Wildbienen Nisthilfe Detail 1

Naturnahe Gärten: Oasen des Lebens


Speziell an Lippenblütlern sei fast immer was los, erklärte unlängst die Gartensendung „Querbeet“, womit der Sender Bayern Alpha für den Naturgarten mobil machte: Zumal diese naturnahen Gärten, wie das beliebte Magazin  klarstellte, auch noch pflegeleicht daher kommen. Naturgärten voll im Trend! Tatsächlich befassen sich heute bereits allgemeine Online-Lexika wie Wikipedia mit dieser Thematik, wo die Autoren den naturnahen oder Ökogarten als „integrativen Ansatz zwischen Mensch und Natur sehen.“ Denn gerade hier würden heimische Wildtiere besonders gefördert … eine Idee, die offenbar auch die Stars der Garten Doku-Soaps erreicht hat. Schließlich erlebten wir unlängst bei „Ab ins Beet“ , wie Claus und Ralle vom Vorstand ihrer Kleingartenkolonie mit dem Bau eines Insektenhotels betraut wurden. Ein Ansinnen, auf das lediglich Superhandwerker-Ralle ein wenig verwundert reagiert hat. Denn der schien, zumindest anfänglich, mit Insekten wenig(er) am Hut zu haben. Insektenhotels sind voller Leben! Doch: Wer genau wissen will, was sich in seinem Naturgarten tummelt, sollte unbedingt solch` ein Insektenhotel aufstellen und dort seinen Beobachtungs- und Fotoposten beziehen, rät auch „Querbeet“ dazu, einmal das aufregende Leben der Insekten zu belauschen. Natürlich kann man(n), wie Claus und Ralle, solche Quartiere für Wildbiene & Co., gar mannshoch und aus natürlichen Materialien, in Eigenregie planen. Freilich gibt es längst auch den fertigen Unterschlupf, gar aus pflegeleichtem Plastik, in Baumärkten und Gartencentern zu kaufen. Sozusagen die „kleine Lösung“, um auf den Geschmack zu kommen und zu schauen, von wem der eigene Garten denn überhaupt besucht wird. Welche Pflanzen Schmetterlinge mögen? Dabei wird das Leben im eigenen Garten, gerade auch der Besuch von Schmetterlingen, jedoch ganz entscheidend davon abhängen, welche Gewächse im Garten (siehe oben) gepflanzt sind. So macht der Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker darauf aufmerksam, dass gerade einheimische Sträucher und Stauden Leben in jeden Garten bringen und hat daher ein Merkblatt über geeignete Tracht- und Nahrungspflanzen herausgebracht. „Keine Angst vor Bienen“, möchte auch der NABU Mecklenburg-Vorpommern Skeptikern wie Ralle (der, Claus zu Folge, alle Insekten schon mal als potentiell gefährlich einstuft!) mit auf den Weg geben. Und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, dass gerade in Naturgärten stets auch ein wenig Unordnung gefragt wenn nicht sogar erwünscht ist: „Wünscht man sich einen naturnahen Garten, ist es sogar besser, Kräuter und Gemüsepflanzen über den Herbst hinaus ausblühen zu lassen!“ Denn gerade Wildbienen würden dieses späte Nahrungsangebot dankend annehmen: „Die verblühten Pflanzenstengel dienen für einige Bienenarten zudem als Nist- oder Schlafplätze“, macht man hier auf ein quasi natürliches Bienenhotel aufmerksam. Der Natur ihren Lauf lassen: Tatsächlich jedoch haben es Naturgärtner mit ihren oftmals wenig(er) aufgeräumt wirkenden Arealen bei ihren Nachbarn mitunter schwer. So dürfte, gerade auch unter Klein- und Schrebergärtnern, jeder Naturfreund, der seinen Rasen nicht picobello sauber fegt, auch leicht mal als faul gelten. Der BUND für Umwelt und Naturschutz wirbt daher nachdrücklich für mehr Toleranz gegenüber Ökogärten. Und weiß, dass neben Tümpeln, Wildblumen und anderen Elementen hier eben auch Laub- und Reisighaufen gebraucht werden. Denn „so schaffen Sie Schlupfwinkel, Nistplätze, Nahrungsquellen und Jagdreviere für eine Vielfalt heimischer Kleintiere, die wiederum Nützlinge für den Obst– und Gemüsegarten sind!“ Insektenhotels gibt es heute in allen möglichen Größen und Ausführungen. Laubhaufen sind für Kleintiere, aber auch für Igel äußerst wichtig! Wildbienen Nisthilfe Fotos: Peter Hoffmann

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