Rhododendron

Rhododendron

Der Rhododendron ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse. Die Bezeichnung „Rhododendron ist griechisch und bedeutet Rosenbaumgewächs.

Sein Verbreitungsgebiet geht von der Meeresküste bis ins Hochgebirge (über 5000 m in Tibet) und vom tropischen Regenwald bis hin in die subpolare Tundra.

Hier bei uns in Deutschland ist der Rhododendron eine sehr beliebte Gartenpflanze. Was natürlich auch kein Wunder ist, denn diese sehr schöne Gartenpflanze bringt schon im Frühsommer sehr viele schöne Blüten hervor. Doch damit man sich an dieser Blütenpracht richtig erfreuen kann, muss sich der Rhododendron im Garten auch wohl fühlen.
Das bedeutet, dass er den richtigen Standort und auch die richtige Pflege hat.

Erde und Standort

Für den Rhododendron ist ein saurer Boden sehr gut. Der Boden sollte einen ph-Wert von 4-5,5 haben. Um diesen sauren Boden zu erreichen, sollte man unter die Erde Torf mischen.

Pflanzen

Der Rhododendron wird in eine Grube gepflanzt, die eine Tiefe von einem halben Meter haben sollte. Am Boden sollte sie mit einer Drainageschicht versehen sein. Für diese Drainageschicht kann man eine Handbreit Kies, Geröll, Kleinholz oder Rindenkompost aufbringen. Auf jeden Fall sollte man den Abfluss des Wassers kontrollieren. Ein guter Abfluss ist wichtig, denn ein Rhododendron mag überhaupt keine Staunässe.

Bevor man den Rhododendron einpflanzt, muss der Wurzelballen ordentlich befeuchtet werden. Dann setzt man ihn ein und bedeckt den Wurzelballen mit etwas Erde. Dann wird noch einmal gut gewässert.

Pflege

Der Rhododendron muss gut gewässert werden. Besonders wichtig ist das, wenn die Pflanze an einem warmen Platz steht und viel Sonne bekommt.

Zeigt es sich, dass sich die Blätter der Pflanze nach unten einrollen, ist das ein Zeichen, dass eventuell Wasser fehlt.
Im Sommer sollte der Rhododendron täglich gegossen werden. Wer einen immergrünen Rhododendron besitzt, muss diesen auch im Winter mit Wasser versorgen. Und zwar dann, wenn es lange trocken und warm ist, aber nur an frostfreien Tagen.

Düngen

Jeder Volldünger eignet sich zum Düngen der Pflanze. Der Dünger sollte die N-P-K-Mischung 5-4-7 haben. Nimmt man zum Düngen Rindenkompost, Laub oder Kaffeesatz ist das schon eine organische Düngung. Hier hat man den Vorteil, dass man die Pflanze nicht so schnell überdüngen kann, als wenn synthetischer Dünger verwendet wird.

Doch kann man auch einen organischen Langzeitdünger kaufen. Doch auch aus der Natur findet man viele Materialien, die sich als Dünger eignen.

Wichtig ist beim Düngen von Rhododendren, das kein Dünger verwendet wird, der mit Kalk angereichert ist (z.B. Urgesteinsmehl).

Schneiden

Rhododendren können bekanntlich sehr groß werden, deshalb können diese in vielen Gärten nicht frei wachsen. Also müssen sie beschnitten werden.

Beim Schneiden ist zu beachten, dass der Schnitt direkt nach der Blüte erfolgt, denn die Pflanze setzt ihre Blüten schon im Vorjahr an.

Wird der Rhododendron gleich nach der Blüte beschnitten, kann er das ganze restliche Jahr neue Blütenansätze bilden.
Natürlich sollte der Schnitt erst erfolgen, wenn die Pflanze zu groß geworden ist. Es kann auch radikal zurück geschnitten werden. Der Schnitt kann bis ins Innere der Pflanze gehen, wo er schon kahl ist. Das macht nichts, denn wenn der Rhododendron an den Stellen wieder Licht bekommt, bildet sich wieder neues Grün.

Man erhält durch das Ausdünnen des Inneren wieder eine schöne Form der Pflanze. Nach dem Rückschnitt muss die Pflanze gut gewässert werden.

Vermehrung

Den Rhododendron kann man gut durch Ableger vermehren. Dazu schneidet man nach der Blüte ein Seitentrieb ab. Bestens ist, wenn man einen Trieb nimmt, der verholzt ist und dicht am Boden wächst. Diesen Trieb schneidet man schräg ein (nicht durchschneiden) und biegt diesen auf den Boden neben der Pflanze herunter. Doch sollte man darauf achten, dass genügend Abstand vorhanden ist.

Die Schnittkerbe muss offen auf dem Boden aufliegen. So kann dieser Trieb Wundgewebe und dann Wurzeln bilden. Wichtig ist aber, dass die Kerbe offen bleibt. Dazu kann ein Hölzchen in die offene Stelle gelegt werden. Nun kann der Trieb ein wenig eingegraben oder angehäufelt werden. Auch ist es ratsam den Trieb mit einem Stück Draht am Boden zu verankern. Im oberen Bereich sollte er an einen Stab gebunden werden.

Jetzt kann der Trieb Wurzeln bilden, allerdings braucht er die Zeit bis zum nächsten Frühjahr. Manchmal kann es auch Jahre dauern.

Stellt man fest, dass Wurzeln da sind, kann man den Spross von der Mutterpflanze trennen. Gegebenfalls dann auch umsetzen.
Doch eine Vermehrung gelingt auch mittels Stecklinge. Dieser wird auch nach der Blüte durch einen verholzten Zweig des Vorjahres gewonnen. Die Stecklinge können noch geteilt werden und werden dann in handlange Stück geschnitten. Jeder Steckling muss an der unteren Seite einen Triebknoten haben. Die Stecklinge setzt man in einen Topf mit Anzuchterde. Diese Töpfe können im Sommer im Freien bleiben und werden im Herbst (wenn Wurzeln vorhanden sind) in den Garten gepflanzt.

Aber auch aus Samen kann eine eigene Pflanze gezogen werden. Doch muss der Samen recht früh geerntet werden, denn wenn die Kapseln erst aufgesprungen sind, ist der Samen sehr klein. Hierzu muss gesagt werden, dass die dicken Kapseln die befruchteten sind.

Der Samen kommt ebenfalls in Töpfe mit Anzuchterde und werden möglichst in ein Zimmergewächshaus gestellt. Die Töpfe sollten hell, nicht sonnig stehen und leicht feucht gehalten werden. Ungefähr nach 4 Wochen zeigen sich die Keimlinge. Jedoch können sie erst nach einem halben Jahr pikiert werden, da sie da erst kräftig genug sind. Allerdings wird einige Geduld nötig sein, um die ersten Knospen zu erhalten. Da die Keimlinge sehr oft von Pilzen befallen werden, sollte man Fungizid im Hause haben.

Überwinterung

Mit der Überwinterung haben die meisten Rhododendren im Garten keine Probleme. Es ist auch nicht tragisch, wenn die Blätter abfallen. Das geschieht bei den meisten Azaleen und auch bei einigen Arten von Rhododendren.

Steht die Pflanze allerdings in einem Kübel, dann ist ein Winterschutz notwendig, weil die Topferde schneller friert. Der Topf sollte nach unten hin gut isoliert werden und ringsum mit dämmendem Material versehen werden.

Ein immergrüner Rhododendron braucht auch im Winter Wasser. Doch sollte man sich für das Gießen immer eine milde Temperatur aussuchen. Wenn man sich nicht sicher ist, ob die richtige Temperatur vorhanden ist, sollte nicht zu viel Wasser gegeben werden. Ansonsten erhalten wir in der nächsten Nacht einen gefrorenen Klumpen.

Schädlinge und Krankheiten

Im Großem und Ganzem werden Rhododendren nicht sehr mit Krankheiten und Schädlingen befallen. Doch hat die Pflanze nicht den richtigen Standort kann es vorkommen, dass sie mit Pilzen befallen wird.

Sehen die Knospen merkwürdig aus, kann es sein, dass die Rhododendronzikade die Knospenfäule übertragen hat. Die braunen Knospen sollten entfernt und entsorgt werden, allerdings nicht auf den Komposthaufen entsorgen. Ebenfalls die Larven auf den Blättern entfernen und dann mit einem geeigneten Pflanzenschutzmittel behandeln.

Auch der Rüsselkäfer hat Interesse an den Rhododendron. Diesen kann man mit Nematoden oder verschiedenen Pflanzenschutzmitteln bekämpfen.

Weiterhin gibt es die aus Japan eingeschleppte Rhododendron-Gitternetzwanze. Diese saugt die Mittelrippen aus, die Blätter werden braun und fallen ab.

Dieser Schädling ist noch ziemlich neu bei uns und soll ebenfalls mit Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden können. Doch liegen noch wenig Erfahrungswerte vor.

Rhododendron

Bildquelle: © Darius Dzinnik – Fotolia.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *