Weihnahtsstern im Detail

Nun kommt die Zeit der Christsterne!

„In Mittelamerika habe ich meine Heimat“, so beginnt August Güses „100 bunte Blumengrüße“ (s) einen Beitrag über den Weihnachtsstern, der von Botanikern Euphorbia pulcherrima genannt wird.

Eine wandelbare Pflanze mit vielen Namen:

Tatsächlich gehört der Advents- oder Christstern zur Familie der Wolfsmilchgewächse, Euphorbiaceae, und muss damit zu den Giftpflanzen gezählt werden:

Denn der milchig weiße Saft, der bei Pflege- und Schnittarbeiten unweigerlich aus den Pflanzenstengeln austritt, kann die Haut reizen und sollte daher sofort gründlich wieder abgespült werden!

Bei innerlicher Aufnahme drohen zudem Übelkeit, Durchfälle und Nierenschäden, so dass wir, falls Kleintiere oder Kinder in unserem Haushalt leben, entsprechend auf der Hut sind.

Doch meist reicht es schon aus, wenn wir den Weihnachtsstern auf einem Schrank oder andernorts, für unbefugte Kinderhände und Tierzungen unerreichbar, platzieren. Vielleicht auch in reiner Wasserkultur, denn „meine abgeschnittenen Blüten halten ebenfalls lange in der Vase“, lässt Güse den Weihnachtsstern zu uns sagen.

Von Hochblättern und echten Blüten:

Dabei sind die eigentlichen Blüten klein, grün und unscheinbar und sitzen, von oben betrachtet, im Zentrum der Pflanze. Die tatsächliche Zierde der Pflanze stellen dagegen die farbigen Hochblätter dar, die auch Brakteen genannt werden und längst, neben dem typischen Rot, auch in Rosa, Weiß oder panaschiert (sprich: teilweise aufgehellt) auf dem Markt sind.

Tatsächlich sind die Wuchsformen und Farben der Laubblätter äußerst wandelbar und haben die Poinsettie (so eine weitere Bezeichnung) längst zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt gemacht.

Wie sollten wir unseren Weihnachtsstern pflegen?

„Zugluft ist Gift für mich“, raten Güses „100 bunte Blumengrüße“, wissen aber auch, dass zu viel Heizungsluft dem Weihnachtsstern zusetzt. Tatsächlich befasst sich auch berlin.de, das offizielle Hauptstadtportal, mit der beliebten Adventpflanze und ihre nicht ganz einfachen Pflege.

Hier rät man dazu (http://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/balkon-und-garten/blumen-und-pflanzen/995782-743560-weihnachtsstern-so-bleibt-er-lange-schoe.html), vor allem auf frische Pflanzen zu achten, was gerade in Baumärkten und Discountern mit ihrer Massenware von Belang ist.

Nach dem Kauf müssen wir dann bereits während des Transports vor Zugluft auf der Hut sein. Und zu Hause einen Standort wählen, der für die empfindlichen Tropengewächse aus dem fernen Mittelamerika möglichst ideal ist:

„Der Weihnachtsstern bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Sonne und Temperaturen von 15 bis 22 Grad“, weiß berlin.de und rät zudem dazu, die Pflanze regelmäßig mit handwarmem Wasser zu gießen.

Denn nur so haben wir an unserem Christstern, den wir zu Beginn der Adventszeit gekauft haben, auch wirklich bis zu den Weihnachtsfeiertagen unsere Freude!

Weihnachtssterne haben sehr wandelbare Laubblätter. Tatsächlich erstrahlen die prächtige Hochblätter heute nicht nur in Karminrot, sondern in allen möglichen Farben. Leider gibt es auch die Unsitte, die Hochblätter der Weihnachtssterne in Pink- und Blautönen zu lackieren oder die Pflanze mit Kunstschnee oder Goldspray zu „verschönern“!

 

Foto: Peter Hoffman

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