Gorilla nachdenklich

Rekorde im Tierreich

„Gegen uns habt ihr alle keine Chance“, titelt die Programm-Zeitschrift „Funk Uhr“ in ihrem August-Heft und verweist damit, passend zur EM der Leichtathleten, auf die Superkräfte vieler Tiere …

Etwa die des Gorillas, der ein wahrer Muskelprotz ist und selbst die schweren Reifen eines Lkw mühelos zerreißen kann.

Von Muskelprotzen und Sprintern:

Tatsächlich weiß der Körperbau der Menschenaffen auch die Internet-Community zu begeistern, so dass allenthalben Themen rund um die Kräfte der Tiere diskutiert werden: „Wie viel Kilo schafft ein Gorilla im Bankdrücken“, fragt ein User auf gutefrage.net und merkt noch an, dass sein Anliegen durchaus ernst gemeint ist.

Auch der Spiegel befasste sich schon mit dieser Thematik und geht davon aus, dass die Affen „180 Kilogramm pure Kraft“ sind.

Dabei gelten eigentlich sehr viel kleinere Tiere als die Meister im Gewichtheben. Denn Ameisen stemmen Blätter und Zweigteile, die in Relation zu ihrem Körpergewicht ganz enorm sind: „Warum können Ameisen so viel tragen“, will daher auch der Tagesspiegel wissen und sieht hier Kraftpakete im Kleinen.

Wobei die Biologen auch von den Bauten und vom Sozialverhalten der Tiere äußerst fasziniert sind. Ein Insekt, das in unserer Bewertung übrigens deutlich ambivalent daher kommt. Denn so nützlich Ameisen auch im Wald und Flur sind, so störend ist ihre Vorliebe für Honigtau in unserem Garten:

Schließlich neigen Ameisen dazu, dessen Spender, die Blatt- und Schildläuse, gegen ihre natürlich Feinde wie Marienkäfer und Florfliegen zu verteidigen, so dass die Nützlinge bei Anwesenheit der Ameisenwächter-Schutztruppe kaum eine Chance haben!

Rekorde im Tierreich:

Doch zurück zu den Rekorden im Tierreich, wo der Gepard als schnellstes Tier auf dem Land gilt. Schließlich kann die hochspezialisierte Raubkatze knapp 100 Kilometer schnell laufen. Ein echtes Sprinttalent, das freilich rasch ermüdet. Denn schon nach 300 oder 400 Metern Strecke muss der Gepard mehr als nur einen „Gang“ zurückschalten, so dass er im Dauerlauf, wie der Verhaltensforscher und Publizist Vitus B. Dröscher mal eindrucksvoll beschrieb, von Buschmännern spielend leicht gestellt wird.

Dass auch ein Strauß ganz schön schnell ist, bestätigt dann die Programm-Zeitschrift „Funk Uhr“. Zudem gelten die afrikanischen Laufvögel als die größten lebenden Vögel der Erde, so dass ihnen ein weiterer Allzeitrekord gewiss ist.

Wehrhaft sind Strauße obendrein, da ihre Füße mit dolchähnlichen Krallen bewehrt sind. Löwen und andere Fressfeinde gehen den um sich tretenden Federbällen daher lieber aus dem Weg, da bereits ein einzelner, gut gezielter Tritt eine verheerende Wirkung besitzt.

Doch damit nicht genug. Denn zusätzlich gehen die sicherheitsbewussten Strauße mit Zebras eine Zweckgemeinschaft ein, da deren Nase und Witterungsvermögen (wie das unserer Hauspferde) geradezu genial ist. Zebras riechen daher frühzeitig, wer sich da durchs Gebüsch anschleicht, wohingegen der hochgewachsene Strauß die Savanne besonders gut im Blick hat.

So profitieren beide Seiten von dieser Wächter- und Schutzgemeinschaft!

 

Gorillas werden bis zu 1,80 Meter groß und sind unglaublich stark. Vor allem die männlichen Tiere, die fast 200 Kilogramm schwer werden. Gorilla-Frauen sind dagegen deutlich leichter und schlanker gebaut und wiegen mit rund 90 Kilogramm nur die Hälfte!

Foto: Peter Hoffmann

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