Maienwald: Mit der Nikon D 90 auf Tour

„Ganz im Gegensatz zu den oft sehr finsteren Nadelwäldern wirken Laubwälder, besonders im Frühling, licht und heiter“, heißt es im BLV-Beobachtungsbuch „Die Natur im Jahreslauf“, das mit seinen zahlreichen Farbfotos vor allem für Familien gedacht ist …

Und in der Tat laden gerade der Frühling und die Tage Ende April/Anfang Mai zu einer Wanderung ein. Gerne auch samt Fotoapparat, da nun von Mutter Natur mit Motiven bestimmt nicht gegeizt wird:

Die Tage vor dem Laubaustrieb nutzen!

Denn schon zeigen sich die ersten zarten Blättchen, die im Gegenlicht ein tolles Motiv sind. Doch auch die Buschwindröschen, Veilchen oder der (giftige) Salomonssiegel stehen noch in voller Blüte.

Allmählich freilich müssen sich diese Bodenbewohner sputen, da auch in den Laubwäldern das Licht mit der Zeit zur Mangelware und durch das sich schließende Laubdach der Büsche und Bäume limitiert wird. Jene heitere Stimmung, die oben genannter Bildband beschreibt, hält daher nur wenige Tage an, die von erfahrenen Naturfotografen umso eifriger genutzt werden:

Die ideale Kamera für den Maiausflug?

Welche Kamera dazu eingepackt wird, hängt vom persönlichen Geschmack, dem Geschick des Fotografen und nicht zuletzt auch vom Portemonnaie ab:

Sehr beliebt ist derzeit das so genannte Micro-FourThirds-System, das zum Beispiel von Olympus genutzt wird. Das führt aufgrund seiner Brennweitenverlängerung dazu, dass an der OM-D E-M5 Mark II das häufig im Kit angebotene 12-50 mm Objektiv in Wirklichkeit zu einem Zoom, das vom 24 mm Weitwinkel bis hin zum 100 mm Teleobjektiv reicht, aufgebläht wird.

Das muss kein Nachteil sein und kann bei Aufnahmen von Eichhörnchen oder anderen Tieren gut ausgenutzt werden. Denn an der OM-D mit ihrer Brennweitenverdopplung „mutiert“ dann bereits das M.ZUIKO DIGITAL 14-150 mm zu einem echtem Alleskönner, dessen Brennweite vom 28 er Weitwinkel bis hin zur 300 mm „Telekanone“ (bezogen auf das Kleinbildformat) reicht.

Andere werden dagegen vielleicht lieber mit ihrer Sony- oder Nikon-Vollformatkamera, etwa der D 600 oder D 750, auf Tour gehen. Ich dagegen habe mich heuer ganz bewusst mal wieder für meine Nikon D 90 entschieden, obwohl ich, mit einer D 300 und einer größeren Vollformatschwester, auch Profi-Gehäuse im Schrank habe. Die jedoch sind – aufgrund ihres robusten und gegen Witterungseinflüsse abgedichteten Gehäuses – deutlich schwerer als die D 90, so dass ich die lieber in einem schützenden Fotorucksack verpackt habe.

Der ist jedem Kamerakoffer vorzuziehen, da er a weniger Aufsehen und Begehrlichkeiten erweckt (die glänzenden Kamerakoffer locken Langfinger geradezu magisch an!) und b für Wanderungen natürlich ideal ist:

Als die Kameras filmen lernten:

Auf dem Markt ist die D 90 von Nikon seit 2008 und punktete seinerzeit mit ihrer Videofunktion, die man bei vielen anderen Spiegelreflexkameras damals noch vergeblich gesucht hat. Zwar mag diese Möglichkeit der HD-Aufzeichnung in einer Auflösung von 1280×720 Pixeln heute eher konservativ erscheinen, doch die mit der D 90 gedrehten Filme können durchaus überzeugen, vor allem dann, wenn dazu ein Stativ benutzt wurde.

Scharfstellen muss und sollte der Wanderer von Hand; dazu sollte am besten bereits am Gehäuse selbst der Schalter von AF auf M für manuellen Focus gedreht werden!

Motive, wohin das Auge schaut:

Neben der Bodenvegetation, die nun in voller Blüte steht, erwacht auch die Insektenwelt zu neuem Leben. Denn längst gaukeln Schmetterlinge wie der Zitronenfalter durch die Luft.

Nun ist aber auch die richtige Zeit für die Foto-Pirsch auf Eichhörnchen, die durchs lichte Geäst huschen.

Für kleinere Motive, wie einzelne Blüten oder Moospolster, sollte, neben den normalen Optiken, auch an eine Nahlinse gedacht werden. Ich persönlich schätze dabei vor allem Tele-Makroobjektive wie das 105 mm Makro von Sigma, da so, bei einer größeren Aufnahmeentfernung, auch Falter oder Libellen nicht zu schnell verscheucht werden.

Eine Alternative wäre ein makrotaugliches Normalobjektiv wie das AF-S DX Micro-NIKKOR 40 mm 1:2,8 G, das mit (s) einer hohen Lichtstärke punktet und speziell für das DX-Format konzipiert wurde. So hat man dann beides, ein Makroobjektiv, aber auch eine Normaloptik von rund 60 mm Brennweite (wiederum bezogen auf das KB-Format), die auch für Porträts ideal ist!

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