und einem Bewegungsmangel einhergehen …

Tatsächlich können nämlich auch Hunde von Gelenkbeschwerden und Herz-Kreislaufproblemen, die aus zu viel „Hüftgold“ resultieren, gequält werden:

Beim Spaziergang lauern allerhand Gefahren!

Im Umkehrschluss kann aber auch das Gassigehen selbst zu einer Gefahr werden. Daher macht der Tiersuchdienst TASSO auch mal auf jene Gefahrenquellen aufmerksam, denen unsere Lieblinge im tagtäglichen Leben begegnen.

Denn hier drohen nicht nur Verkehrsunfälle und Beissereien mit Artgenossen, sondern kann selbst die Rolltreppe zu einem Problem werden. Dennoch trifft man in den Innenstädten und Kaufhäusern immer wieder Hundehalter, die ihre Vierbeiner auf die Rolltreppe mitnehmen: „Eine für den Hund sehr gefährliche Angelegenheit“, kommentiert Philip McCreight, Leiter von TASSO.

Denn der Hund kann sich in dem Mechanismus der Treppe mit seinen Krallen oder Haaren verfangen. Die Folge sind ernsthafte Verletzungen, die schlimmstenfalls bis hin zu einer Amputation führen: „Wenn man unbedingt die Rolltreppe nutzen möchte, gehören kleine Hunde auf den Arm“, mahnen daher die Tierschützer.

Hunde, die zu groß und zu schwer sind, um sie hochzuheben, haben nach Ansicht von TASSO dagegen gar nichts auf einer Rolltreppe verloren; echte Tierfreunde werden dann lieber einen Umweg in Kauf nehmen.

Achtung, wenn sich die Tür schließt:

Auch bei Aufzugfahrten ist nach Auskunft der Tierschützer erhöhte Vorsicht geboten. So sollten Hundehalter unbedingt darauf achten, dass sich die Leine nicht etwa versehentlich in der Fahrstuhltür verfängt. Dies könnte nämlich dazu führen, dass der Hund nach oben gezogen und dabei stranguliert wird!

Selbst die sich schließende Tür stellt eine Gefahr dar und führt bei Aufzügen und in öffentlichen Verkehrsmitteln immer wieder zu eingeklemmten Pfoten und Schwänzen. Freilich kann auch der Spaziergang in Wald und Flur zu einer Gefahr werden.

Denn hier drohen Glasscherben und Giftpflanzen. Das übrigens auch im heimischen Garten. So ereignen sich immer wieder Unfälle, weil arglose Kleinkinder oder Hunde auf Ästen oder Wurzelteilen vom Goldregen herumkauen. Derart giftige Pflanzen sollten daher im Garten von Eltern und Tierhaltern tabu sein …

Aufgepasst beim Gassi gehen!

… doch auch Leine und Halsband, bzw. Geschirr, sollten mit Bedacht gewählt werden.

Tatsächlich stellt, zumal bei sehr quirligen Welpen oder Hunden mit einem schmalen Kopf, das Brustgeschirr die bessere Wahl dar. Denn immer wieder sieht man Hunde, die ihr Halsband schlichtweg abschütteln.

Generell sollten Hundehalter stets aufmerksam sein. Leider sieht man immer wieder Halter, die mehr mit sich selbst, anderen Passanten oder ihrem Handy beschäftigt sind und das Tier weitgehend sich selbst überlassen. Das jedoch ist riskant, denn Scherben oder andere scharfe Gegenstände führen rasend schnell zu Schnittwunden und verletzten Pfoten: „Auch Giftköder sind ein leidiges Thema“, warnen die Tierschützer von TASSO Deutschland: „Mal kurz nicht hingeschaut und schon hat der Hund einen solchen verschlungen!“

Dann muss schnell gehandelt und der nächste Tierarzt aufgesucht werden … besser noch, der Hund wäre so trainiert, dass nur auf Kommando gefressen wird.

Generell stellt eine gute Erziehung auch einen guten Unfallschutz dar und muss jeder Hund, der Freilauf genießt, auf Kommando zurückkommen. Dennoch ist kein Vierbeiner vor dem Weglaufen geschützt. Denn selbst ein gut erzogener und nervlich stabiler Hund könnte bei einem ungewohnten Geräusch, etwa einem unerwartet tieffliegenden Düsenjäger, oder angesichts einer verlockenden Fährte oder Hündin auf und davon sein: „Deswegen ist es so wichtig, sein Tier kennzeichnen und registrieren zu lassen“, gibt Philip McCreight zu bedenken.

Ab in den Urlaub!

Trotz aller Gefahren, ist es für „Wadi“ natürlich das Größte, ständig dabei und mit seinen Menschen auf Tour zu sein. Das gilt auch für die großen Ferien, die nun vor der Tür stehen. Logisch, dass ambitionierte Hundehalter dabei ein Ziel wählen, an dem auch der Vierbeiner seinen Spaß hat.

Denn nicht alle Reiseziele sind, wie der Verband für das deutsche Hundewesen erklärt , zur Mitnahme eines Hundes geeignet. Generell problematisch sind südliche und heiße Gefilde, vor allem für ältere und kranke Tiere oder kurznasige Rassen, die mit der Atmung und dem Kreislauf ohnehin bereits ein Problem haben.

Dann ist das Tier bei Freunden und Verwandten oder in einer guten Tierpension besser versorgt!

Wer dagegen mit dem Auto verreist und einen Familien- und Wanderurlaub in den Bergen oder an der See plant, kann, zusammen mit seinem Vierbeiner, spannende und ereignisreiche Tage verleben. Freilich sollten wir auch hier die Sicherheit und den Komfort des Hundes im Blick haben:

So gibt es heute spezielle Rettungs- und Schwimmwesten für Hunde, falls der Vierbeiner gerne in den Wellen planscht oder bei einem Bootsausflug mit von der Partie ist. Zudem bietet der Zubehörhandel heute spezielle Kühldecken und Unterlagen an, die die lange Anreise in Auto oder Bahn auch bei hohen Temperaturen erträglicher machen.

Logisch, dass zudem an Frischwasser gedacht wurde. Dagegen sollte „Bello“ bereits einige Stunden vor der Zug- oder Autofahrt (s) eine Fastenkur eingelegt haben. Sonst führen die Aufregung und das ständige Schaukeln leicht zu Übelkeit … und ein speiender Hund stellt nicht gerade den optimalen Start in einen gelungenen Urlaub dar.

Hunde lieben es, ihre Menschen zu begleiten und wollen überall, bei jedem Spaziergang und auch im Urlaub, mit von der Partie sein. Kein Problem, wenn die passende Urlaubsregion gewählt wird und der Halter seinen Liebling gut erzogen und im Blick hat!

Clip: Peter Hoffmann

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