Ist ein Baugutachten von Nöten ?

Ein neues Haus zu bauen oder ein altes Haus zu renovieren, ist für den privaten Bauherrn sehr anstrengend und bringt mitunter auch viel Ärger mit sich.

Damit nicht noch unnötig Geld, Nerven und Zeit bei der Beseitigung von Fehlern und Mängeln investiert werden müssen, ist es ratsam, ein Baugutachten zu erstellen.
So sollte man schon in der Planungsphase ein Baugutachten erstellen lassen, denn ein Baugutachten zeigt nicht nur Baumängel auf.

Nein, es gibt auch für den Bauherrn eine Orientierung in einem angemessenem Kaufpreis und die zu erwartenden Baukosten. So kann man einen Baupfusch und spätere kostenaufwendige Sanierungskosten ausschließen.

Der Kauf einer Immobilie ist eine teure Anschaffung, darum sollte vor dem Kauf ein Bausachverständiger mit hinzu gezogen werden. Dieser untersucht das Objekt hinsichtlich von Bauschäden. Diese erkennt ein Laie meistens nicht. Mängel am Objekt können Risse in den Wänden, die durch das schnelle Aufbringen eines neuen Putzes, verdeckt wurden. Auch ein neuer Anstrich kann morsches Gebälk verdecken.

So führen Bausachverständiger vor den Abschluss des Kaufvertrages einen Immobilienscheck durch.

Was zählt alles zum Immobilienscheck?

1. Die Lage des Grundstücks. Hierzu zählen die Umgebung, das Umfeld und die Infrastruktur der Umgebung.
2. Mittels einiger technischer Geräte kann ein Bausachverständiger den Schallpegel von vorbei fahrenden PKW sowie Fluglärm und Bahnlärm messen.
3. Auch kann er prüfen, ob die Wände trocken sind.
4. Es wird bei der Begehung des Hauses der genaue Zustand der Immobilie festgehalten.
5. Oft verlangen Banken ein detailliertes Wertgutachten der Immobilie.
6. So kann es sein, dass man glaubt beim Kauf der Immobilie ein Schnäppchen gemacht zu haben. Doch das kann sich als Irrtum herausstellen, weil zum Kaufpreis noch hohe Sanierungskosten hinzukommen können.

Auch beim Hausbau ist die Hinzuziehung eines Bausachverständigen ratsam. So sollte man sich nicht auf eine reine schriftliche Bauabnahme einlassen, sondern eine direkte Abnahme vor Ort vornehmen. Diese Abnahme sollte man nicht alleine machen. Die Hinzuziehung eines Bausachverständigen ist ratsam. Auch hier erkennt der Fachmann versteckte Mängel.

Die Bauabnahme, ist neben der Unterzeichnung des Kaufvertrages, ein sehr wichtiger Rechtsakt

Es beginnt mir der Unterzeichnung der Bauabnahme die Gewährleistung. Das bedeutet, dass der Bauherr ab dem Zeitpunkt in der Pflicht ist, dem Unternehmer weitere Mängel nach zu weisen.

Durch eine sorgfältige Abnahme der einzelnen Baugewerke oder auch Bauabschnitte stellt ein Bausachverständiger die Qualität der ausgeführten Arbeiten rechtzeitig fest.
Bei der Bauabnahme wird ein Protokoll angefertigt, welches gegebenenfalls die Mängel aufweist. Dieses ist die Grundlage für den Nachweis von Mängeln. Der Bausachverständige wird darauf achten, dass das Protokoll von allen beteiligten Seiten unterzeichnet wird.

Es sollten in diesem Protokoll aber auch Punkte aufgeführt sein, die der Bauherr als nicht vertragsmäßig empfunden werden. Dazu zählen nicht nur erkennbare Mängel, sondern auch schon Zweifel an einem korrekten Zustand des Objektes.

Ein fundiertes Baugutachten ist eine vollständige Beweissicherung über Schadenumfang und Schadenhöhe. Es ist die wichtigste Voraussetzung für eine Schadenregulierung.

Quellennachweis: Bausachverstand in Hamburg und Umgebung – Rainer Golunski

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