Seerose weiss

Jungbrunnen Garten: Nicht nur wir Menschen, sondern auch die heimische Tierwelt kann profitieren!

Gerade jetzt, im Frühling, könnten uns auch kleine Dinge glücklich und zufrieden machen, glaubt die Programm-Zeitschrift „Funk Uhr“:

„Machen Sie einen Spaziergang im Wald, und nehmen Sie dort die Natur mit allen Sinnen auf“, gibt man hier Tipps für die Seele. Zudem solle man(n), bzw. Frau, mal Pausen machen und, gerade draußen in der Natur, tief durchatmen.

Pollen im Anflug

Damit, mit dem Durchatmen, ist das natürlich so eine Sache, da wir derzeit nicht nur den Frühling, sondern auch die ersten Pollen begrüßen dürfen. Die wabern vor allem in Nadelwäldern, da die Blätter der Laubbäume einen Teil des Blütenstaubs aus der Luft filtern!

Auch Dauerregen (der derzeit freilich nicht in Sicht scheint) kann die Luft reinwaschen, so dass Heuschnupfengeplagte wieder auf- und durchatmen. Das sprichwörtlich reinigende Gewitter mit seinen nur kurzen, heftigen Regengüssen und wild aufpeitschende Windböen wird den Ärger, sprich die Pollen, dagegen vor sich her treiben und selbst jenen Blütenstaub, der bereits am Boden liegt, neu aufwirbeln …

Paradiesische Zustände im Garten

Dennoch gibt es gute Gründe, die uns nun raus an die frische Luft ziehen. So empfiehlt (http://www.tk.de/tk/kinder-in-bewegung/kindern-den-ruecken-staerken/eltern/21642) die Techniker Krankenkasse (TK) allen Eltern und Kindern gemeinsam aktiv zu werden und, draußen vor der Tür oder im heimischen Garten, herumzutollen:

„Schenken Sie Spielzeug, das zur Bewegung einlädt. Zum Beispiel Ball, Frisbee-Scheibe, Hula-Hoop-Reifen, Springseil oder Sprungbälle!“

Tatsächlich geißelte ja auch der legendäre Wasserpfarrer Kneipp ein Zuviel an Nahrung und Müßiggang und wusste, dass Sport und Werkeln draußen vor der Tür äußerst gesund sind: „Die beste Turnübung wäre, von Zeit zu Zeit eine körperliche Arbeit zu verrichten, die nicht nur gelenkig macht, sondern auch durch Heben und Tragen die Kräfte vermehrt!“

Neben ihrer Bedeutung als grüne Lunge und Gesundbrunnen, sind viele Klein- und Hausgärten aber auch ein ökologischer Gewinn.

Ein Heim für Tiere?

Jedenfalls dann, wenn der Hobbygärtner den gewollten (und vielleicht gar den ungewollten?) tierischen Mitbewohnern eine Chance gibt. Ja, gerade der Ökogarten sei ein guter Rückzugsraum für wild lebende Tiere, erklärt der Naturschutzbund NABU: „Holzhaufen oder Trockenmauern bieten weiteren Spezialisten Unterschlupf. Nicht fehlen sollten Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Hummeln!“

Nun gelte es auch, so (http://www.nabu.de/oekologischleben/balkonundgarten/gartenelemente/00591.html) die NABU-Experten, Gartenteiche neu anzulegen und / oder fit für die Saison zu machen. Wobei nicht jeder Teich für die Natur auch wirklich ein Gewinn ist: „Für eine hohe Vielfalt von Kleinlebensräumen sollte der Teich über drei unterschiedlich tiefe Zonen verfügen. In der Mitte eine Tiefe von 60 Zentimetern, besser noch einen Meter; dort gedeihen Seerosen und überwintern – wenn es denn sein soll – die Fische!“

Die freilich sollten nur in Maßen eingesetzt werden, da sonst Molch- und Libellenlarven kaum eine Chance haben.

Um einen Teich lebendig zu gestalten, empfiehlt der NABU zudem Flachwasserzonen mit Tiefen von 20 bis 50 Zentimetern: „Böschungen und Übergänge sollten möglich sanft sein!“

Auch dürfen Ausstiegshilfen für Igel und andere Kleintiere, die ins Wasser rutschen, nicht fehlen. Schließlich soll der Gartenteich ja nicht zu einer Todesfalle mutieren.

Obacht daher auch dann, wenn kleinere Kinder im Haushalt leben!

Seerosen benötigen ausreichend tiefe Teiche, um überwintern zu können! Holzhaufen bieten vielen Kleintieren einen wichtigen Unterschlupf.

Fotos: Peter Hoffmann

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