Im Garten 2

Krankenkasse rät: Den Nachwuchs vor Zecken schützen!

Sie sind klein und unscheinbar, doch der Schaden, den sie anrichten können, kann enorm sein. Tatsächlich können nicht nur unsere Haustiere, sondern auch wir Menschen von Zecken mit gefährlichen Krankheiten infiziert werden …

Selbst Polit-Magazine wie der Focus befassen sich daher mit dieser Thematik und verweisen dabei auf das renommierte Robert-Koch Institut, das im vergangenen Jahr 265 Fälle einer durch Zecken übertragen Hirnhautentzündung registriert hat:

Zecken übertragen gefährliche Erreger!

Auch die Barmer GEK sieht die Gefahren mit den warmen Temperaturen wieder steigen. Und das vor allem für Kinder, die viel draußen unterwegs sind. Denn selbst im heimischen Garten, im Ginster oder in dichten Koniferen, fühlen sich die lästigen Blutsauger wohl.

Dennoch kann es nach Ansicht der Krankenkasse nicht angehen, dass wir uns von den Zecken den Sommer und die Laune am Freiluftvergnügen vermiesen lassen: „Zwar können die Spinnentiere Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine spezielle Form der Hirnhautentzündung, oder die Borreliose übertragen, dennoch sollten Eltern ihren Nachwuchs beruhigt draußen spielen lassen!“

Vorbeugen heißt die Devise:

Denn bereits einige gezielte Vorsichtsmaßnahmen reichen, um einem Stich und einer möglichen Erkrankung vorzubeugen, erklärt Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der Barmer GEK. Dazu gehört auch die passende Kleidung. Denn Zecken „regnen“ nun mal nicht aus mannshohen Bäumen:

Vielmehr sitzen die Blutsauger im niederen Buschwerk oder „thronen“ auf den Spitzen der Grashalme und werden dann – quasi im Vorbeigehen -, abgestreift!

Kinder, die im Frühling und Sommer über Wiesen toben, durch den Wald streifen oder sich hinter Büschen verstecken, sollten, wie Petzold und Barmer GEK raten, daher möglichst Strümpfe, geschlossene Schuhe sowie lange Hosen und langärmlige Oberteile tragen.

Lassen dies die sommerlichen Temperaturen einmal nicht zu, empfiehlt die Expertin nach dem Spielen im Grünen eine gründliche Zecken-Suche. Das gilt auch nach dem Besuch im Freibad, wo wir nahezu zwangsläufig leicht bekleidet und barfuß durchs Gras laufen:

„Nach jedem Aufenthalt im Freien sollte ein Erwachsener den Nachwuchs am ganzen Körper absuchen. Da Zecken in der Regel nicht sofort zustechen, können sie so noch gut entdeckt und entfernt werden“, weiß Petzold.

Anders als Erwachsene, würden Kinder übrigens häufig an Kopf und Hals gestochen. Doch auch Kniekehlen, Achseln, Ellenbeugen, Bauchnabel und der Genitalbereich sollten gründlich untersucht werden. Denn Zecken suchen sich ganz gezielt jene Körperstellen, an denen ihnen Temperatur, Feuchtigkeit und Hautdicke zusagen. Übrigens geht das ZDF davon aus, dass gerade Rehe, die Zecken nahezu magisch anziehen, zur Verbreitung der lästigen Blutsauger beitragen.

Was tun, wenn die Zecke zusticht?

Hat sich eine Zecke bereits festgesetzt, sollte die nach Auskunft der Barmer GEK so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte entfernt werden. Denn je länger der Parasit an einem Menschen oder Haustier saugt, desto größer ist das Risiko, dass sein Wirt auch tatsächlich infiziert wird.

Für Kinder, die in Risikogebieten leben oder dorthin in den Urlaub fahren, empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts übrigens grundsätzlich eine FSME-Impfung mit einem speziell auf diese Zielgruppe abgestimmten Impfstoff: „Dies sollten Eltern aber im Einzelfall mit ihrem Kinder- und Jugendarzt besprechen!“

Selbst im heimischen Garten lauert die Gefahr. Nach dem Spielen oder Schmusen mit Haustieren sollte der Kinderkörper daher auf Zecken abgesucht werden!

Foto: Peter Hoffmann

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