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Rund um den heimischen Gartenteich

Ein Teich im Garten birgt manche Gefahr. Denn hier könnten Kinder und Kleintiere wie Igel ertrinken …freilich können, im Umkehrschluss, auch jene, die hier wohnen, durch die Hausgemeinschaft bedroht sein:

Schließlich stellt ein Fischteich mit seinen schmackhaften Bewohnern für viele Hauskatzen einen immensen Reiz dar. Nicht umsonst diskutieren daher die User in allen möglichen Foren, ob eine Kombination aus Katze und Gartenteich auch wirklich eine ideale Wahl ist:

Den Stubentigern den Appetit vermiesen!

Denn selbst gut genährte Hauskatzen können der gemächlich dahingleitenden Versuchung nur schwerlich widerstehen. Auch der „Gartenteich Ratgeber.com“ fragt sich daher, was zu tun wäre, damit die Katze ihre Angelausflüge endlich wieder einstellt.

Denn ohne Frage stellt ein Fischteich im Garten einen besonderen Reiz für Katzen dar, erklärt auch die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN: „Wer seinen Fischbestand halten möchte, sollte daher tierfreundliche Maßnahmen zur Katzensicherung ergreifen!“

Denn bekanntlich lassen sich Katzen, im Gegensatz zu Hunden, kaum erziehen und werden, sobald sie sich unbeobachtet fühlen, auf Pirsch gehen. Ist man(n) – bzw. Frau -, selbst im Garten, genügt dagegen oft ein lautes Händeklatschen, damit sich Mieze beleidigt davon schleicht. Doch was ist, wenn der Stubentiger allein ist?

Technische Hilfsmittel:

Nun, Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN, setzt dann auf technische Hilfe:
„Eine effektive Methode stellt der sogenannte „Reiherschreck“ dar!“ Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Bewegungsmelder und Wasserspeier, der die meist wasserscheuen Hauskatzen effektiv auf Abstand hält. Denn sobald die Technik eine Bewegung registriert, gibt das Gerät nach Auskunft von Thiesmann und VIER PFOTEN eine Wassersalve ab.

Die meisten Katzen, die so unfreiwillig und unerwartet geduscht wurden, suchen dann das Weite. Ein „Tiervertreiber“, der sich, wie der Name schon vermuten lässt, auch bei bzw. gegen   fischende Vogelarten bewährt hat.

Übrigens finden sich heute auf Youtube auch Bauanleitungen, die – mit etwas Geschick – zum Katzenschreck der Marke Eigenbau verhelfen.  Alternativ könnte ein Ultraschallgerät eingesetzt werden, erinnert VIER PFOTEN. Das arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip und reagiert auf erkannte Bewegungen in einer Frequenz, die Katzenohren mehr als unangenehm erscheint:

„Wer jedoch auf Gerätschaften in seinem Garten verzichten möchte, der sollte über eine Bepflanzung um den Teich herum nachdenken!“

Denn die wird bereits per se die Jagdausflüge der Katzen erschweren; zudem gibt es Gewächse, deren  Geruch den Stubentigern äußerst unangenehm ist. VIER PFOTEN empfiehlt in diesem Zusammenhang die sogenannte „Verpiss-dich“-Pflanze.

Die gehört zur Gattung der Harfensträucher, eine spezielle Züchtung, die einen intensiven, für Katzen mehr als unangenehmen Duft verströmt: „Eine großzügig angelegte Feuchtzone um den Teich herum erfüllt jedoch einen ähnlichen Zweck!“

Denn auch dadurch werden sich wasserscheue Katzen ihre Jagdausflüge reiflich überlegen …

Schutz für Igel & Co:

… bedenken müssen wir zudem, dass unser Gartenteich für Igel und andere Kleintiere zu einer tödlichen Gefahr wird. Selbst Polit-Magazine wie der „Focus“ befassten sich bereits mit dieser Thematik und mahnen dazu, den Teich täglich zu kontrollieren und zudem einige Kletter- und Ausstiegshilfen für Vögel und Igel zu montieren.

Hilfreich sind auch flachere Uferabschnitte, die badenden Wildtieren einen gefahrlosen Ein- und Ausstieg in den Teich ermöglichen. In diesem Zusammenhang erinnert der Landesbund für Vogelschutz in Bayern, kurz LBV, daran, dass selbst vermeintliche Wasserbewohner wie Kröten ertrinken können, falls ihnen scharfkantige Steinränder nach dem Laichakt den Ausstieg aus dem Teich verwehren … in Sachen tierfreundlicher Garten muss also an einiges gedacht werden.

So fühlt sich ein Igel wohl:

So braucht ein Igel, neben (s) einer Ausstiegshilfe aus dem Teich, vor allem Unterschlüpfe wie dichte, einheimische Hecken sowie Holzstapel und aufgehäuftes Laub, das dem Schlaf dient und im Spätherbst zum Quartier wird.

Auf seinem Speiseplan stehen, wie der BUND Ortsverband Darmstadt erklärt, allerlei Käfer, Raupen, Regenwürmer und Tausendfüßler, aber auch Schnecken, so dass der Igel zu den Nützlingen im Garten gezählt wird: „Mitunter vergreift er sich aber auch an Hunde- und Katzenfutter aus draußen stehenden Näpfen!“

Das sollten wir den putzigen Tieren schon gönnen. Die brauchen zudem Durchschlüpfe zu anderen Gärten, da sie auf der Nahrungssuche große Gebiete durchstreifen, wissen die die Darmstädter BUND-Experten.

Der Igel braucht im Garten ein wenig Unordnung und ein geeignetes Quartier für den Winter. Zudem müssen wir aufpassen, dass die Schnecken- und Insektenjäger nicht in unseren Teichen ertrinken!

Ein Teich wertet jeden Garten auf, dennoch sollte bei der Anlage an einiges gedacht werden. So wird ein Fischbesatz Insektenlarven sowie Amphibienlaich stark ausdünnen und damit die biologische Vielfalt gefährden. In einem Ökoteich verbietet sich daher jeder Fisch- oder Entenbesatz!

 Fotos: Peter Hoffmann

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