Schmackhaft und gesund: Die Gemüsezwiebel

Heilpflanze des Jahres 2015 ist ein alter Bekannter, den jeder von uns wohl schon einmal in der Hand hatte – nämlich die allseits bekannte Gemüsezwiebel:

„Hat sieben Häute, beißt alle Leute“, mit diesem weitverbreiteten Vers, der häufig für Kinderrätsel benutzt wird, beschreibt der NHV Theoprastus, warum hier eine Jury Allium cepa zur Leitpflanze des Jahres gekürt hat:

Warum Schlemmen manchmal sehr gesund ist?

Eine Pflanze, die schon manch Koch und Hausfrau zu Tränen gerührt hat. Denn die scharfen Inhaltsstoffe der Zwiebel, die Fressfeinde abschrecken sollen, bringen bei den meisten Menschen die Augen zum Tränen, so dass sich nicht nur der „Stern“ in seiner Wissen-Community fragt, was beim Zwiebelschneiden gegen das lästige Tränen Abhilfe schafft!?

Dennoch ist, wie der Naturheilkundeverein NHV Theophrastus bei (s) einem Fachsymposium in Sachsen mitteilte, die Zwiebel eine der bekanntesten und beliebtesten Gemüsesorten Deutschlands. Hier betont man eine verdauungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung und sieht in der Zwiebel daher fast eine medizinische Mahlzeit:

Auch Haustiere profitieren!

Zudem sieht Konrad Jungnickel, der 1. Vorsitzende des Vereins, hier ein uraltes Hausmittel, das bereits von unseren Vorfahren in Form von Zwiebelsirup bei Husten oder als Wickel bei Ohrenschmerzen genutzt wurde; zudem soll Zwiebelsaft gegen Haarausfall wirken, wenn das mal kein guter Tipp ist.

Schließlich findet nicht jedermann (s) eine Halbglatze erotisch!

Zudem empfiehlt der NHV Theophrastus in seiner Presserklärung, Zwiebelextrakte bzw. –scheiben doch mal als ganz natürliches Mittel zur Linderung bei Insektenstichen zu nutzen … ein Tipp, der auch bei Tierärzten durchaus populär ist.

Tatsächlich bestätigt auch Fachbuchautor Dr. med. vet. Jürgen Bartz in seiner „Kräuter-Apotheke für Pferde“ (Franckh-Kosmos) der Zwiebel eine antibakterielle Wirkung, die nicht nur bei schlecht heilenden Wunden interessant ist. Vielmehr könne man, so der Fachmann, auch frische Insektenstiche mit Zweibelsaft beträufeln:

Wo kommt die Wunderpflanze her?

Dabei liegt der Herkunft der beliebten Küchen- und Heilpflanze, die heute nahezu ausschließlich unter menschlicher Obhut gedeiht, ein wenig im Dunkeln. So geht das Online-Lexikon Wikipedia davon aus, dass, heute keine wildwachsenden Populationen mehr bekannt sind.

Auch Jürgen Bartz scheint von einer jahrhundertealten Kultur auszugehen und siedelt die ursprüngliche Heimat des bereits in der Antike bekannten und geschätzten Gewächses in Indien an. Wie dem auch sei, selbst die renommierte Kundenzeitschrift „Apotheken Umschau“ mag sich der Faszination der Gemüsezwiebel nicht entziehen und sieht hier ein wichtiges Gewürz, das für praktisch alle herzhaften Speisen als Beilage, aber auch „solo“, in Form einer schmackhaften Zwiebelsuppe, in Betracht kommt.

Der NHV Theoprastus hat damit also sicherlich eine gute Wahl getroffen und eine altbekannte Nutz- und Heilpflanze noch einmal näher in unser Bewusstsein gerückt. Der Naturschutzbund NABU hat übrigens sämtliche Jahreswesen gelistet  – darunter auch Chili und Paprika, die Gemüseorten des Jahres 2015.

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