Phalaenopsis ab Stativ Blende ganz geschlossen

Im Wintergarten fühlen sich nicht nur wir Menschen wohl!

Der botanisch-zoologische Garten „Wilhelma“ in Stuttgart beeindruckt auch mit (s)einer historischen Gewächshauszeile, die den Haupteingang mit dem Maurischen Garten verbindet …

Hier, wo die Bepflanzung an die historischen Vorbilder und Darstellungen angelehnt ist, gedeiht nicht nur der Moosfarn Selaginella, der einem weitläufigen grünen Teppich gleicht.

Denn je nach Jahreszeit bilden Narzissen & Co., aber auch Alpenveilchen oder Weihnachtssterne bunte Farbtupfer. Herrliche Blüteninseln, die das Grün auflockern: „Palmen sowie die riesige Ess-Banane geben dem ganzen Ensemble dann den Charakter eines tropischen Gartens“, erklären die Gärtner.

Gewächshäuser haben eine lange Tradition

Tatsächlich haben Gewächshäuser eine lange Tradition und waren bereits zu Kolonialzeiten bekannt. Vor allem Adelige erfreuten sich an ihren Orangerien – repräsentativen Glasbauten, in denen Zitruspflanzen und andere Raritäten aus Asien, Amerika und Australien zur Schau gestellt wurden.

Ein „Treibhaus“, das heute, in Form von Wintergärten, auch an ganz normale Wohnhäuser angebaut und nach wie vor gerne von Pflanzenfreunden als Quartier für empfindliche Schönheiten wie Orchideen genutzt wird.

 

Ein Ort, an dem sich auch Chamäleons wohl fühlen!

Doch auch Reptilienhalter wissen einen Wintergarten sehr zu schätzen. Gerade jene, die größere Arten und / oder Chamäleons pflegen, die für eine Zimmerhaltung oder den Freilauf im Wintergarten geradezu prädestiniert sind.

Voraussetzung sind natürlich die entsprechenden Heizungen, Frostwächter und so weiter, damit die geforderten klimatischen Bedingungen auch jederzeit eingehalten werden … natürlich kann ein Wintergarten aber auch zur Haltung von Ziervögeln genutzt werden.

Der Industrieverband Heimtierbedarf sieht hier dann fast sogar Urlaubsstimmung aufkommen. Die Kombination von frischem Grün und Vogelgezwitscher lasse die Hektik des Alltags vergessen: „Als Bewohner des kleinen „Dschungels“ eignen sich zum Beispiel Wellen- und Nymphensittiche, Kanarienvögel oder Prachtfinken!“

Allerdings dürfen dann keine Gewächse gepflanzt werden, die für die Piepmätze giftig und damit eine Gefahr sind. Zudem hat, wie der IVH mahnt, jede Vogelart ihre ganz speziellen Bedürfnisse; eine Beratung bei kompetenten Kleintierzüchtern oder im Fachhandel ist daher unerlässlich.

Kann ein Wintergarten auch bares Geld wert sein?

Dabei kann der Glasanbau nach Ansicht des Bundesverbandes Wintergarten sogar als solide Geldanlage in Betracht kommen. Tatsächlich sei ein Wintergarten für die Wertsteigerung einer Immobilie geradezu prädestiniert: „Von den Kosten her in überschaubarem Rahmen, kann damit der vorhandene Wohnraum um einen ganzjährig nutzbaren „Sonnenplatz“ erweitert und „veredelt“ werden!“

Allerdings rät man hier allen Laien und Heimwerkern vorn selbstentworfenen Anlagen ab. Denn jeder Wohn-Wintergarten müsste an das Erscheinungsbild des Hauses angepasst und nach den Anforderungen an eine moderne Architektur konzipiert werden: „Eine isolierte Bodenplatte und Einrichtungen zur Beschattung und Belüftung sind ein Muss!“

Denn nur so könne der Wintergarten auch nach vielen Jahren noch seinen Charme versprühen und den Wohnkomfort steigern …

Nicht nur Orchideenfreunde wissen einen Wintergarten zu schätzen!

Foto: Peter Hoffmann

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