Pfingstrose (Paeonia)

Die Pfingstrose

Die Pfingstrose ist eine sehr schöne Gartenstaude, die im Frühsommer und zwar in der Zeit zwischen dem 10.Mai und 20.Juni ihre Blüten voll entfaltet. Diese Pflanze gehört zu den beliebtesten Gartenpflanzen

Der botanische Name leitet sich von Paien ab.  Dies war einer der ältesten Heilgötter des antiken Griechenlands.

Standort

Pfingstrosen mögen einen vollsonnigen Platz. Kurze Zeit darf er beschattet sein.

Es sollte gleich der richtige  und feste Standort gewählt werden, da Staudenpfingstrosen ein Versetzen nicht mögen. Sie reagieren darauf mit einem schlechten Wachstum und einem längeren Blütenausfall. Lässt man sie ungestört wachsen, dann sind Staudenpfingstrosen robuste und auch langlebige Pflanzen.

Sehr gut ist ein fruchtbarer Lehmboden. Ist ein Sandboden vorhanden, dann entwickeln die Pflanzen mehr Laub und weniger Blüten. Allerdings wachsen die Pfingstrosen im Lehmboden langsamer, dafür entwickeln sie aber kräftigere Stängel und wunderschöne Blüten.

Unbedingt darauf achten, dass keine Staunässe entsteht, denn darauf reagieren die Pflanzen empfindlich.

Pflanzzeit

Die beste Pflanzzeit ist zwischen Ende August und Ende Oktober, da Ende Juli/Anfang August das Wachstum der Pfingstrosen abgeschlossen ist. Ende Oktober beginnt dann wieder das neue Wachstum.  Pflanzt man nach diesen Termin, dann wachsen die Pflanzen schlechter an.

Pflanzung

Mit einem Spaten die dichten Horste mit den langen fleischigen Rhizomen aufteilen. Dann sollten mindestens zwei bis drei Pflanzen mit je zwei bis drei Augen zusammen gepflanzt werden.

Wichtig ist, dass das Pflanzloch gut vorbereitet  und auch groß genug ist. So sollte das Loch mindestens 60 cm tief sein. Mit gutem Kompost und organischem Dünger sollte die unterste Erdschicht vermischt werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Wurzeln nicht mit dem Dünger in Berührung kommen.

Dann kommt es auf das richtige Einsetzen der Pflanzen an. Die Pfingstrosen benötigen einen Pflanzenabstand von 100 bis 120 cm.  Die Pflanztiefe sollte flach sein, höchstens 3-5 cm mit Erde bedeckt sein.  Setzt man sie zu tief, dann kann es zu einen kümmerlichen Wuchs kommen. Das ist dann auch die Ursache, dass die Pflanzen in den ersten Jahren nicht blühen.

Hat man ein Pflanzloch frisch ausgehoben, dann sollten die Wurzeln etwas höher eingesetzt werden. Dann alles gut einschlämmen. Da dadurch der Boden dann etwas absinkt, muss allerdings noch einmal Erde nachgefüllt werden. Besser ist, wenn das Pflanzloch schon einige Zeit vorher vorbereitet wird. Setzt man die Pflanze in einen lockeren Boden in normale Pflanztiefe, dann sinken die Wurzeln durch die absinkende Erde ab und die Pflanze sitzt zu tief in der Erde. Die Pflanze muss dann gut angegossen werden.

Im ersten Winter nach der Pflanzung ist ein Winterschutz angebracht. Dazu eignet sich Laub und Fichtenreisig. Man verhindert damit, dass die noch nicht angewachsene Pflanze durch den Frost aus dem Boden gedrückt wird. Entfernt man  nach dem Winter das Laub und Reisig muss darauf geachtet werden, dass man die frischen Triebe nicht abbricht.

Pflege

Charakteristisch für die Pfingstrose ist das langsame Wachstum. Nach der Pflanzung wächst die Pfingstrose nur um einige Stiele. Sie erreicht noch nicht ihre ursprüngliche Größe. Auch die Blüte ist im Jahr noch nicht so wie sie sein müsste. Die Blüte muss auch gleich nach dem Verwelken entfernt werden, damit kein Samen gebildet wird.

Im zweiten Jahr hat die Pflanze schon bedeutend mehr und kräftigere Triebe. Ist das dritte Jahr nach der Pflanzung erreicht, dann ist auch schon ein normales Blühverhalten vorhanden.

Die Pfingstrose benötigt im Frühjahr und Sommer keine große Pflege. Ist das Frühjahr allerdings sehr trocken, dann sollte man vom Beginn des Austriebes bis zur Blüte hin auf eine ausreichende Wassergabe achten.

In der Blütezeit benötigt die Pflanze eine Stütze, da die Blüten sehr schwer werden können.

Nach dem Verwelken die Blüten abschneiden.  Nach dem Monat Oktober schneidet man die Stiele und Blätter bis 5 cm über dem Boden ab.

Im Frühjahr sollte eine Düngegabe erfolgen. Dazu kann  man gut abgelagerten Kompost in die Erde einarbeiten. Ein zweites Mal sollte das nach der Blütezeit im Juli erfolgen

Vermehrung

Bei der Pfingstrose ist als Vermehrung am besten die Veredelung. Eine Vermehrung durch Aussamen erfordert viel Geduld. So kann es schon mitunter 2 Jahre dauern bis es zur Keimung kommt.

Krankheiten

Der Dickmaulrüssler ist ein Schädling. Er frisst gerne an den Blättern und zwar an den Blatträndern.

Auch eine warm-feuchte Witterung ist nicht gut. Es kann zu einem Pilzbefall kommen, so dass die Blütenknospen schwarz werden können.

Dann gibt es noch den Paeoniengrauschimmel. Der befällt die jungen Triebe und bringt sie zum Welken. Hier hilft nur, die Triebe bis ins gesunde Holz abzuschneiden und zu verbrennen. Diese kranken Triebe nicht auf dem Kompost entsorgen. Es kann auch vorbeugend ein Fungizid gespritzt werden.

Im Allgemeinen kann man aber sagen, dass wenn die Pfingstrosen am richtigen Ort gepflanzt werden,  eigentlich auch keine Krankheiten auftreten..

Pfingstrosen in der Vase

Man sollte die Blumen früh morgens schneiden und zwar wenn sich gerade die Knospen öffnen und Farbe zeigen.

Um von der Blüte in der Vase lange etwas zu haben, sollten die Stiele ca 1 Tag trocken und kühl und ohne Wasser gelagert werden. Stellt man sie dann in die Vase, werden die Stiele 1-2   cm angeschnitten.