Marienkäfer: Blattlausjäger in Aktion!

„Zwei Punkte und ein roter Rock, so seh` ich ihn am Rosenstock …“ Wer sonst, wenn nicht der Marienkäfer, könnte in diesem Gedicht von Maria Holschuh gemeint sein?

Hier passen auch die biologischen Gegebenheiten, da Rosenstöcke oftmals von Blattläusen geplagt werden:

Kleiner Käfer mit großem Appetit

Denn „von den 70 heimischen Marienkäferarten leben fast 50 von Blattläusen, 14 von Schildläusen, die restlichen von Spinnmilben oder Mehltaupilzen“, bestätigt auch Hans Steiners „Nützlinge im Garten“ (Ulmer Verlag), dass der kleine Käfer sehr nützlich ist und einen formidablen Appetit hat!

Der Naturschutzbund NABU geht (http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/pilzeflechtenmoose/pilze/16085.html) daher davon aus, dass manche Käferarten über einen Mehltaubefall, der immer wieder unsere Laubbäume mit (s) einem grauen Schleier überzieht, sehr erfreut sind. Denn „einige Marienkäferarten ernähren sich fast ausschließlich von Mehltau. Während die bekannten schwarz-roten Siebenpunkte und die neuerdings so häufigen Asiatischen Marienkäfer ausgesprochene Fleischfresser sind, weiden Arten wie der gelb-schwarze Zweiundzwanzigpunkt und der Sechzehnfleckige Marienkäfer bevorzugt Mehltaupilzbeläge von den Blättern ab!“

Echte Nützlinge im Garten:

Marienkäfer zählen daher zu den Nützlingen im Garten und haben zahlreiche volkstümliche Namen. Angeblich waren sie sogar die Lieblingskäfer der Muttergottes und werden, unter anderem, Glückskäfer, Sonnenkäfer oder Junikäfer genannt.

Bei Kindern beliebt und von Kleingärtnern geschätzt, können die meisten Marienkäfer, in der Tat, zu den Nützlingen gezählt werden. Allerdings weist Steiner darauf hin, dass drei pflanzenfressende Arten gelegentlich Fraßschäden an Klee oder Zierstauden verursachen … das jedoch kann dem positiven Image der Glückskäfer kaum schaden.

So rät (http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartenpraxis/pflanzenschutz/blattlaeuse-erfolgreich-bekaempfen-96906) auch das Fachportal „Mein schöner Garten“ dazu, Feinde der Blattläuse wie Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen, Schwebfliegen und andere Nützlinge gezielt zu fördern. Vor allem durch Nist- und Versteckmöglichkeiten, wie sie in Florfliegenkästen und Insektenhotels, aber auch in Laub- und Reisig-Haufen im Überfluss zu finden sind.

Blattlausfreunde und Blattlausfeinde?

Tatsächlich spielen sich, sobald wir den Marienkäfern in unserem Garten mit Lupe und Makroobjektiv nachstellen, mörderische Kämpfe und wahre Dramen ab. Denn dann können wir nicht nur beobachten, wie eine Blattlaus nach der anderen von den Marienkäfern und deren gefräßigen Larven „geknackt“ wird.

Denn tatsächlich müssen wir einsehen, dass auch die Blattläuse ihr eigenes Heer haben. Das liegt am Honigtau, denn die lästigen Pflanzensauger wieder ausscheiden und der bei Ameisen sehr begehrt ist. Die verteidigen daher Blattlauskolonien mitunter vehement gegen deren Feinde, womit Ameisen (so nützlich sie auch in Wald und Flur sind) im Garten eher zu den unerwünschten Gästen gezählt werden!

Marienkäfer sind gemeinhin beliebt und zählen größtenteils zu den Nützlingen im heimischen Garten!

Foto: Peter Hoffmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *