Border Collie im Wasser

Mit „Bello“ ins Freibad? – Saarbrücken macht es möglich!

Mit dem geliebten Vierbeiner ins Freibad? Das ist – normalerweise – natürlich nicht möglich. Doch nun hat die Landeshauptstadt Saarbrücken, zum Ende der Freibadsaison, ein so genanntes Hundeschwimmen ins Leben gerufen, das derzeit heiß diskutiert wird …

Denn im Freibad Schwarzenbergbad findet am 13.9.2015, von 10 bis 17 Uhr, für Hundebesitzer zum ersten Mal ein so genanntes Hundeschwimmen statt. Natürlich ist das Wasser dann nicht gechlort und findet die Veranstaltung erst dann statt, wenn die menschliche Badesaison vorbei ist und es für die Zweibeiner zurück in die Hallenbäder geht:

Sicherheit und Hygiene gehen vor!

Zudem dürfen nach Auskunft der Bädergesellschaft Saarbrücken nur Hunde mit einem gültigen Impfschutz und einer aktuellen Hundemarke ins Freibad.

Auf dem Gelände selbst sind dann Umsicht und gegenseitige Rücksichtnahme gefragt, um Raufereien zu vermeiden; die Vierbeiner müssen daher auf den Wiesen angeleint sein.

Hier sind – natürlich – wie auch sonst im Stadtgebiet, die Hinterlassenschaften des Tieres zu entfernen. Daher werden nach Auskunft von Gabriele Scharenberg-Fischer, Geschäftsführerin der Saarbrücker Bäderbetriebe, kostenfreie Kotbeutel (auch eine kleine Spende ist gerne gesehen!) zur Verfügung gestellt.

Im Wasser ist dann „freies Schwimmen“ angesagt. Allerdings nur für die Hunde selbst. Denn Herrchen und Frauchen müssen draußen bleiben.

Die sollten jedoch auf jedem Fall dem ungeduldig mit den Pfoten scharrenden Vierbeiner Halsband oder Brustgeschirr abnehmen, da sich die Tiere, beim emsigen paddeln, hier leicht mit den Pfoten verfangen:

Warum Schwimmen für „Bello“ sehr gesund ist?

Notfalls hilft dann das Lieblingsspielzeug bei den ersten Schwimmversuchen, eine „Motivationshilfe“, die bei wasserscheuen Hunden manchmal nötig ist. Bedenken sollten wir zudem, dass Schwimmen auch für die Wasserratten unter den Hunden anstrengend ist. Halter sollten ihren Vierbeiner also niemals überfordern und stets rechtzeitig aus dem Wasser zurückrufen.

Dennoch ist Schwimmen für alle Hunde ein sehr gesundes Vergnügen, da so – bei minimaler Belastung für die Gelenke – Bewegungsabläufe optimiert und die Muskulatur gestärkt werden!

Sorge von Hundegegnern unbegründet:

Natürlich melden sich nun verstärkt auch jene zu Wort, die mit Hunden bereits im Alltag ein Problem haben. Tatsächlich ist das Hundeschwimmen in Saarbrücken auch ein Novum, hat sich jedoch in anderen Regionen, als spezielles Event der Nachsaison, durchaus bewährt.

Hygienische Bedenken sind ohnehin unbegründet. Denn Hunde verlieren beim Baden nicht mehr Haare als wir Menschen, bringt es die Bädergesellschaft auf den Punkt.

Eine Mehr- oder Überbelastung der Filteranlagen sei damit ausgeschlossen: „Zudem wird das Wasser routinemäßig vor Beginn der nächsten Saison abgelassen. Anschließend werden die Beckenwände und -böden gereinigt und desinfiziert“, erklärt Stefan Brand, Schwimmmeister und Betriebsleiter im Totobad, das weitere Vorgehen nach Waldis Besuch.

Kopfsprünge verboten!

Der muss übrigens haftpflichtversichert sein. Und darf auch nicht kopfüber ins kühle Nass eintauchen. Denn auf dem Gelände selbst herrscht Leinenpflicht.

Der Eintritt „pro Fuß und Pfote“ kostet 0,60 Euro. Darüber hinaus bittet die Bädergesellschaft – ohne Frage eine gute Idee – um eine Spende für das örtliche Tierheim. Wer mitmachen will, sollte für seinen Liebling ein Tuch zum Abtrocknen und ggf. auch Sonnencreme bereithalten. Denn auch Vierbeiner können einen Sonnenbrand bekommen.

Dies gilt insbesondere für Nackthunde, aber auch andere Rassen mit einem hellen und kurzen Fell, etwa Dalmatiner. Zudem sind bei allen Hunden die Ohren und Nasenregion, aber auch der meist kürzer behaarte Bauch für Hautirritationen infolge einer hohen Sonneneinstrahlung empfänglich.

Schleckt das Tier die Sonnencreme immer wieder ab, hilft daher nur ein Platz im Schatten!

Bedenken müssen wir zudem, dass sich auch Hunde erst akklimatisieren müssen, das heißt, langsam und Pfote um Pfote, ins Nass steigen. Und auch für den Vierbeiner gilt: Gefressen wird erst nach dem Sport.

Letzte Einlassmöglichkeit ist um 16.15 Uhr. In diesem Sinne: Allen Hunden einen feucht-fröhlichen Tag!

Schwimmen macht Hunden Spaß: Was normalerweise nur in Seen und Teichen möglich ist, wird vielerorts nun auch zum Saisonende in den Freibädern zum Hit!

 Border Collie im Wasser

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Peter Hoffmann

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